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Art Style: PiCOPiCT

Puzzle

07.06.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Es fallen Steine vom Himmel!

 

Vor ziemlich genau 25 Jahren dachte sich ein kluger russischer Kopf als Pausenfüller ein kleines aber feines Videospiel aus, das seitdem weltweit nicht aufzuhalten ist. Die Rede ist natürlich von Tetris, einem eingänglichen, einfachen aber dennoch fesselnden Puzzlespiel, bei dem man herabfallende Steine zu ganzen Reihen sortieren muss. PiCOPiCT verlangt im Wesentlichen dasselbe, nur dass man hier einzelne Steine per Touchpen versetzt und gleichfarbige Vierecke ab einer Größe von vier Feldern sich dann in Luft auflösen.

 

Zu Beginn einer jeden Aufgabe liegen am unteren Bildschirmrand schon jede Menge farbige Bauklötze. Diese kann man durch einfaches Antippen mitnehmen, wobei man maximal acht Steine aufnehmen kann. Den stoßweise herabfallenden Blöcken muss man diese nun farblich sortiert so in den Weg legen, dass sie sich berühren und dann eben mindestens vier gleichfarbige Bauklötze in Form eines Rechteckes liegen. Diese lösen sich folglich auf und fliegen auf den oberen Bildschirm, wo ein Stein jeweils einen Pixel eines Bildes darstellt. Bei diesen Bildern, die je Level quasi komplett gemalt werden müssen, handelt es sich um 8-Bit Versionen von Mario, den Ice Climbers usw. Sobald das Bild komplett ist, ist der Level geschafft.

 

Doch der Weg dahin ist nur zu Beginn einfach. Nicht nur die Anzahl der Farben nimmt stetig zu, sondern natürlich auch die Geschwindigkeit, mit der die Blöcke in Richtung Boden fallen. Außerdem werden die Gebilde immer komplexer, so dass es zunehmend schwerer wird, Rechtecke zu bilden. Auch passionierte Puzzelspieler werden wegen dem sehr steil ansteigenden Schwierigkeitsgrad spätestens im fünften Level erste Probleme bekommen. Wenn ich jetzt noch erzähle, dass es danach noch ein halbe Ewigkeit weiter geht und ebenso steil schwerer wird, und dass es jeden Level auch noch in einer noch schwereren Version gibt, kann man sich auf eine echt heftige Aufgabe einstellen.

 

Als kleine Hilfe gibt es den POW-Block, der bereits am Boden liegende Reihen auflöst und so für Platz sorgt. Dieser wird nämlich schnell eng und sobald oben ein Konstrukt auf das Spielfeld herabfallen will, dort aber schon alles voll ist, hat man versagt. Den Block kann man theoretisch unendlich oft einsetzen, er hat aber den Nachteil, dass bei jedem Einsatz die Speicherbatterie für die Bauklötze ein Feld kleiner wird. Haut man also sechsmal auf den POW-Block gedrückt, dann kann man nur noch zwei Steine „mitnehmen“, was es bei hoher Geschwindigkeit unmöglich macht, mitzuhalten. Diese Hilfe sollte also wirklich nur in höchster Not eingesetzt werden.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Technisch reiht sich PiCOPiCT genau in die Serie ein. Es legt hohen Wert darauf, sehr übersichtlich und klar strukturiert zu sein und gleichzeitig aber cool auszusehen. Das ist auch sehr gut gelungen, denn die Übersicht stimmt, die 8-Bit-Bilder sind gelungen und für ein Puzzle-Spiel für 5 Euro macht es schon etwas her.

 

Die Musik ist für alte Videospiel-Hasen ein Ohrenschmaus. Es gibt 17 Stücke, davon einige aus sehr bekannten Reihen, die man während der Levels zu hören bekommt. Über einen Shop kann man die Stücke auch im Spiel erwerben und sie dann einfach so anhören. Musikalisch gibt es hier nur Grund zur Freude!

 

Gesteuert wird alles einfach und intuitiv per Stylus. Nur einen Stein antippen und er wandert ins Lager, ein Tipp auf ein freies Feld und er wird wieder abgesetzt. Die Klötze sind auch ausreichend groß, so dass man mit etwas Konzentration (die übrigens auch bitter nötig ist) immer schafft, das Feld anzutippen, das man antippen will. Für spätere Levels braucht man aber die nötige Ruhe und Übersicht, um nicht in Hektik zu verfallen, denn dann kann es schnell mal passieren, dass man sich vertippt, was bei PiCOPiCT meistens fatal ist...

 

Die genaue Anzahl Rätsel kann ich euch leider nicht verraten, da ich nur bis zum neunten komme und dann meine Grenzen überschritten sind, ganz zu schweigen von den schweren Varianten. Ich gehe aber wegen der Anzahl Musikstücke davon aus, dass es mindestens 15 Stück sind, die alle noch eine schwere Version haben, so dass es einiges zu tun gibt. Die Langzeitmotivation wird durch Münzen hoch gehalten, die man während der Levels durch Kombos sammelt. Diese braucht man, um die schweren Levels zu kaufen und für die Musikstücke im Shop. Somit ist der Anreiz durchaus vorhanden, jeden Level mehrfach zu spielen und immer besser zu werden. Vorbildliche Arbeit von skip.

Fazit

Art Style: PiCOPiCT ist ein sehr guter Puzzler, der einige Ideen von Tetris klaut, diese aber geschickt verändert und so erweitert, dass ein völlig neues Spielprinzip entsteht, das es so noch nicht gegeben hat. Durch die sehr gute Musik und die freischaltbaren 8-Bit-Bilder sowie die hohe Langzeitmotivation ist es jeden Cent der umgerechneten 5 Euro locker wert. Man muss sich aber darauf einstellen, dass es sehr schnell sehr schwer wird! Das ist nichts für schwache Nerven und zittrige Hände!

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

81%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

22.05.2009

Developer

skip

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

500

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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