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Asphalt 4: Elite Racing

Rennspiel

21.06.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Das Rennen vier, äh für die Elite!

 

Ok, so schwer ist das Wortspiel der Entwickler nun auch nicht zu verstehen, aber dennoch fange ich den Bericht mit einer Erklärung an. Bei Asphalt 4 handelt es sich um den, oh Wunder, vierten Teil der Asphalt-Reihe, die Gameloft bisher vor allem auf Mobiltelefonen aber auch schon auf dem Nintendo DS veröffentlicht hat. Jener vierte Teil ist nun auch für DSiWare erhältlich und kostet umgerechnet 8 Euro, bietet aber ein fast vollwertiges Renn-Erlebnis. Das kann doch eigentlich nur positiv sein. Oder?

 

Wie in einem klassischen, mehr oder weniger realistischen Rennspiel üblich, heizt man mit flotten Fahrzeugen über heiße Pisten und muss dafür sorgen, dass man am Ende des Rennens als Erster die Ziellinie überfährt. Asphalt setzt dabei sowohl auf Fahrzeuge aus der echten Welt und auf Rennstrecken, die durch real existierende Städte führen. Im Hauptmodus des Spiels, dem Karrieremodus schlüpft man in die Haut eines Rennfahrers, der auf allen Pisten der Beste sein will. Dazu steht ihm am Anfang leider nur ein eher mäßig geeignetes Auto zur Verfügung.

 

Durch verschiedene Rennen über die ersten Strecken in verschiedenen Variationen – dazu später mehr – fließt Geld aufs Konto. Damit kann man sich dann entweder weitere Fahrzeuge kaufen oder die bereits im Besitz befindlichen deutlich tunen, um sie besser zu machen. Allerhand Einzelteile in knapp 15 verschiedenen Kategorien verbessern die Höchstgeschwindigkeit, die Beschleunigung, das Handling und die Bremsstärke. So kann man sogar aus der schwächsten Karre ein taugliches Rennauto machen. Zum Glück muss man die über 100 Erweiterungen jedoch nur einmal kaufen, denn sie sind dann automatisch für alle Wagen verfügbar.

 

Je besser das Auto, desto eher hat man natürlich auch auf der Strecke Erfolg. Doch es geht auf den acht verschiedenen Pisten nicht nur darum, als Erster durchs Ziel zu fahren, sondern allerhand andere Aufgabentypen und Zusatzmöglichkeiten, um Geld zu verdienen. So kann es darum gehen, möglichst viele Gegner von der Strecke zu fegen, den Erstplatzierten zu erledigen, einen direkten Kontrahenten zu besiegen, möglichst viel zu driften, und, und, und. Trotz der relativ geringen Auswahl an Strecken hat man so ziemlich viel zu tun.

 

Die verschiedenen Strecken, Aufgaben, Tuningteile und Autos sind natürlich nicht von Anfang an verfügbar. Immer, wenn man eine Aufgabe schafft, steigt man auf den nächsten Level. Je höher man steigt, desto mehr Dinge sind auswählbar. Logisch, einfach und nachvollziehbar. So ist die letzte Strecke bereits bei Level 40 verfügbar, das letzte der insgesamt 28 Fahrzeuge, darunter übrigens auch Motorräder, wird freigeschaltet, wenn man Level 48 erreicht und so weiter.

 

Wegen mangelndem Umfang kann sich also niemand beklagen. Die acht Strecken mit jeweils diversen Aufgaben und über zwei Dutzend Fahrzeuge mit zahllosen Tuning-Möglichkeiten sind schon eine ganze Menge Holz für nur 800 Nintendo Punkte, denn es gibt sicherlich einige Vollpreistitel, die höchstens genauso viel bieten. Doch fast noch wichtiger als der Umfang bei einem solchen Rennspiel ist natürlich das Spielgefühl.

 

 

Elitäre Steuerung?

 

Grundsätzlich ist Asphalt ein ganz normales Rennspiel, das man mit Steuerkreuz und Tasten bedient. A dient zum Beschleunigen, B zum Bremsen und mit X spritz man Nitro direkt in den Motor um einen Schub zu bekommen. Bremst man in einer Kurve, dann bricht das Fahrzeug sofort aus, so dass man zu driften beginnt. Selbst wenn man die Bremse wieder loslässt, rutscht man weiter und kann das nutzen, um lässig, cool und möglichst schnell herumzukommen. Diese Art der Steuerung funktioniert absolut einwandfrei und vermittelt ein sehr gutes Straßengefühlt. Vorbildlich ist auch, dass sich alle Fahrzeuge, vor allem natürlich die Motorräder, deutlich unterschiedlich anfühlen. Jeder kann sich also sein eigenes Traumauto auswählen und das dann sogar noch so tunen, dass keine Wünsche offen bleiben.

 

Zusätzlich dazu kann man, wenn man das will, auch den Touchscreen dazu nutzen, um zu lenken. Dazu hält man einfach seinen Finger oder den Stylus, was aber mit der linken Hand bei Rechtshändern ziemlich schwer ist, auf den Bildschirm und zieht in die Richtung, in die man lenken möchte. Prinzipiell ist das keine schlechte Idee, funktioniert aber leider nicht wirklich gut, da die Kontrolle viel zu weich ist, wohingegen das Steuerkreuz extrem direkt reagiert, was bei einem solchen Spiel auch klar die bessere Wahl ist. Daher gibt es für dieses Extra keine Pluspunkte, sondern leider einen Abzug.

 

 

Die technische Seite!

 

Grafisch braucht sich Asphalt auf dem Nintendo DS kaum zu verstecken, gerade bei dem Preis nicht. Die Autos sind originalgetreu und recht detailliert nachgebildet, ebenso die Motorräder. Dazu sehen die Städte sehr schön aus, es ist oderntlich was los auf dem Bildschirm und alles läuft durchgängig flüssig. Die Höchstnote gibt es aber dennoch an dieser Stelle nicht, da es mit dem Genreprimus Race Driver dann doch nicht mithalten kann.

 

Sound und Musik sind leider eher mittelmäßig, wobei vor allem die schwachen Geräusche Punkte kosten. Die Motoren klingen nicht wirklich echt und auch sonst hört man wenig authentische Geräusche während der Fahrt. Dazu ist die Musik recht unscheinbar, also auch hier gewinnt der Titel leider keinen Blumentopf. Das ist aber auch so ziemlich der einzige „Kiritkpunkt“, den ich überhaupt habe.

Fazit

Asphalt 4: Elite Racing ist ein sehr gutes Rennspiel für DSiWare, zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Man bekommt soviel Auswahl und Umfang, wie es manches Vollpreisspiel nicht bieten kann, von daher ist es sein Geld alleine schon deshalb wert. Dazu funktioniert die Steuerung, abgesehen von der Lenkung über dem Touchscreen, sehr gut und es sieht ordentlich aus. Was will man mehr? Rennspielfans sollten auf jeden Fall zugreifen!

Grafik

gut

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

82%

Singleplayer

80%

Multiplayer

Release

12.06.2009

Developer

Gameloft

Publisher

Gameloft

Nintendo Points

800

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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