Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Spieleliste: DSiWare

< zurück

GO Series: 10 Second Run

Jump 'n Run

04.10.2010

Autor: Mario Kablau

 

 

2D Jump ’n Run mal anders.

 

Als erster Teil der GO Series von Gamebridge ist der 10 Second Run für DSiWare zum Preis von 200 Punkten Anfang September in Europa erschienen. Wie bei den meisten Download-Titeln zu diesem Preis sind Spielprinzip und Technik extrem einfach gestrickt, was aber ja nicht automatisch etwas Schlechtes bedeuten muss. Oft sind gerade diese Spiele extrem süchtig machend.

 

Und genau das kann je nach Spielertyp auch für diesen Titel gelten. Man muss darin jedes der insgesamt 50 Levels in maximal 10 Sekunden meistern, also die rote Pixelfigur in dieser Zeit vom Start zum Ziel bewegen. Die Steuerung ist ziemlich simpel, man bewegt die Figur mit dem Steuerkreuz und springt mit der A-Taste. Doch genau diese Einfachheit sorgt dafür, dass man sich nach etwas Eingewöhnungszeit komplett auf die Umgebung konzentrieren kann, was bei einem so knappen Ziel auch bitter nötig ist.

 

Am Anfang ist die Aufgabe noch relativ leicht, der Boden ist solide und es stehen nur wenige Hindernisse im Weg herum. So liegt mein Rekord im ersten Level bei lockeren 4 Sekunden 63, schneller geht’s nicht. Im Laufe der Zeit wird das Ziel natürlich immer schwerer zu erreichen, erste Gegner stellen sich in den Weg, es tun sich Abgründe auf und bewegliche Plattformen oder Feuer sorgen für Bedarf nach absoluter Genauigkeit.

 

Während man also die ersten Aufgaben meist noch im ersten Versuch schafft, wird es später immer schwerer. Man tastet sich Versuch für Versuch etwas näher ans Ziel heran und findet Stück für Stück den optimalen Weg. Doch nur weil man den kennt, hat man es noch lange nicht geschafft, ihn auch in 10 Sekunden zu vollenden. Die Sprünge müssen perfekt sitzen und Gegner gekonnt umgangen werden. Macht man nur einen Fehler, beginnt der Level von vorne. Okay, Checkpoints würden ohnehin wenig Sinn machen.

 

 

Bereit für einen Marathon?

 

Die 50 Levels kann man entweder einzeln jedes für sich lösen oder sich am Marathon versuchen, also alle 50 Aufgaben nacheinander durchlaufen. Dann gibt es pro Level kein Zeitlimit sondern nur einen Gesamtzähler, der dann am Ende aussagt, wie schnell (oder langsam) man insgesamt war. In beiden Modi kann man zwar sterben, jedoch hat das keine Konsequenzen, außer dass ein Zähler langsam immer größer wird und somit das eigene Unvermögen abbildet. Diesen Zähler gibt es nicht, wenn man die Levels im Trainings-Modus absolviert, außerdem kann man hier jeden einzelnen Level ohne Zeitdruck üben, um in Ruhe den optimalen Weg zu finden.

 

Davon abgesehen gibt es keine weiteren Spielmodi, die beiden sind jedoch verschieden genug, um einzeln relativ langen Spielspaß zu garantieren. Während man im normalen Trial-Modus ein Level wirklich perfekt beherrschen muss, kann man sich beim Marathon eher Zeit lassen und die Umgebung genauer erkunden, muss jedoch anders als im Training von vorne bis hinten durchhalten, was insgesamt in der Regel mehr als 500 Sekunden dauert. Für Speedruns ist das Spiel jedenfalls prädestiniert.

 

 

Technik

 

Grafisch ist der Wettlauf gegen die 10-Sekunden-Marke sehr zurückhaltend. Das rote Männchen besteht nur aus wenigen Pixeln, während die Umgebung als eine rechtwinkelige Strichzeichnung dargestellt wird. Der Hintergrund ist einfach nur weiß und die Striche sind dünn und schwarz. Nur die Figur sowie diverse Hindernisse und Gegner bringen etwas Farbe ins Spiel. Die Musik ist auch wenig abwechslungsreich, passt aber ganz gut zum Konzept und rundet das Geschehen ab.

 

Wie schon erwähnt funktioniert die Steuerung perfekt, man muss sich nur ein wenig an das sehr analoge Springverhalten der Figur gewöhnen. Je länger man nämlich A drückt, desto höher und weiter springt man. Die Unterschiede sind hier aber ziemlich groß, so dass es eine Weile Übung braucht, bis man das verinnerlicht hat und auch kleine Plattformen zielsicher trifft. Aber genau das ist ja das Spielprinzip.

Fazit

Mir hat das Spiel eine Weile Spaß gemacht, relativ bald habe ich jedoch die Lust verloren. Zwar kann man es theoretisch in 500 Sekunden, also in unter 10 Minuten durchspielen, die einzelnen Levels fordern aber hier und da schon ziemlich viel Geduld, die ich einfach nicht habe. Vor allem ist nervig, dass der Neustart eines Levels nach einem Fehler ca. fünf Sekunden in Anspruch nimmt, also im Zweifel mehr als es bis zum nächsten Scheitern dauert. Wer auf der Suche nach einem kleinen Spiel mit Suchtpotenzial und einer großen Jagd nach Highscores für kleines Geld ist, der ist beim 10 Second Run jedoch goldrichtig.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

65%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

03.09.2010

Developer

Gamebridge

Publisher

Gamebridge

Nintendo Points

200

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


Aktuell auf 10doTV

10do Show

März-Ausgabe: Switch - Erste Eindrücke

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes