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GO Series: Pinball Attack!

Action

10.11.2010

Autor: Mario Kablau

 

 

Ein etwas anderer Flipper!

 

Dass ein Pinball-Spiel nicht immer nach demselben Schema ablaufen muss, hat zum Beispiel Metroid Prime Pinball auf dem Nintendo DS bereits bewiesen. Die Entwickler bei Gamebridge gehen noch einen Schritt weiter und bringen mehr Bewegung und zahlreiche Gegner ins Spiel, das in fünf Levels eingeteilt ist.

 

Im Prinzip ist das Gameplay sehr klassisch, jedoch mit ein paar nicht unwesentlichen Änderungen. Rechts, links und oben auf dem Steuerkreuz setzen den linken Flipper ein, während A, X und Y den rechten auslösen. Drückt man nach unten auf dem Steuerkreuz oder die B-Taste, dann schließt ein Kraftfeld so lange die Lücke zwischen den beiden beweglichen Teilen bis entweder die dafür benötigte Energie restlos aufgebraucht ist oder man die gedrückte Taste wieder los lässt. In dieser Zeit kann die Kugel schon mal nicht abstürzen.

 

Doch es geht nicht nur darum, Punkte zu sammeln - auch wenn der Spitzenplatz auf der Highscore-Liste natürlich ein Ziel ist - sondern vielmehr darum, die Levels zu schaffen. Man beginnt mit einer bestimmten Anzahl an Kugeln und spielt die fünf Levels „einfach“ nacheinander zu Ende. Fallen alle Kugeln unten durch, ist das Spiel vorbei und man muss von vorne anfangen. Wie man einen Level schaffen kann? Ganz einfach: man kämpft sich bis zum Ende vor und besiegt dann den Boss, ist doch klar!

 

Okay, für einen Flipper ist das eher untypisch, denn die Umgebung ist nicht statisch sondern scrollt langsam nach unten. Außerdem tauchen Gegner und Hindernisse auf, die man besiegen, bzw. denen man ausweichen muss. Natürlich gibt es auch Bumper, Abkürzungen, schwer zugängliche Bereiche und weitere Dinge, die man aus einem Flipper kennen sollte. Ist man mit der Kugel ganz oben angekommen, dann muss man gegen einen Endgegner kämpfen. Wie bei normalen Gegnern auch, fügt man ihm Schaden zu, indem man ihn mit der Kugel trifft. Die Bosse machen es dem Spieler da jedoch nicht so leicht, denn sie schützen sich natürlich und setzen sich auch gegen die Kugel zur Wehr. Hat man den letzten Gegner eines Levels besiegt, dann kommt man in den nächsten und am Ende des Spiels warten dann alle vier Bosse und ein weiterer, bevor man es endgültig geschafft hat.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Grafisch macht das Spiel keinen besonders anspruchsvollen Eindruck; zwar sind die Hintergründe, die z.B. eine Unterwasserwelt, einen Urwald oder den Weltraum darstellen, recht abwechslungsreich, darüber hinaus mangelt es aber an einigen Details. Sowohl der Flipper selbst als auch die Hindernisse sehen nicht wirklich umwerfend aus, erfüllen jedoch ihren Zweck. Gleiches gilt für die zwar vielen verschiedenen, aber an sich eher langweiligen Gegner. Eine Ausnahme sind da ganz klar die fünf Bosse, die sowohl kreativ als auch gut umgesetzt sind. Musikalisch ist das Spiel ganz okay, die Musik unterstützt gut, ist nicht zu aufdringlich, bleibt aber auch nicht lange im Gedächtnis.

 

Bei der Steuerung haben die Entwickler meiner Meinung nach auch nicht alles richtig gemacht. Ich musste mich erst eine ganze Weile dran gewöhnen, bevor ich fehlerfrei flippern und das Kraftfeld aktivieren konnte. Das ist über Steuerkreuz und die vier Knöpfe nicht ganz so intuitiv. Warum man nicht zumindest die Möglichkeit gegeben hat, auch die beiden Schultertasten zu nutzen, erschließt sich mir nicht so ganz. Dann könnte man einfach das Kraftfeld mit jeder beliebigen anderen Taste auslösen und alles wäre prima. Nach einer Weile hatte ich mich aber an die Steuerung gewöhnt und kam gut damit klar.

 

Der Umfang ist auch nicht so der Hit, vier Levels plus eine Boss-Arena mit einem extra Endgegner fesseln nicht gerade lange an den Handheld. Nach etwa einer Stunde war ich durch und bin sogar in meinem ersten Versuch gleich auf den Spitzenplatz der Highscore-Liste gerückt. Damit war meine Motivation am Ende und das Spiel für mich Geschichte. Wenn ich schon beim ersten Versuch über 500.000 Punkte machen kann, für den ersten Platz aber auch 300.000 gereicht hätten, wieso soll ich mich noch weiter verbessern wollen? Und warum kostet das Spiel eigentlich 500 Punkte?

Fazit

An sich ist Pinball Attack eine echt coole Idee, die Spaß macht und solide umgesetzt wurde. Leider ist man ziemlich schnell durch die vier Levels durch und auch die Möglichkeit, danach jedes für sich zu zocken, fesselt nicht wirklicht. Vor allem, weil es nur eine gemeinsame Highscore-Liste gibt. Würde es 200 Punkte kosten, dann hätte es meine Empfehlung sicher, für 500 kriegt es die nur eingeschränkt, wenn man zu viel Geld übrig hat und auf der Suche nach einem etwas anderen Flipper ist. Der eingangs erwähnte Vergleich mit Metroid Prime Pinball ist also keiner, hier hat Pinball Attack ganz klar und deutlich das Nachsehen!

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

52%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

15.10.2010

Developer

Gamebridge

Publisher

Gamebridge

Nintendo Points

500

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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