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WarioWare: Snapped

Party

06.04.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Mach dich unterwegs zum Affen!

 

Die WarioWare Reihe ist seit eh und je die wohl verrückteste Serie, die Nintendo im Angebot hat, zumindest wenn es darum geht, sich als Spieler lächerlich zu machen. Den Höhepunkt hatte dies auf der Wii erreicht, wo man durch Gesten das Spiel steuert und dabei nicht immer cool und sportlich aussieht. Mit dem Launch des DSi setzt Nintendo dem Ganzen die Krone auf, denn WarioWare: Snapped wird ausschließlich über die Kamera der kleinen Konsole gesteuert und ist somit für Unterwegs wirklich nur bedingt geeignet. Wer im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten ist, der wird sich wohl kaum im Zug oder im Park so komisch bewegen.

 

Hat man sich den Titel für umgerechnet 5 Euro um DSi-Shop heruntergeladen, dann kann es auch fast direkt losgehen. Eine Geschichte gibt es bei dieser Mini-Mikrospiele-Sammlung nicht wirklich, aber das ist auch nicht nötig. Vom Hauptmenü aus erreicht man die vier verschiedenen Spielgruppen direkt, die sich ausschließlich durch die enthaltenen Mikrospiele unterscheiden. Bevor man jedoch anfangen kann, muss man zunächst die Kamera justieren und kalibrieren, damit sie auch weiß, wo der Spieler aufhört und die Umgebung anfängt.

 

Dazu stellt man den DSi am besten vor sich, so dass er stabil steht, denn Veränderungen im Umgebungslicht oder der Position von euch in Relation zur Kamera bringt das System schnell über seine Grenzen hinaus. Habt ihr euch richtig positioniert und seit gut genug beleuchtet, dann kann es losgehen. In jeder Kategorie spielt man fünf Mikrospiele am Stück, die immer unterschiedliche Bewegungen erfordern. Die vierte Kategorie ist ausschließlich für zwei Spieler gedacht, die dann gemeinsam bestimmte Dinge tun müssen.

 

 

Extrem verrückte Mikrospiele!

 

Um ein besseres Verständnis zu vermitteln, was das Spiel genau von einem verlangt, hier ein paar Beispiele für die kleinen Aufgaben. Vor jedem Mikrospiel zeigt die Konsole genau an, wie man sich positionieren muss und dabei auch, ob man nur den Kopf oder auch ein oder zwei Hände benötigt. Sobald man die richtige Position eingenommen hat, geht es direkt los. Die Aufgabe lautet dann zum Beispiel „klatschen“, während gleichzeitig eine Fliege auf dem Bildschirm herumfliegt. Was dort zu tun ist, sollte klar sein. ;-)

 

Ein anderes Mikrospiel verlangt, das gleichzeitige Berühren von mehreren Punkten des Bildschirmes. Man muss dann Kopf und Hände so positionieren, dass man alle drei Punkte gleichzeitig berührt. Mit dabei sind dazu noch so Aufgaben, wie küssen, essen usw.

 

Besonders witzig ist, dass die Kamera den Spieler bei den Mikrospielen filmt und dies nachher abspielt. Leider können diese Videos nicht dauerhaft gespeichert werden, aber das ist vielleicht auch besser so. ;-) Zumindest sieht man so direkt nach dem Spielen, wie blöd man eigentlich dabei aussieht und wird sich dreimal überlegen, ob man das auch in der Öffentlichkeit tun will.

 

 

Die technische Seite!

 

Grafisch ist es typisch für die Reihe sehr minimalistisch ohne jedoch schlecht auszusehen. Die Macher bei Intelligent Systems verstehen es einfach, ein stylisches Spiel auf die Beine zu stellen, ohne sich allzu viel offensichtliche Mühe geben zu müssen. Man erkennt alles gut, die Mikrospiele sind schön abwechslungsreich und in Relation zum Preis mit 20 Stück auch in ausreichender Anzahl verfügbar. Der Sound und die Musik sind gewohnt durchgeknallt und unterstützen das Erlebnis sehr gut. Etwas mehr Musik wäre jedoch nicht schlecht gewesen.

 

Der wohl wichtigste technische Aspekt des Spiels ist die Steuerung per Kamera, die meistens sehr gut funktioniert, wenn man nicht gerade ein weißes T-Shirt an hat und vor einer weißen Wand sitzt oder nachts im Bett unter der Bettdecke spielen will. Am besten ist es, wenn sich die Kleidung farblich deutlich vom Hintergrund abhebt und wenn es schön hell ist, ohne dass direkt Licht in die Kamera strahlt. Man muss etwas experimentieren, bis man optimale Verhältnisse auch vorher erkennt und dann geht es sehr gut. Für unterwegs ist das Spiel durch diese Restriktionen aber kaum geeignet, da sich in Bus und Bahn die Lichtverhältnisse einfach zu oft ändern. Für zu Hause oder bei Freunden ist es aber sehr gut und macht vor allem zu zweit Spaß, auch wenn die Auswahl an Spielen dort etwas zu gering ist.

Fazit

WarioWare: Snapped ist genau das, was ich von einem Download-Titel der Reihe erwarte. Es gibt eine gute Anzahl an abwechslungsreichen Mikrospielen, die alle Spaß machen und durch die Kamera gut steuerbar sind. Die Innovation ist gelungen und das Spiel ist seine 5 Euro auf jeden Fall wert. Ich kann nur hoffen, dass es bald mal einen Titel der Reihe für den DSi gibt, der Kamera, Mikrofon, Touchscreen und Bewegungen vereint. So lange spiele ich Snapped weiter und mache mich vor aller Welt gepflegt zum Affen. ;-)

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

super

82%

Singleplayer

82%

Multiplayer

Release

03.04.2009

Developer

Intelligent Systems

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

500

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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