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AiRace Xeno

Rennspiel

21.07.2014

Autor: Bastian Bunzeck

 

 

Immer noch auf Speed…

 

Ein bekanntes Online-Lexikon bezeichnet das Déjà-vu als psychologisches Phänomen, das sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen, aber nicht geträumt zu haben. Demzufolge hatte ich wohl auch ein Déjà-vu, als ich AiRace Xeno zum ersten mal einschaltete. Denn im Vergleich zum Vorgänger, AiRace Speed, hat sich tatsächlich rein gar nichts verändert. Aber ich fange besser ganz von vorne an…

 

 

Allein, allein.

 

Während in vielen anderen Racern die Konkurrenz zwischen verschiedenen Fahrzeugen im Vordergrund steht, fährt man in der AiRace-Reihe immer nur gegen die Zeit. Die engen, röhrenartigen Schlauchlevel, die oft nur zwei alternative Wege bieten, wären auch gar nicht für ein großes Fahrerfeld geeignet. Jedes Rund erfordert viel Geschick und Fingerspitzengefühl, denn die drei unterschiedlichen Fahrzeuge, die sich lediglich in Beschleunigung, Aussehen und Geschwindigkeit unterscheiden, rasen mit einem atemberaubenden Speed durch die Parcours und es bleiben oft nur wenige Millisekunden, um die “Raumschiffe” richtig zu neigen oder umzulenken, damit man nicht Bekanntschaft mit der nächsten Zwischenwand macht.

 

Natürlich fragen nun erfahrene Zocker berechtigt, wo dabei die Herausforderung bleibt. Auf der einen Seite bestehen immer drei unterschiedliche Zeitherausforderungen in Form eines bronzenen, eines silbernen und eines goldenen Sterns. Und während die Zeiten für den bronzenen Stern von geübten Spielern schon beim ersten Anlauf geknackt werden, sind insbesondere die Gold-Zeiten nur möglich, wenn man die Strecken blind und auswendig kennt. Denn jeder einzelne Fehler bzw. Crash wird mit Strafsekunden geahndet, die auch nach einem Start vom letzten Checkpoint nicht vergehen. Da bleiben nur wiederholte Neustarts der Herausforderungen, um überhaupt eine Chance auf den Highscore zu erhalten.

 

Die andere Herausforderung besteht in den Achievements, die allesamt eher unspannend sind, zum Beispiel “fahre 100 Runden” oder “lege eine Strecke ohne Zusammenstöße zurück”.

 

 

Und wie sieht’s aus?

 

Grafisch kann man den Entwicklern von Qubic Games scheinbar nichts vormachen, denn auch AiRace Xeno sieht verdammt gut aus. Die schlauchförmigen Strecken zum Teil düster, stellenweise aber auch mit coolen Lichteffekten ausgestattet. Die glatte Polygongrafik sieht einfach großartig aus und im Zusammenspiel mit der Geschwindigkeit fühlt es sich besonders bei eingeschaltetem 3D an, als ob man förmlich in das Spiel hineingesogen wird.

 

Die musikalische Untermalung besteht passend zum futuristischen Setting aus Techno-Beats, die zwar nicht lange im Ohr bleiben, aber den Geschwindigkeitsrausch durchaus positiv verstärken.

 

 

Aber ich kann doch gar kein Raumschiff fliegen!?

 

Auch die Steuerung ist ausgesprochen einfach. Per A beschleunigt man, B betätigt die Bremse. Die linke und rechte Schultertaste lassen das Schiff in die jeweilige Richtung rollen, per Schiebepad und Steuerkreuz wird gelenkt. Dabei lässt sich noch einstellen, ob man die Richtungen invertieren will oder doch lieber auf dem Touchscreen per Stylus die Richtungsangaben macht. Echt harte Profis können sogar den Flugassistenten ausschalten und damit komplett manuell fliegen. Aber Achtung, das ist höchst anspruchsvoll.

 

 

Und wo ist jetzt das Déjà-vu?

 

Nun ja, schon beim ersten Start des Spiels beschlich mich ein schlechtes Gefühl, welches sich mit fortwährendem Spiel manifestierte. AiRace Xeno ist kein Nachfolger zu AiRace Speed, sondern nur ein eigenständiges Level-Pack mit geringerem Umfang. Klingt hart, aber man muss es so sagen. Bis auf das veränderte Farbschema sind die Menüs komplett gleich. Es gibt nur noch neun verschiedene Strecken und drei unterschiedliche Fahrzeuge, der Umfang wurde hier also deutlich reduziert. Im Gegenzug sind diese neuen Strecken aber bedeutend abwechslungsreicher und nicht mehr so “technisch” sondern auch mit organischen Strukturen ausgestattet. Und das Spiel kostet weniger im eShop. Trotzdem bleibt ein bitterer Nachgeschmack, wenn ein Add On so dreist als neues Spiel verkauft wird.

Fazit

AiRace Xeno ist wie der Vorgänger schon ein toller Racer, der frustresistente Spieler bis an ihre Grenzen bringt. Wer den Vorgänger mochte, wird auch diesen Teil mögen, für den Rest bleibt die Demo im eShop. Trotzdem muss man auch anerkennen, dass Verbesserungspotential in Form von Online-Rennen und ähnlichem vorhanden wäre. Aber aufgrund des günstigeren Preises und der kleinen Neuerungen entscheide ich mich, die gleiche Note wie für den "Vorgänger" zu geben.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

super

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

12.07.14

Developer

QubicGames

Publisher

QubicGames

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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