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Spieleliste: DSiWare

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Game & Watch: Vermin

Action

07.05.2010

Autor: Mario Kablau

 

 

Spiel und Uhr?!

 

Anfang der 80er-Jahre brachte Nintendo, noch bevor es den Gameboy gab, eine Reihe von LCD-Spielen auf den Markt, die quasi als Vorgänger für den Backstein zu bezeichnen sind. Es gab mehrere Versionen der Handhelds und auf jedem war immer ein Spiel fest eingebaut. Anders ist das bei der Technik auch nicht möglich gewesen, denn damals gab es mobil noch keine Pixel. Direkt im Gerät verbaut ist eine Folie, die von hinten beleuchtet wird. Auf dieser Folie sind alle möglichen Spielszenen eingestanzt, so dass zwar das Gameplay per Definition arg eingeschränkt ist, dafür aber Grafiken sind, die ihrer Zeit voraus waren. Dementsprechend gab es auf einem Game & Watch eben immer nur ein Spiel und gleichzeitig natürlich auch die namensgebende Uhr.

 

Heute ist das mit der Grafik zum Glück anders und so kann Nintendo einfach mal die ganzen Klassiker neu veröffentlichen. So kommen derzeit Woche für Woche neue DSiWare-Umsetzungen auf den Markt, die man für je 200 Punkte herunterladen und dann genießen kann. Heute stelle ich euch Vermin vor, das 1980 für den Game & Watch Silver als drittes Spiel überhaupt erschienen ist.

 

 

Hau den Maulwurf

 

Die soeben beschriebenen LCD-Spiele haben das grundsätzliche Problem, dass das Gameplay sehr einfach gestrickt sein muss, damit alles auf das Display passt. Jeder mm² ist eben nur einmal belegbar und kann nicht, wie bei heutigen Techniken als variabler Pixel ständig eine neue Farbe annehmen. Doch während man bei vielen Spielen neben der eingeschränkten Bewegung der Spielfigur auch noch Aktionen mit den anderen Tasten ausführen muss, beschränkt es sich bei Vermin darauf, einfach nur die Figur von links nach rechts oder von rechts nach links zu bewegen. Das Ziel des Spiels ist es nämlich, Maulwürfe daran zu hindern, aus ihrem Bau auszubrechen.

 

Auf dem Bildschirm sind fünf Maulwurfshügel dargestellt und darunter sieht man jeweils drei Felder nacheinander aufleuchten, wenn ein Erdwühler auf dem Weg nach oben ist. Die Spielfigur hat in der rechten und linken Hand jeweils einen Hammer und brät einem Maulwurf automatisch eins über, sobald er aus seinem Loch kommt. Dazu muss man allerdings richtig stehen, was dann auch schon der ganze Trick ist. Die Spielfigur lässt sich jedoch nur sehr eingeschränkt bewegen, entweder sie steht links, rechts oder in der Mitte. Steht sie links, dann erreicht sie mit dem linken Arm den ersten Hügel von links und mit dem rechten Arm den dritten. Steht sie in der Mitte, dann sind die Hügel Nummer zwei und vier im Visier und steht sie rechts, dann sind es der dritte und fünfte.

 

Alles, was der Spieler tun muss, ist also, die Figur so zu platzieren, dass kein Maulwurf jemals das Sonnenlicht zu Gesicht bekommt (von wegen, es gibt Gewalt in Videospielen erst seit Kurzem...). Nicht mehr, nicht weniger. Doch natürlich gibt es auch in diesem Spiel wieder zwei Spielmodi, die sich jedoch nur rudimentär unterscheiden. Im einfacheren Modus kommen nur aus vier Löchern „Gegner“ gekrochen und sie sind außerdem etwas langsamer als im anderen. Ansonsten geht es in beiden darum, eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen ohne welche durchzulassen. Macht man drei Fehler, dann ist das Spiel vorbei, jedoch wird die Anzahl an Fehlern alle 500 Punkte auf null zurück gesetzt. Es geht also lediglich um die Jagd nach einer hohen Punktzahl, mehr hat das Spiel nicht zu bieten.

 

 

Die Technik

 

Grafisch waren die Spiele in ihrer Zeit durchaus sehenswert, da die Figuren relativ detailliert waren. Natürlich war das erkauft mit einem extrem statischen Gameplay und das heute keinen mehr vom Hocker haut. Doch das war Nintendo natürlich bewusst, weshalb sie umso mehr Wert darauf gelegt haben, die Grafik möglichst nicht zu verändern. Auch Vermin ist 1:1 umgesetzt und sieht genauso aus wie die Vorlage. Man fühlt sich, wie in einem waschechten LCD-Spiel, obwohl man auf dem DSi spielt. Das ist Retro-Feeling pur.

 

Wer jedoch darauf nicht steht, der wird mit den Spielen der Reihe auch keinen Spaß haben. Retro ist die Devise und das ohne Kompromisse. Dafür ist das Spiel günstig zu haben und ermöglicht, die 80er auf den DSi zu holen. Erwartet also nicht zu viel von der Grafik, wie die Screenshots schon zeigen. Musikalisch ist es ebenso klassisch, alles passt also perfekt zusammen.

Fazit

Game & Watch Vermin ist leider einer der schwächeren Titel der Retro-Reihe, was vor allem an dem extrem einfachen Gameplay liegt, selbst für solche Spiele. Einfach nur eine Figur von links nach rechts und zurück zu bewegen, ist einfach nichts, was man lange machen möchte. Die zahllosen anderen Titel machen das größtenteils besser, weshalb ich Vermin nicht empfehlen kann. Greift lieber zu einem anderen Klassiker, wo ihr einfach mehr Spiel für 2 Euro bekommt. Wer jedoch ein möglichst einfaches Spiel haben will, der darf auch hier zuschlagen.

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

55%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

09.04.2010

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

200

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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