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Supermarket Mania

Simulation

01.03.2011

Autor: Mario Kablau

 

 

Chaos im Supermarkt!

 

Kennt ihr das? Ihr geht einkaufen und wollt etwas ganz Bestimmtes haben. Im Supermarkt angekommen stellt ihr dann fest, dass genau das Regal gerade absolut leer ist. Aufgeregt stürmt ihr davon und rutscht beim Rausgehen auch noch auf Müll aus, den irgendein anderer Kunde fallen gelassen hat. Gefühlt passiert mir zumindest ersteres relativ häufig. Entweder sind die Chips meiner Wahl gerade ausverkauft, die Cola aus dem wöchentlichen Angebot bereits vergriffen oder die Tiefkühlpizza mal wieder nicht zu finden. Echt ärgerlich!

 

Im Spiel wechselt man quasi die Seiten und schlüpft in die Haut eines jungen Mädchens, das im Laden eines Supermarkt-Moguls aushilft. Ihre Aufgabe ist es, den Tag über dafür zu sorgen, dass die Regale aus dem Lager immer wieder gefüllt werden, der Laden sauber bleibt, spielende Teenager in Zaum gehalten werden und Diebe keine Chance auf Erfolg haben.

 

Das Geschehen spielt sich auf dem unteren Bildschirm ab, dort ist der Laden mit allen Regalen, einem Mülleimer und dem Lager abgebildet. Per Touchpen schickt ihr Nikki mit ihrem Einkaufswagen nun genau an die Regale, die leer, bzw. fast leer sind, so dass die Kunden nicht warten müssen. Ist ein Regal doch mal leer und ein Kunde steht davor, dass sieht man anhand einer kleinen Grafik, wie sich seine Laune verschlechtert. Irgendwann haut er dann einfach ab und es geht Umsatz verloren. Manche Kunden lassen auch gerne mal Müll zurück, den Nikki dann einsammeln und in die Tonne befördern muss, bevor ein anderer Kunden darauf ausrutscht, was sonst auch dazu führen kann, dass er davon stürmt und nichts mehr kauft.

 

Das Spiel ist in Levels unterteilt, die jeweils einen Tag bedeuten und ca. 2-4 Minuten dauern. In dieser Zeit muss man ein bestimmtes Umsatzziel erreichen, um den Tag erfolgreich abzuschließen. Mit dem verdienten Geld kann man dann anschließend den Laden oder Nikkis Ausrüstung verbessern, um sich das Leben zu erleichtern. So lässt sich zum Beispiel das Lager optimieren, so dass das Auffüllen des Einkaufswagens schneller geht. Ebenso lässt sich dessen Volumen vergrößern, damit man mehr Regale befüllen kann, bevor man ins Lager zurück muss. Dazu gibt es Extras wie Fernseher, Kaffeemaschine oder Überwachungskamera, um dafür zu sorgen, dass die Gäste länger vor leeren Regalen warten, Nikki sich kurzzeitig schneller bewegt oder Diebe nicht so leicht klauen können. Apropos Diebe: werden diese beim Klauen auf frischer Tat ertappt, dann müssen sie eine Strafe zahlen. Dazu muss man nur im richtigen Moment den Wachmann antippen. Zuletzt lassen sich auch noch bessere Waren kaufen, die dann teurer verkauft werden, was den Umsatz pro Tag erhöht.

 

Nach den ersten vier Levels, die quasi als Tutorial dienen, verliert Nikki jedoch leider ihren Job, da der Besitzer der Kette lieber Roboter für den Job einsetzen will. Die sind einfach effizienter, schneller und günstiger. Also sucht sie sich einen neuen Job bei einem kleinen Laden um die Ecke, dem sie dann in den anschließenden vier Kapiteln beim Kampf gegen die Kette hilft.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Die Grafik von Supermarket Mania kann man als ordentlich bezeichnen. Die Ladenhintergründe sind schön gezeichnet und auch relativ abwechslungsreich. Dazu gibt es neben Nikki mehrere verschiedene Kundentypen, die sich auch unterschiedlich verhalten. Eine ältere Damen bewegt sich eher langsam, verliert aber schnell die Geduld, während ein Teenager auch mal länger auf sein Eis warten kann, dafür aber auch oft Müll hinterlässt. Dazu läuft das Geschehen die meiste Zeit über flüssig, nur zum Ende hin, wenn der Laden so richtig brechend voll wird, gibt es den einen oder anderen Ruckler. Wirklich blöd ist aber, dass Müll oft nur schwer gefunden werden kann, wenn ihn jemand dahin wirft, wo gerade ein Kunde steht. Also muss man warten, bis sich etwas bewegt, um ihn überhaupt zu finden. Denn nur dann kann man ihn auch einsammeln.

 

Die Musik ist auch ganz gut gelungen, ist mir aber schnell auf den Keks gegangen, weil es null Variation gibt. Irgendwann hat man sich einfach daran satt gehört. Das gilt jedoch nicht für die Soundeffekte, die sind vielseitig, lustig und passend.

 

Die Steuerung funktioniert auch super, alles geht mit dem Touchpen super von der Hand und funktioniert direkt. Gut ist vor allem, dass man auch vorab klicken kann. So kann man Nikki, noch während sie ein Regal füllt, direkt im Anschluss an das nächste schicken, ohne dass unnötige Zeit vergeht. Nervig ist aber, dass man Nikki nicht stoppen kann, wenn sie einmal unterwegs ist. Hat man sich also vertippt und merkt das, dann muss sie erstmal machen lassen. Außerdem stört mich, dass man den Wachmann auch per Mikrofon pfeifen lassen kann. Das hat bei Busfahrten bei mir immer dazu geführt, dass er ununterbrochen Lärm von sich gegeben hat. Die Empfindlichkeit des Mikros lässt sich zwar reduzieren, jedoch nicht ganz ausschalten, so dass man in einer lauten Umgebung immer Probleme bekommt, die aber zum Glück den Spielablauf nicht stören.

 

Der Umfang ist für den Preis absolut einwandfrei. Insgesamt gibt es 50 Levels, die zusammen für etwa 3-4 Stunden unterhalten. Wenn man den Anspruch hat, jeden Level mit Auszeichnung zu beenden, hat man noch etwas länger Freude. Wobei das manchmal gar nicht einfach ist, selbst bei perfekter Ausstattung. Nachdem man den Storymodus geschafft hat, sorgt der Endlos-Modus noch für weitere Motivation, hier spielt man so lange bei stets ansteigender Schwierigkeit, bis man 10 Kunden verärgert hat. Leider kann man den Highscore jedoch nicht online stellen.

Fazit

Supermarkt Mania ist ein wirklich gutes Spiel, das für einen kleinen Preis relativ lange und gut unterhält. Die Grafik ist hübsch, das Spielprinzip fesselnd und die Steuerung funktioniert gut. Wer also schon immer mal wissen wollte, was für ein Knochenjob die Arbeit in einem Supermarkt sein kann (oder wer Spaß an einem Mix aus Strategie und Puzzle hat), dem kann ich den Download nur wärmstens empfehlen. So, nun muss ich aber los, die Kunden warten schon auf neue Kokosnüsse...

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

80%

Singleplayer

-

Multiplayer

Developer

G5 Entertainment

Publisher

G5 Entertainment

Nintendo Points

500

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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