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Nintendo DSi Browser

Sonstiges

19.05.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Das Internet für die Hosentasche!

 

In Zeiten von iPod Touch, iPhone und anderen Internetfähigen Handys ist es keine wirkliche Neuerung mehr, mit einem solch kleinen Gerät quasi überall und jederzeit ins Internet gehen zu können. Jedoch haben die meisten dieser Produkte den Nachteil, dass sie mit relativ hohen Kosten verbunden sind, wenn man das Internet mobil nutzen will. Nintendo geht mit dem DSi Browser und der Kooperation mit T-Mobile einen leicht anderen Weg, der aber nicht nur Vorteile hat.

 

Will man mit einem Handy mobil ins Internet, dann braucht man einen dazu passenden Datenvertrag und ist für schnellen Datentransfer auf Verfügbarkeit des 3G-Netzes (UMTS). Es ist also nicht nur mit Kosten verbunden, sondern auch nicht wirklich unabhängig von Verbindungsmöglichkeiten. So kann surfen im Zug ganz schön nervig sein, wenn man eine Strecke mit vielen Tunneln befährt und es keinen Verstärker gibt. Nintendo geht, natürlich vor allem, weil sie keine Kooperationen mit Netzbetreibern und damit monatliche Kosten für die Nutzer möchten, einen anderen Weg, denn der DSi kann sich nur über W-LAN ins Internet einwählen, ist also noch mehr Ortsgebunden als Handys, jedoch mit dem entscheidenden Vorteil, dass per Hotspot immer wirklich schnelles Internet zur Verfügung steht. Und HotSpots gibt es heutzutage sogar schon in einigen Zügen der DB, dann ist man sogar unabhängig von Tunneln.

 

Allerdings ist man damit eben auch wirklich an einen Ort gebunden und kann in der Regel nicht surfen, wenn man sich in Bewegung befindet. Außerdem umfasst der Deal von Nintendo mit T-Mobile eigentlich nur Online-Gaming und nicht Surfen, so dass es an vielen Hotspots nur mit einer entsprechenden Flatrate von T-Mobile oder zeitabhängigen Gebühren funktioniert. Wenn man Glück hat, geht es aber auch hier und da einfach so... Hat man zu Hause W-LAN, dann hilft der Browser wohl am meisten, wenn man mal eben auf dem Sofa sitzend etwas nachsehen will (z.B. das Fernsehprogramm) und keinen Laptop oder andere mobile Geräte besitzt.

 

 

Das verbesserte Programm!

 

Eine der größten Schwachstellen bei der ersten Version des Browsers für den Nintendo DS war die geringe Leistungsfähigkeit der Konsole. Seiten luden wegen dem zu geringen Arbeitsspeicher nur langsam und mussten auch ständig nachgeladen werden, was das Erlebnis nicht wirklich komfortabel hat werden lassen. Da der DSi mehr Power hat, müsste sich das doch eigentlich erledigt haben, oder?

 

Ja, aber nicht ganz, muss die Antwort darauf leider lauten, denn großen Seiten laden nun zwar merklich schneller, aber das dauernde Nachladen beim Scrollen nervt auch jetzt noch. Zum Emails lesen und schreiben oder um kurz die aktuellsten News auf 10do.de zu lesen, ist das System jetzt auf jeden Fall gut ausgestattet, große Newsportale wie Spiegel-Online sind leider nach wie vor ein Krampf. Jedoch nur bezüglich der Ladezeiten, denn die Bedienung ist nach wie vor sehr gut!

 

Hat man den Browser gestartet, dann zeigt die Startseite einige mögliche Einstiegswege. So kann man von dort aus eine Adresse direkt per Touchpen eingeben, auf die eingestellte Suchmaschine zugreifen und Seiten direkt aus den Favoriten wählen. Außerdem befinden sich dort Buttons zur Hilfefunktion, den Optionen und zum Verlauf.

 

In den Optionen kann man Dinge einstellen, wie die Suchmaschine, ob Bilder geladen werden sollen und so weiter. Die Hilfe erklärt logischerweise die Bedienung des Browsers und im Verlauf kann man sich anzeigen lassen, auf welchen Seiten man zuletzt war und diese dann von dort auch direkt laden.

 

Die Eingabe einer Internetadresse ist kinderleicht: Über eine Bildschirmtastatur tippt man mit dem Stylus einfach drauf los und dank sinnvoller Vorlagen geht es hier sogar deutlich komfortabler zur Sache, als zum Beispiel auf dem iPhone. Neben der Tastatur gibt es auch eine Handschrifterkennung, die zwar gut funktioniert, aber trotz aller Übung immer langsamer von der Hand geht, als der Weg direkt über die Tastatur. Bei der Suchmaschine verhält es sich ähnlich und wie sich die Favoriten aufbauen brauche ich heute wohl keinen mehr zu erklären.

 

 

Auf die Plätze, fertig, Internet!

 

Hat man eine Seite über einen der vier möglichen Wege geöffnet, dann dauert es je nach Größe der Inhalte und Schnelligkeit der Verbindung zwischen 5 und 45 Sekunden bis die Seite komplett geladen ist. Die Bedienung geht dann auch per Stylus von der Hand und ist auf drei Arten möglich:

 

Entweder sieht man auf dem oberen oder dem unteren Bildschirm die gesamte Seite mit einem Rahmen, der eine Lupe darstellt und auf dem jeweils anderen den Inhalt der Lupe in vergrößerter Form oder die Seite wird laufend über beide Bildschirme dargestellt, wobei ich die letztere Alternative am sinnvollsten finde. Dabei wird die Seite nämlich genau an die Breite der beiden DS-Bildschirme angepasst und zwar so, dass man den Text auch gut lesen kann. Hat man also zum Beispiel eine Seite mit drei Spalten, dann werden diese Inhalte nicht nebeneinander sondern untereinander angezeigt. Zusätzlich lässt sich die Schriftgröße in drei Stufen verändern, so dass man die Darstellung gut dem Umfang der Seite anpassen kann.

 

Ganz unten auf dem Touchscreen befindet sich stets die Menüleiste, über die man schnell und einfach Zugriff auf verschiedene Funktionen hat, wie zum Beispiel die Änderung der Darstellung, die Eingabe einer neuen URL, das Anlegen eines neuen Favoriten, bzw. der Zugriff auf bereits gespeicherte und so weiter. Die Symbole sind so selbsterklärend, dass man alle selbst ohne die Hilfe sofort versteht und sich intuitiv zu Recht findet.

Fazit

Der Nintendo DSi Browser ist eine gut gelungene Weiterentwicklung der ersten Version, die vor allem von der gesteigerten Leistungsfähigkeit der Konsole profitiert. Außerdem wurden hier und da kleine Verbesserungen eingebaut, so dass das mobile Surfen jetzt ein wenig komfortabler ist. Die Beschränkung auf W-LAN und das Fehlen der Nutzungsmöglichkeit von Hotspots ohne entsprechenden Vertrag schränkt die Nutzbarkeit jedoch leider deutlich ein. Dennoch ist der Browser ja kostenlos und dementsprechend sollte ihn auch jeder haben. Man weiß nie, wann es mal nötig sein könnte.

Release

03.04.2009

Developer

Opera

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.

 

Nintendo Points

Hiermit sind die Punkte gemeint, die man zum Erwerb von Software für die Virtual Console benötigt. Man kann diese Online per Kreditkarte oder im Geschäft als Punktekarten erwerben und 100 Wii-Punkte stehen für einen Gegenwert von 1,- €. Außerdem kann man Punkte im Tausch gegen VIP-Sterne erhalten, die man bei Kauf von Nintendo-Produkten erhält. Für einen Nintendo Point benötigt man vier VIP-Sterne.


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