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Solitär 2 in 1

Puzzle

13.09.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Zwei Kartenspiel-Klassiker für DSiWare!

 

Als vor einer gefühlten Ewigkeit mit Windows für das Betriebssystem DOS die ersten grafischen Oberflächen breiten Einzug in die Büros dieser Welt erhielten, zerstörte vor allem ein Spiel Arbeitszeit, wie es nicht einmal das Moorhuhn geschafft haben dürfte. Die Rede ist natürlich von Solitär. In der klassischen Klondike-Variante muss man verschiedene Kartenstapel so sortieren, dass man die Karten in einer bestimmten Reihenfolge und nach Farbe sortiert ablegen kann. Die alternative Variante Spider funktioniert im Prinzip genauso, spielt sich aber ganz anders. In Solitär 2 in 1 hat man beide Versionen zur Auswahl und kann so auch unterwegs die einfachen, aber fesselnden Spiele genießen. Aber wie funktionieren sie eigentlich genau?

 

Bei Spider liegen am oberen Bildschirmrand acht oder zehn Kartenstapel mit drei bis vier verdeckten Karten und einer sichtbaren obenauf. Außerdem liegen die restlichen Karten im so genannten Talon verdeckt neben dem Spielfeld. Man muss nun die Karten so sortieren, dass sie eine Reihe von König über Dame, Bube, 10 usw. bis zu 3, 2 und dem abschließenden Ass sortiert sind. Dann wird der Stapel aus dem Spielfeld entfernt. Auf diese Art und Weise muss man sämtliche Karten vom Spielfeld bekommen, um zu gewinnen. Natürlich wird ein Stapel nur dann aufgelöst, wenn sich in ihm nur Karten einer der vier Farben befinden. Beim Verschieben von Karten kommt außerdem erschwerend hinzu, dass man nur dann mehrere Karten am Stück bewegen kann, wenn sich in diesem Stück nur Karten derselben Farbe befinden und dieser einer in sich geschlossenen Reihe sortiert sind. Kann man nichts mehr verschieben, dann holt man sich einfach acht neue Karten aus dem Talon, die dann kurz und schmerzlos über die acht zu oberst liegenden Karten gelegt werden.

 

Hinter dem Namen Klondike verbirgt sich die Variante von Solitär, die den meisten aus Windows bekannt sein dürfte. Hier liegen auf dem Spielfeld sieben Kartenstapel, wobei immer nur die oberste aufgedeckt ist. Von links nach rechts werden die Stapel immer höher. Außerdem gibt es auf dem Spielfeld vier Ablageplätze für die Asse in den vier Farben. Man muss nun durch geschicktes Kombinieren zunächst die Asse nach unten räumen und dann anschließend von 2 und 3 über 10 und Bube bis hin zum König jeden Stapel einer Farbe füllen und so das Spielfeld leeren. Anders als bei Spider können hier Karten nur im Wechsel sortiert werden, an eine rote 7 kann also nur eine schwarze 6 angelegt werden usw. Der Trick hierbei ist, dass aus dem Talon immer drei Karten auf einmal entnommen werden, wobei man aber immer nur zuerst die obere, dann die zweite und erst dann die untere auf das Spielfeld bringen kann. Hat man die vier Stapel gefüllt, dann ist das Spiel gewonnen.

 

 

Die Umsetzung der Kartenspiele!

 

Da man bei den Regeln nicht viel falsch machen kann, steht und fällt jede digitale Version der Klassiker mit den Optionen, der Steuerung und der Übersicht. Leider muss man sagen, dass dieser Download bei der Umsetzung nicht viele Pluspunkte sammeln kann. Zwar ist die Steuerung über den Touchpen absolut einwandfrei und geht super von der Hand, so dass man immer genau die Karte oder Karten erwischt, die man auch erwischen wollte. Bei manch anderer durch Berührungen gesteuerten Version von Solitär, z.B. auf dem iPhone, kann einen die Steuerung schon mal in den Wahnsinn treiben. Mit dem Stylus gibt es auf dem DSi jedoch keine Probleme.

 

Dafür ist die grafische Darstellung jedoch alles andere als gelungen, was vor allem an der niedrigen Auflösung der kleinen Konsole liegt. Die Karten sind teilweise so klein und pixelig, dass man oft nicht erkennt, ob man es mit einer Pik- oder Kreuz-Karte zu tun hat. Um das zu umgehen hätten die Entwickler lieber davon abgesehen, die Spielkarten originalgetreu umzusetzen, also mit der Anzahl an Symbolen passend zum Wert der Karte, sondern lieber einfach das Symbol der Farbe groß und deutlich in die Mitte jeder Karte gesetzt. So muss man leider hier und da raten oder eine Lupe dabei haben. Musik gibt es nur im Hauptmenü, die Spiele an sich haben nur ein paar Geräusche beim Verschieben der Karten zu bieten, was auch ziemlich schwach ist.

 

Fast ebenso wenig gelungen sind die Optionen, die man zur Verfügung hat. Zwar gibt es Klondike in zwei Schwierigkeitsstufen und Spider sogar in vier, aber man kann zum Beispiel nicht den Kartenrücken verändern, die Anzahl aufzunehmender Karten bei Klondike wählen oder gar festlegen, mit wie vielen Sätzen man spielen will. Bei Spider bedeuten die vier Stufen nichts anderes als eine immer höher werdende Anzahl Farben im Spiel und bei Klondike kann man in der niedrigeren Stufe jede beliebe Karte auf ein freies Feld legen, wo man sonst, und hier auf der höheren Stufe, nur einen König platzieren darf. Weitere Einstellungsmöglichkeiten sucht man leider vergeblich. Zu guter letzt wurde sogar auf die sonst übliche Punktezählung verzichtet, man weiß also gar nicht, wie gut das soeben gewonnene Spiel wirklich war, was etwas schade ist, da so ein wenig vom langfristigen Anreiz verloren geht.

Fazit

Trotz der mangelhaften grafischen Darstellung und den viel zu geringen Optionsmöglichkeiten machen die beiden Solitär-Klassiker auch heute noch großen Spaß. Wer sich damit abfinden kann, nur nach den Standardregeln zu spielen, der dürfte sicherlich seinen Spaß damit haben. Wer mit Solitär nichts anfangen kann, der behält die zwei Euro besser im Portmonee und spart damit auf bessere Titel. Warum Nintendo sich hier so wenig Mühe gegeben hat, ist mir ein echtes Rätsel!

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

super

Spielspaß

ok

52%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

11.09.2009

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

200

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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