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Gehirn-Jogging für Zwischendurch: Zahlenlogik

Training

25.06.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Neues Futter fürs Gehirn!?

 

Knapp zwei Jahre nach der Veröffentlichung vom zweiten Teil der Gehirnjogging-Reihe von Nintendo für ihren Handheld DS setzen sie endlich wieder einen drauf, diesmal sogar günstiger als jemals zuvor. Seit dem 19. Juni gibt es in Europa endlich auch Gehirnjogging für Zwischendurch über DSiWare zum Download. Investiert man die 800 Punkte, dann bekommt man ein typisches Spiel der Reihe mit zwei Hand voll Aufgaben zum Training des zentralen Denkapparates inklusive spezieller DSi-Features.

 

In Dr. Kawashima's Gehirnjogging geht es darum, dafür zu sorgen, dass das Gehirn auch mit fortschreitendem Alter fit und leistungsfähig bleibt. Nach dem Prinzip des japanischen Gelehrten hat das Gehirn im Alter von 20 Jahren die höchste Leistungsfähigkeit und daher ist es natürlich Ziel, möglichst nah da ran zu kommen. Dazu gibt es spezielle Aufgaben, die ganz gezielt spezielle Regionen im Gehirn stimulieren und folglich trainieren, so dass man fitter im Kopf wird. Belegen lässt sich die gestiegene geistige Fitness durch den integrierten Alterstest, den man einmal täglich durchführen und so sieht, wie alt man wirklich ist.

 

Bevor man mit dem Training loslegen kann, muss man zunächst ein Profil einrichten. Unterstützt durch die eingebaute Kamera nun sogar mit Foto, was aber irgendwie überflüssig zu sein scheint, dann man nur noch ein solches Profil anlegen kann. Alle anderen müssen über die Option „Freunde/Familie“ einsteigen und können dort auch alle bereits freigeschalteten Aufgaben und den Alterstest absolvieren, allerdings ohne Speicherung der Ergebnisse. Hat man seine Daten hinterlegt, dann beginnt das Training mit einem ersten Alterstest. In den fürs Lernprogramm typischen Rechen- und Logikaufgaben wird man gut gefordert und am Ende eingestuft. Danach kann das eigentliche Training dann endlich beginnen.

 

Zu Beginn gibt es nur eine einzige Trainingsaufgabe: Rechnen 20, in der man, wie der Name schon sagt, 20 Rechenaufgaben, die auf dem Topscreen erscheinen, nacheinander auf dem Touchscreen lösen muss. Da man die Konsole wie ein Buch hält, sind die beiden Bildschirme aber natürlich nebeneinander. Die Eingabe der Ergebnisse geht ganz leicht via Handschrifterkennung über den Touchpen, was nach wie vor sehr gut funktioniert.

 

Nachdem man an einem Tag die erste Aufgabe absolviert hat, bekommt man einen Stempel und jeden weiteren Trainingstag kommt ein neuer dazu. Diese werden gezählt, so dass man neue Aufgaben erhält, wenn man weitere Stempel sammelt. Insgesamt gibt es sieben Aufgaben und die bekannte Bazillenjagd zur Entspannung. Neben Rechnen 20 gibt es auch noch die Variante mit 100 Aufgaben, beide, wie alle anderen Aufgaben auch, in einer leichten und schweren Version. Bei der Summenrallye zieht man von einer Zahl immer wieder dieselbe Ziffer ab, bis es nicht mehr geht und bei Multiplikator muss man möglichst schnell erkennen, ob eine Zahl eine bestimmte Ziffer enthält oder durch eine andere teilbar ist.

 

Diese sind ebenso wie der Münzenzähler, bei dem man Wechselgeld herausgeben muss und das Magische Dreieck, bei dem man mehrere Rechenschritte im Kopf durchführen muss, bereits bekannt aus den Vorgängern, es wird also nichts Neues geboten. Wer mitgezählt hat, wird feststellen, dass noch ein Aufgabentyp fehlt, das ist das Parallelrechnen. Hier muss man gleichzeitig zählen wie viele Leute in einem Haus sind, während immer wieder Personen rein und raus laufen und parallel Rechenaufgaben lösen. Das ist mit Abstand die schwerste, aber auch spannendste Aufgabe, aber vor allem ist sie neu!

 

Ebenso neu ist die Kategorie „Themen“, deren Sinn ich aber nicht so ganz verstehe. Hier kann man über Fotos, Tonaufnahmen oder Zeichnungen zu bestimmten, vorgegebenen Themen aufnehmen, bzw. erstellen und damit soll man auch das Gehirn fordern. Auch darüber sammelt man Stempel. Hat man genug Themen mit Inhalt gefüllt, kann man sich diese über eine Diashow ansehen. Auch Gastuser können sich zu den Themen äußern und deren Inhalte werden auch auf der Konsole gespeichert. Am lustigsten ist es dabei, die Werke später anzusehen, vor allem Fotos zu bestimmten Themen - wie z.B. auf frischer Tat ertappt oder beim Karaoke singen - sorgen für Lacher, wenn man sich Mühe gibt. Hätte man mehrere Profile zur Auswahl, dann wäre das aber sicher noch spaßiger gewesen.

 

 

Die technische Seite!

 

Auf Grafik und Sound kommt es bei einem solchen Lernprogramm nicht wirklich an, genauso wurde es auch umgesetzt. Alles ist übersichtlich und sauber strukturiert, aber großartige Effektfeuerwerke oder epische Darstellungen sucht man natürlich ebenso vergeblich wie viele Musikstücke. Das ist hier aber auch voll in Ordnung. Viel wichtiger ist die Steuerung, die komplett per Touchscreen erfolgt und nach wie vor sehr gut von der Hand geht. Die zehn Ziffern werden gut erkannt, wenn man sich an das verwendete Muster hält, was aber nicht wirklich schwer ist. Da das aber auch schon bei den Vorgängern so war, hätte mich alles andere auch schwer gewundert.

 

Zum Umfang will ich an dieser Stelle auch ein paar Worte verlieren. Besonders lange Freude hat man mit Gehirnjogging, wenn man Tag für Tag 5-10 Minuten übt und so versucht, geistig immer jünger zu werden. Nach 30 Tagen stehen alle Aufgaben zur Verfügung, so dass man sich spätestens dann nicht mehr über mangelnde Abwechslung beklagen kann. Was aber schon ein Kritikpunkt ist, ist die Tatsache, dass es nur ein wirklich neues Spiel (und eben die tollen Themen) gibt, so dass Besitzer von Teil 1 und / oder 2 fast alles schon gesehen haben. Trainiert man eins der beiden Spiele tatsächlich auch heute noch regelmäßig, dann lohnt sich der Download, da man keine Spielkarte mehr mitnehmen muss.

 

Außerdem spricht für den Download, dass die Daten der einzelnen Spiele nun endlich getrennt nach Schwierigkeitsstufen gesammelt werden, so dass die Ergebnisse auch vernünftig vergleichbar sind. In der Grafik zu Rechnen 100 gibt es dann also zum Beispiel zwei Trendlinien, eine für die Ergebnisse bei den leichten Aufgaben und eine zweite für die bei den schweren. Das war überfällig!

Fazit

Gehirn-Jogging für Zwischendurch: Zahlenlogik bietet eine ganze Menge für 8 Euro, aber leider nur wenig Neues. Zwar wird die Kamera des DSi genutzt und eine komplett neue Rubrik und damit auch „Trainingsart“ wurden eingeführt, aber insgesamt ist es einfach nicht genug. Okay, es ist günstig, aber rechtfertigt das den Reuse? Ich meine nein, aber ich habe mit Teil 1 und 2 der Serie auch bis zum umfallen trainiert und hatte mich daher vor allem auf neue Aufgaben gefreut, um mich wieder langfristig motivieren zu können. Diese Vorfreunde wurde enttäuscht, weshalb ich keine allzu gute Note geben kann. Bleibt nur zu hoffen, dass weitere Download-Joggings mehr zu bieten haben! Ach ja, Sudoku wurde übrigens auch gestrichen.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

65%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

19.06.2009

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

800

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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