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Spieleliste: DSiWare

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Maestro! Green Groove

Musik

10.07.2010

Zum Trailer

Autor: Mario Kablau

 

 

Ein Vogel sammelt Gemüse im Rhythmus...

 

Für den Nintendo DS gibt es bereits eine ganze Menge Musikspiele, doch die wenigsten davon sind wirklich gut. So zum Beispiel Guitar Hero, das mit dem Guitar Grip ein cooles Extra eingeführt hat, um für Spielspaß zu sorgen. Ebenso ist Elite Beat Agents natürlich zu erwähnen, das in meinen Augen bisher beste mobile Musikspiel. Über DSiWare gibt es nun einen weiteren Vertreter, den ihr euch für 500 Punkte, also umgerechnet 5 Euro, auf euer System laden könnt. Der Ansatz ist etwas ungewöhnlich, denn es gibt sowohl eine Geschichte als auch Elemente, die es bislang in keinem Musikspiel gab. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass es das Spiel in "groß" bereits auf dem Nintendo DS gibt, dort mit dem Untertitel Jump in Music und einer deutlich größeren Songauswahl. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass dieser Titel bisher völlig an mir vorbei gegangen ist, weshalb ich mich umso mehr freue, das ich nun davon weiß. Aber bleiben wir beim eigentlich Thema:

 

Presto, der fröhliche Maestro (ein Vogel) und Stakkato (eine Spinne), sein launischer Widersacher lernen Bella Bellissima kennen und verlieben sich beide in sie. Natürlich mag sie Presto, was Stakkato eine Menge Schmerz bereitet. Also verhext er den Vogel, so dass ihm die Stimme wegbleibt. Er kann seiner Angebeteten also kein Liedchen mehr trällern. Daraufhin begibt er sich auf eine Reise, um Stakkato den Garaus zu machen und das Abenteuer beginnt. Doch erst folgt ein kurzes Tutorial und daher gehe ich auch zunächst auf das Gameplay ein.

 

 

Springen und singen im Rhythmus...

 

Der kleine Vogel bewegt sich im Spiel von links nach rechts über den Bildschirm. Der Spieler muss Saiten im richtigen Moment anschlagen, um Musik zu machen und Maestro sicher zum Ziel zu bewegen. Schlägt man eine Saite von oben nach unten an, dann springt der Held nach oben, tut man es anders herum, dann fällt er eine Etage tiefer. Unterwegs sammelt er so Gemüse ein, das für die Endwertung wichtig ist. Außerdem tauchen hin und wieder Gegner auf, die im richtigen Moment, also wenn zwei Kreise genau übereinander liegen, angetippt werden sollten. Später im Spiel gewinnt Presto seine Stimme zurück, dann kann man zusätzlich auch noch das Mikrofon nutzen, um die Noten zu spielen, das finde ich aber eher sinnlos.

 

Das interessante an dem Konzept ist, dass man nicht einfach nur die Saiten im richtigen Moment anschlagen muss, sondern auch noch darauf achten sollte, wie rum man das tut, damit der Vogel möglichst viel vom herumliegenden Gemüse einsammelt und außerdem nicht abstürzt. Dazu muss man teilweise auch Saiten zupfen, die gerade keinen Ton von sich geben. Schafft man es, fünf Mal hintereinander einen Ton perfekt zu treffen, dann schließt sich der Figur ein noch kleinerer Vogel an, bis zu fünf davon sind maximal möglich. Macht man nun einen Fehler, dann verschwindet zunächst einer der Anhänger, bevor es sich böse Noten hinter dem Helden aufreihen. Macht man jedoch zu viele Fehler und sammelt fünf dieser Noten, dann ist man gescheitert. Das alles macht das Spielkonzept wirklich innovativ und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber es ist leider nicht alles Gold was glänzt.

 

 

Ein kurzes Abenteuer!

 

Blöderweise gibt es nämlich nur drei Lieder, die man im Abenteuer immer wieder spielt. Man fängt mit der einfachen Variante an und trifft anschließend auf einen Endgegner. Bei diesem wird dem Spieler auf dem oberen Bildschirm etwas vorgespielt und man selbst muss es dann unten nachspielen, um anzugreifen. Sobald man bei einer Phase drei Fehler macht, hat man versagt und muss von vorne anfangen. Aber das sollte eigentlich nicht passieren, zumindest in der einfachen Runde nicht.

 

Danach kommen dieselben drei Lieder ein weiteres Mal, nun aber etwas schwerer, so dass man auch schon mal in die Verlegenheit kommen kann, es nicht auf Anhieb zu schaffen; zum Beispiel weil man unterwegs zu viele Fehler hat oder am Ende keine gute Bewertung bekommt. Es gibt mehr zu spielende Saiten, zusätzliche Gegner und neue Abgründe. Doch auch das ist machbar und dann wartet nach den drei Melodien wieder der Boss, aber natürlich ebenfalls in einer etwas schwereren Variante. Abschließend folgt das Ganze dann noch mal in ganz schwer und dann ist das Abenteuer auch schon vorbei. Leider!

 

Übrigens sind die drei Musikstücke an sich sehr gut ausgewählte klassische Titel, Beethovens Fünfte, Aus der neuen Welt von Antonin Dvorak und die Nocturne No 2 Opus 9 von Chopin. Auch wenn die Titel jetzt vielleicht nicht ganz so geläufig klingen, die Melodien dürften jedem bekannt sein.

 

Neben dem Abenteuer kann man alle bereits geschafften Stufen natürlich auch außerhalb genießen. Ebenso gibt es ein freies Spiel, in dem man die Songs ohne Punkte und Gefahren üben kann. An dieser Stelle kann man auch auswählen, welche Instrumente ertönen sollen, wenn man Saiten zupft und Gegner plättet, um eine kleine eigene Note mit einzubringen. Auch lässt sich hier das Tempo in 10 Stufen von Grave (langsam) über Andante (mittel) bis hin zu Prestissimo (sehr schnell) anpassen. Wer die Songs auf der schweren Stufe beim höchsten Tempo schafft, vor dem ziehe ich meinen nicht vorhandenen Hut!

 

 

Ein paar Worte zur Technik

 

Grafisch macht der Titel einen sehr guten Eindruck, die Animationen sind bunt und süß, die Zwischensequenzen gut gemacht und es lässt sich alles gut erkennen. Die Hintergründe gefallen mir auch sehr gut, so dass ich hier nichts zu bemängeln habe, außer die geringe Abwechslung, aber das ist bei 500 Punkte ja auch ganz normal. Die Musik gefällt mir sehr gut, die Titelauswahl ist gelungen und es kommt per Lautsprecher und über Kopfhörer toll rüber. Lediglich die viel zu kleine Auswahl ist ein echter Schwachpunkt.

 

Die Bedienung ist dagegen absolut vorzüglich. Die Erkennung der Saitenanschläge funktioniert bestens und auch die Gegner lassen sich fehlerfrei wegtippen. Da ich kein Fan des Mikrofons für stupide Geräusche bin, hätte man das auch weglassen können. Wer natürlich gerne singt, der dürfte damit mehr Spaß haben als ich.

 

Vielen Dank an Neko Entertainment für die Bereitstellung des Titels.

Fazit

Maestro! Green Groove hat mich absolut positiv überrascht. Das Spielkonzept ist wirklich innovativ und macht großen Spaß. Alles funktioniert einwandfrei und die Songauswahl ist auch gelungen. Allerdings krankt es sehr stark daran, dass es nur drei Songs plus einen Endgegner gibt, so dass man nach etwa einer Stunde komplett durch sein sollte. Allerdings macht es auch danach noch Spaß, die Stücke immer mal wieder zu spielen, mehr Umfang wäre aber dennoch Pflicht gewesen. Trotzdem reicht es noch für eine gute Note, da abgesehen davon einfach alles stimmt. Hoffentlich geht es mit Maestro bald weiter. Und wer nicht genug bekommen kann, der sollte sich die DS-Version mit deutlich größerem Umfang nicht entgehen lassen.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

super

80%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

09.07.2010

Developer

Pasta Games

Publisher

Neko Entertainment

Nintendo Points

500

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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