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Mario vs. Donkey Kong: Die Rückkehr der Mini-Marios

Puzzle

11.09.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Die Minis marschieren wieder!

 

Kaum zu glauben, aber es ist bereits zweieinhalb Jahre her, dass Mario das letzte Mal mit seinen Mini Marios gegen Donkey Kong antreten musste. Nach der fast endlos langen Wartezeit hat Nintendo sich nun endlich erbarmt und zwar kein völlig neues Spiel auf die Beine gestellt, aber immerhin neues Futter für die zahlreichen Fans im Angebot.

 

Da es sich um einen Download-Titel handelt, der für umgerechnet 8 Euro zu haben ist, handelt es sich dabei natürlich nicht um eine komplette Neuentwicklung, sondern eher um eine Aufbereitung des bekannten Konzepts. Dennoch gibt es viele zusätzliche Ideen und die Levels sind komplett neu, so dass sich auf den ersten Blick jeder Fan der Reihe sofort in DSi-Shop begeben sollte. Es ist eben kein billiges Remake, wie die anderen bisher von Nintendo für DSiWare veröffentlichten Titel, aber eins nach dem anderen.

 

Während die Geschichte schnell erzählt ist, Pauline wurde mal wieder von Donkey Kong entführt und Mario setzt seine sofort Minis auf ihn an, bekommt man danach jede Menge Umfang für sein Geld geboten. Insgesamt gibt es zwar nur vier Etagen mit jeweils acht Leveln plus Endgegner, aber dazu kommen noch Unter- und Dachgeschoss mit speziellen Aufgaben, sowie der Plus-Modus, in dem man die vier Etagen mit komplett veränderten Levels in derselben Umgebung und erhöhtem Schwierigkeitsgrad ein weiteres Mal genießen kann.

 

Es gibt hier also nur sechs Umgebungen statt den neun im Vorgänger, was aber sicherlich daran liegt, dass ein Download-Titel nicht so groß werden darf. Durch den Plus-Modus haben die Entwickler dieses Manko jedenfalls mehr als geschickt kaschiert und ein extrem umfangreiches Spiel abgeliefert. Aber worum geht es eigentlich genau und was muss man als Spieler tun?

 

 

Führe die Minis ans Ziel

 

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: In jedem Stockwerk gibt es acht Level, durch die man eine bestimmte Anzahl von Minis führen muss. Dabei warten unzähligen Fallen, Hindernisse und Gegner auf die kleinen Spielzeuge, um die man sie leiten muss.

 

Die Steuerung ist denkbar einfach. Zu Beginn eines Levels sind die Minis noch deaktiviert. Tippt man sie mit dem Stylus an, dann laufen sie los und halten danach nicht mehr an. Die Möglichkeit, sie wieder anzuhalten und Sprünge auszuführen, gibt es also leider nicht mehr, wodurch aber die notwendigen logischen Fähigkeiten des Spielers nun noch mehr gefordert werden. Da die Karten meist größer sind als der Bildschirm, kann man den angezeigten Ausschnitt mit Hilfe des Steuerkreuzes oder über Pfeile auf dem unteren Bildschirm bewegen. Auf dem Touchscreen wird dabei der aktuelle Level gezeigt und auf dem Topscreen sieht man einige wichtige Angaben, wie die Anzahl der Mini-Marios im Level, der verbleibenden Restzeit und der erreichten Punktzahl.

 

Doch die Bewegung der Figuren ist nicht das einzige worauf es ankommt. Ganz wichtig ist es vor allem, auch sinnvoll mit der Umgebung zu interagieren. Im Laufe des Spiels kommen immer neue Elemente dazu, so dass es nie langweilig wird. So gibt es im ersten Stockwerk zum Beispiel nur eine vorgegebene Anzahl an Blöcken, die man an bestimmten Stellen ablegen kann, so dass die Figuren z.B. über Abgründe laufen können. Später kommen dann noch zusätzliche Features, wie Warpröhren, Laufbänder und magnetische Blöcke dazu, so dass die Levels sehr schnell sehr komplex werden. Besonders toll ist, dass jede Neuheit auch direkt in der Hilfe in Form von kurzen Videos erklärt wird. So weiß man stets, wie man mit den Hindernissen und Hilfsmitteln zu Recht kommt. Leider mussten die Entwickler auch hier wohl wegen der Größe des Spiels einige Dinge streichen, so dass man nicht ganz so viel Variation geboten bekommt, wie bei den Vorgängern.

 

In den Levels sitzt einem ständig eine tickende Uhr im Nacken, die es nötig macht, dass man möglichst schnell den richtigen Weg ans Ziel findet. Doch im Spiel geht es nicht nur darum, möglichst schnell das rettende Tor zu erreichen, sondern das Ganze auch noch möglichst elegant zu tun. In jedem Level sind diverse Dinge platziert, die man auf jeden Fall einsammeln sollte. Am wichtigsten sind dabei die kleinen Karten, von denen es in jedem Level eine gibt. Nur wenn man alle neun Karten eines Stockwerkes gesammelt hat, die letzte findet man beim Bossgegner, schaltet man ein Speziallevel frei.

 

Wichtig ist es auch, dass alle Minis das Ziel erreichen, denn nur dann kann man den Level beenden. Zusätzlich muss spätestens alle fünf Sekunden nach dem ersten Mini der zweite ins Ziel treten (usw.), da sonst die Tür zu geht und man gescheitert ist. Außerdem gibt es Punkte für eingesammelte Münzen und verbleibende Zeit am Ende des Levels. Je mehr Punkte man hat, desto wahrscheinlicher ist eine Belohnung in Form eines Sterns. Diese gibt es in drei Farben (Bronze, Silber und Gold), von denen man nur die ersten beiden ohne großen Aufwand erlangen kann. Für einen goldenen Stern muss einfach alles perfekt ablaufen. Die Sterne sind dann wiederum für die Levels im Untergeschoss wichtig, denn diese acht besonders harten Aufgaben werden erst nach und nach verfügbar, wenn man mehr Sterne gesammelt hat.

 

Am Ende jedes Stockwerks wartet zusätzlich noch Donkey Kong als Endgegner auf die Minis. Mit sechs kleinen Marios, die in einer Kanone am unteren Bildschirmrand stecken, muss man DK sechs Mal treffen, um ihn zu besiegen. Natürlich fliegen allerhand Hindernisse herum, so dass das nicht allzu einfach ist.

 

Hat man die vier normalen Etagen zum ersten Mal komplett beendet, dann schaltet man damit auch das Dachgeschoss frei. Hier gibt es besonders luftige Level zu erkunden, wobei man hier nicht mit kleinen Marios, sondern mit Toads, Peachs und Donkey Kongs, bzw. allen Figuren auf einmal spielt. Hat man die jeweils drei Aufgaben einer Figur geschafft, dann schaltet man sie als kleines Extra auch für das Hauptspiel frei. Ebenso schaltet man beim ersten Durchspielen den Plus-Modus frei. Dieser bietet die vier Hauptetagen mit jeweils acht neuen Levels und veränderten Rahmenbedingungen.

 

Anders als im normalen Modus laufen die Minis hier zu Beginn des Levels von alleine los. Man kann also nicht steuern, wer sich wann in Bewegung setzt, was das Lösen weitaus komplexer macht. Am Anfang muss man vor allem mit schnellem Auge dafür sorgen, dass kein Mini stirbt und es danach irgendwie schaffen, sie alle im Gänsemarsch ins Ziel zu führen. Die Veränderung ist zwar nur klein, aber die Auswirkungen dafür groß, so dass die fehlende Abwechslung bei den Umgebungen dadurch auf jeden Fall mehr als ausgeglichen wird.

 

 

Baue eigene Levels und lade neue herunter!

 

Über den integrierten Editor kann man selber Karten erstellen und diese sogar über die Wi-Fi Connection auf der ganzen Welt anbieten. Ebenso kann man sich natürlich selber neue Karten herunterladen und diese spielen, wobei als Novum auch Nintendo selbst herunterladbare Inhalte anbietet. Insgesamt kann man 140 neue Levels auf dem System speichern.

 

Für den Editor ist es wichtig, dass man im Hauptspiel möglichst weit gekommen ist, denn dadurch werden spezielle Teile verfügbar, die man dann in seine Karten einbauen kann. Damit hat man bedeutend mehr Möglichkeiten und kann sich – die nötige Kreativität vorausgesetzt – einiges einfallen lassen. Durch die Bedienung mittels Stylus funktioniert das Erschaffen eigener Karten sehr einfach. Man klickt einfach auf das gewollte Teil und setzt es auf der Karte ab. So lassen sich Wände, Röhren, Wasser, Gegner, etc. ohne Probleme aufstellen. Praktischerweise kann man die gebauten Karten direkt im Editor testen, um zu sehen, ob es so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat.

 

Der Editor ist ein wirklich nettes Extra in einem ohnehin schon sehr guten Spiel, das man sich auf jeden Fall genauer anschauen sollte. Es macht einfach sehr großen Spaß, immer wieder neue Level zu spielen und selber zu basteln. Selbstverständlich kann man dies alles auch über eine lokale Netzwerkverbindung tun.

 

 

Steuerung, Grafik & Sound!

 

Die technische Seite des Spiels ist ohne Zweifel einwandfrei, wenn man die Steuerung erstmal außen vor lässt. Die Grafik bietet zwar nicht das Höchste der Gefühle, ist aber dennoch mehr als zweckmäßig und vor allem im Vergleich zum DS-Vorgänger in Details spürbar optimiert. Die Levels sind sehr ansprechend gestaltet und leben besonders durch die Vielfalt an Designs, Elementen, Hintergründen und Gegnern. Um mal zu sehen, wie sich das Spiel grafisch entwickelt hat, hier eine kleine Grafik:

 

Die grafische Evolution von Mario vs. DK

 

Die Musik im Vorgänger war eine Klasse für sich und grundsätzlich gilt das auch für diesen dritten Teil noch. Allerdings ist die Abwechslung nicht mehr ganz so groß wie im Vorgänger, was aber ja auch verständlich ist. Dennoch ist es schade, weil dadurch ein wenig des tollen Flairs verloren geht. Die Soundeffekte sind nach wie vor gut. Besonders hervorzuheben sind die netten Effekte beim Zuklappen der Konsole. Wer kann schon widerstehen, wenn Mario schreit: „Hey, come back here!“, sobald man den DSi zuklappt. Sowohl fürs Auf- als auch fürs Zuklappen gibt es diverse Sprachsamples, die sehr gut gelungen sind und sicherlich für einige Lacher sorgen werden.

 

Bei der Steuerung bin ich nicht ganz so begeistert. Zwar gehen alle Bewegungen über den Touchscreen extrem leicht von der Hand aber problematisch wird es dann, wenn man viele Minis gleichzeitig im Auge behalten muss. Es passiert dabei nicht selten, dass man es einfach nicht schafft, mehrere Figuren gleichzeitig so zu sichern, dass sie überleben. Die Anstoß-Problematik des Vorgängers ist nun jedoch keine mehr, da man die Minis nun auch nicht mehr anhalten kann. ;-) Da diese Einschränkung durch ein bedeutend besseres Leveldesign mehr als ausgeglichen wird, macht sich das jedoch ausschließlich positiv bemerkbar.

Fazit

Der dritte Teil von Mario vs. Donkey Kong ist ein weiterer gelungener Nachfolger des innovativen Spielkonzepts. Zwar gibt es nicht so viele neue Dinge wie im zweiten Teil, jedoch kostet dieser hier eben auch nur einen Bruchteil. Für 8 Euro bekommt man viele Stunden Umfang, tolle neue Ideen und spannende Unterhaltung geboten. Was will man mehr? Vielleicht noch den Wi-Fi Modus? Hier kann man sich kostenlos mit neuen Aufgaben versorgen. Viel besser geht es nicht. Der Titel ist für Fans und Neulinge auf jeden Fall den Download wert. Die Note liegt über der vom Vorgänger, da alle Änderungen echte Verbesserungen sind und das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach unschlagbar ist.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

super

87%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

21.08.2009

Developer

NST

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

800

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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