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Spieleliste: DSiWare

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Game & Watch: Mario's Cement Factory

Action

01.04.2010

Autor: Mario Kablau

 

 

Game & Watch reloaded!

 

Noch bevor Nintendo den Gameboy 1989 veröffentlich hatte, gab es bekanntermaßen schon diverse Handhelds der Firma. Die so genannten Game & Watch Titel LCD-Spiele, die von 1980 bis zum Launch des „Backsteins“ erschienen sind, gab es in 10 verschiedenen Ausfertigungen mit insgesamt 59 Spielen. Okay, es gibt auch noch ein stark limitiertes 60. Spiel, das war aber nie im Laden erhältlich und zählt daher nicht zur eigentlichen Serie. Aber hier befasse ich mich eh nur mit einem der Titel, die Nintendo auf DSiWare für 200 Punkte neu herausgebracht hat. Zunächst aber ein paar grundsätzliche Worte zu Game & Watch.

 

Anders als bei heutigen Spielen ist es bei LCD-Spielen so, dass die Grafik quasi direkt in den Bildschirm eingebaut ist. Das Geschehen auf dem Bildschirm wird also nicht durch Pixel dargestellt, sondern durch vorgefertigte Formen, die sich nicht überlappen dürfen. Das hatte früher ganz klar den Vorteil, dass so einfach deutlich bessere Grafiken möglich waren, hatte aber natürlich auch zur Folge, dass das Spielgeschehen stark eingeschränkt war. Heute spielt diese Technik keine Rolle mehr, dennoch hat Nintendo einige der alten Spiele nun auf DSiWare neu aufgelegt.

 

 

Halte eine Zement-Fabrik am laufen!

 

Das Spielprinzip von Mario’s Cement Factory ist schnell erklärt: Man schlüpft in die Rolle von Mr. Game & Watch und muss dafür sorgen, dass der Zement, der am oberen Bildschirmrand über ein Förderband angeliefert wird, bis nach unten in die Transportfahrzeuge gelangt. Dazu gibt es zwei Zwischenebenen, die jeweils rechts und links einen Sammelbehälter haben. Kommt von ganz oben eine Ladung Zement an, so fällt dieser zuerst in den rechten oder linken Behälter auf der Ebene direkt darunter. Der Spieler muss diese Ladung dann zwei Ebenen nach unten befördern, um sie zu verladen. Dazu stellt man sich einfach neben den Behälter, drückt eine Taste und schon fällt der Zement eine Etage nach unten.

 

Der Spieler bewegt die Figur per Steuerkreuz und wechselt die Ebenen über einen zweigeteilten Fahrstuhl in der Mitte des Bildschirmes. Die eine Hälfte fährt nach oben, die andere nach unten. So kann man jede Ebene erreichen. Aber Vorsicht, versucht man den Fahrstuhl zu betreten, wenn gerade keine Plattform auf der Ebene des Spielers steht, dann stürzt die Figur ab und man verliert ein Leben. Passiert das dreimal, dann ist das Spiel vorbei. Es geht dabei nur um die Jagd nach einer möglichst hohen Punktzahl, für jede Ladung Zement, die im Fahrzeug ankommt, gibt es einen Punkt. Man muss jedoch aufpassen, denn in einen Zwischenbehälter passen nur drei Ladungen gleichzeitig rein, läuft er über, dann verliert man auch einen Versuch, sollte das also tunlichst vermeiden.

 

Viel mehr gibt es zum Spiel nicht zu sagen, es ist halt ein einfaches Game & Watch Spiel für kleines Geld. Die zwei Spielmodi unterscheiden sich nur durch den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad, ansonsten sucht man Abwechslung vergeblich. Süchtig kann das Spiel aber trotzdem machen, vor allem, wenn man einmal den Bewegungsrhythmus raus hat und es immer besser läuft. Die Lernkurve ist extrem steil, allerdings ist dennoch irgendwann die Luft raus. Man kann es aber immer mal wieder rausholen und kurzweiligen Spaß damit haben.

 

 

Ein Blick auf die Technik!

 

Der klassische Stil der alten Handhelds ist auf jeden Fall eingefangen und das ist Nintendo wirklich exzellent gelungen. Die typische Darstellung wurde einfach komplett nachgebaut und auf allen Schnickschnack verzichtet. Man kann jederzeit erkennen, wo sich die Figur, der Fahrstuhl, die Zementladungen und alles andere aufhalten kann, ist man tatsächlich an einer bestimmten Stelle, erscheint die Figur eben in schwarz genau dort. Demnach gibt es absolut keine Animationen und alles läuft quasi rundenbasiert ab. So fahren die Plattformen des Fahrstuhls sprunghaft immer eine ganze Ebene und die Zementladungen fallen sehr stockend herunter.

 

Das alles sorgt dafür, dass man sich fast 30 Jahre in der Zeit zurückversetzt fühlt, wenn man das Spiel spielt. Okay, ein bisschen Farbe hat Nintendo eingebaut, aber das zerstört den Retro-Charme in keinster Weise. Dazu kommt noch der kultige Sound, so dass vor allem Retro-Fans sicher viel Spaß mit dem Spiel haben können.

Fazit

Die Game & Watch Serie ist zurück. Mit Mario’s Cement Factory beweist Nintendo, dass die Spiele auch fast 30 Jahre später noch ihren Charme haben, was vor allem an der gekonnten Umsetzung im Retro-Stil liegt. Okay, viel Inhalt bietet das Spiel wahrlich nicht, aber für kurzweilige Zockrunden lohnen sich die 2 Euro schon, wenn man sich auf eine Highscore-Jagd einlassen kann. Probiert es einfach mal aus oder wartet auf weitere Spiele der Reihe, die sicher kommen werden!

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

74%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

26.03.2010

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

200

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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