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GO Series: Let's Swing

Action

25.11.2010

Autor: Mario Kablau

 

 

Auf der Suche nach dem Drehwurm!

 

Kennt ihr das? Ihr spielt ein an sich gutes Jump ’n Run und kommt an eine absolut nervige Stelle, an der unter größter Hektik absolute Präzision vonnöten ist? Beim kleinsten Fehler ist man gescheitert und muss von vorne anfangen. So etwas motiviert natürlich unglaublich und treibt zu Höchstleitungen und (Achtung, Seitenhieb auf eine gewisse Apfel-Firma) unglaublichem Spielspaß. Warum ist also nicht schon vorher ein Entwickler darauf gekommen, daraus ein komplettes Download-Spiel zu machen? Ich weiß es nicht!

 

Das Spielprinzip von Let’s Swing ist so simpel wie banal: Man springt mit seiner Figur in einer zweidimensionalen Umgebung an eine Stange und schwingt was das Zeug hält, um im richtigen Moment zur nächsten Stange abzuspringen. Vorbei gesprungen? Kein Problem, einfach an den Anfang zurück und von neuem beginnen. Klingt nach keinem Spaß? Ist es auch!

 

In den insgesamt 30 Levels mit sehr einfacher Grafik bewegt man die Spielfigur per Steuerkreuz jeweils an einen Punkt von dem aus durch einen Sprung eine Stange erreicht werden kann und dann hält man das Steuerkreuz nach links oder rechts gedrückt, um sich im oder gegen den Uhrzeigersinn um die Stange zu drehen. Erst schwingt die Figur nur langsam hin und her und sammelt Schwung. Nach etwa fünf Sekunden ist genug aufgebaut, um ganze Runden zu drehen, die dann sogar noch zwei Mal schneller werden. Es gilt nun, den perfekten Moment zu finden, um abzuspringen. Dafür einfach kurz die A-Taste drücken und die Figur springt in dem Winkel ab, in den sie in genau der Millisekunde geschaut hat. Die Weite des Sprungs kann dann noch gesteuert werden, indem man entweder weiter in die Sprungrichtung drückt oder eben nicht.

 

Unterwegs sammelt man am besten noch die im Level verteilten Bonussteinchen auf, diese geben nämlich Punkte und beim Überschreiten gewisser Punktzahlen erhält man Extraleben. Diese sind auch bitter nötig, denn während man am Anfang nur abstürzen, aber nicht sterben kann, wird das später anders. Durch elektrifizierte Hindernisse wird die Figur dann bei dem kleinsten Fehler gegrillt und der Level muss von vorne begonnen werden. Sind alle Leben weg, geht es ganz an den Anfang zurück. Juchei! Im Prinzip geht es also die ganze Zeit nur darum, möglichst so oft wie in einer Umgebung gefordert hintereinander im genau richtigen Winkel abzuspringen. Ein Schelm, wer so etwas Glücksspiel nennt...

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Grafisch ist Let’s Swing eher schwach auf der Brust. Die Spielfigur ist ein besseres Strichmännchen in ödem grau mit dünnem weißem Rand. Die Levels bieten einen einheitlich schwarzen Hintergrund, auf dem ein paar Laserstrahlen hin und her schießen. Die Stangen und diversen Hindernisse heben sich grafisch davon in keinster Weise ab, so dass man die Grafik bestenfalls als schwach bezeichnen kann. Die Musik ist ähnlich einfach gehalten und hat mich daher auch nicht vom Hocker gehauen.

 

Die Steuerung ist neben dem langweiligen und monotonen Spielprinzip der zweite größte Schwachpunkt des Titels. Man muss zwar nur nach links oder rechts drücken und zum Absprung eine Taste drücken, aber alles fühlt sich so unglaublich träge an, dass einfach kein Spaß aufkommen will. Wenn man bei einem Absprung merkt, dass das Ziel verfehlt wird, vergeht einem schon die Lust, zurück zur ersten Stange zu laufen und dort wieder Schwungkraft aufbauen zu müssen, bevor es weiter geht. Im Gegenteil dazu muss man beim Absprung so unglaublich präzise sein, dass es fast schon an unverschämtes Glück grenzt, wenn man einen Level nach dem fünften fehlerfrei durchspielt.

 

Mit 30 Levels ist zwar an sich genug Umfang dabei, jedoch haben die Entwickler es leider total versäumt, das Spiel so zu gestalten, dass man überhaupt den ganzen Umfang nutzen möchte. Ich habe mich einmal bis Stufe 15 vorgearbeitet und die dabei verschwendete Lebenszeit als für immer verloren abgeschrieben und das Spiel gelöscht. Die ganze Zeit wartete ich auf mehr Abwechslung und etwas, das das Spiel interessant oder zumindest weniger langweilig macht – vergeblich.

Fazit

Da bisher die Go Series eigentlich für hohe Qualität stand, habe ich den Titel blind herunter geladen, bei 200 Punkten kann man eigentlich nix falsch machen, dachte ich mir. Ich habe mich selten so getäuscht. Wer es mag, dass am laufenden Band absolute Präzision ohne spielerische Abwechslung von ihm gefordert wird, der mag an dem Spiel irgendwas finden; ich habe nur vergeblich gesucht und schreibe nun die 2 Euro und die vergeudete Lebenszeit einfach ab. Was bleibt mir auch anderes übrig? Ich kann nur raten, das Geld lieber in einen Wunschbrunnen zu werfen, da ist es in meinen Augen besser investiert...

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

schwach

Spielspaß

sch...

20%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

29.10.2010

Developer

Suzak

Publisher

Gamebridge

Nintendo Points

200

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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