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3D Galaxy Force II

Shoot 'em Up

12.01.2014

Autor: Lukas Strübig

 

Der Weltraum war in früheren Tagen des Gamings ein sehr beliebtes Setting. Der dunkle, luftleere Raum war geradezu prädestiniert für die sehr frühen Computer, die lediglich Punkte und Striche darstellen konnten.

Dies zog sich dann auch bis in die Zeit der Spielhallen, in denen man durch Sprites und Bitmaps allerdings schon viel mehr Freiheiten hatte. Galaxy Force II ist wohl der definitive Space Shooter aus dieser Zeit.

 

 

Gameplay

 

Noch vor Starfox hat man sich bereits in der örtlichen Spielhalle an das Steuer von Raumjägern gesetzt und bösen Aliens gezeigt, wo es lang geht. Okay, nur um dann selbst in den Hintern getreten zu werden, weil man zumeist dort seinen Geldbeutel verstaute.

Galaxy Force II ist ein Relikt dieser Zeit. Mit den Standard-Einstellungen wird man wohl nie den Abspann dieses Space Shooters sehen, spätestens ein leerer Sprittank wird dafür sorgen.

Ein wenig wie der Fuchs von den Sternen also fliegt man in seinem Raumjäger geradewegs durch ein Level und muss sich dort gegen eine Horde von Gegnern erwehren, bis man schlussendlich in die feindliche Basis hinein fliegt und den Kern zerstört.

Als Bewaffnung hat man dafür nicht nur etwas schwache und recht ineffektive Laserwaffen, sondern auch die sehr viel besseren, wenn auch langsameren Lenkraketen, welche bald zur Primärwaffe des Spielers werden. Die Gegner sind nicht nur andere Raumkreuzer oder Geschütztürme, auch die Fauna des Planeten wirft sich gerne vor die nicht existente Stoßstange und kreativere Hindernisse wie sich langsam ausbreitende Barrieren oder schnell wachsende Pflanzen werden besser komplett links liegen gelassen. Und dies sollte man auch wirklich tun, denn nach einem Level wird lediglich der Tank der eigenen Maschine etwas aufgefüllt, mit Schildverlust oder Schaden muss man bis zum bitteren Ende zurecht kommen.

Zum Glück hat Entwickler M2 daher dem Spieler die Möglichkeit gegeben, das Spiel vor dem Start noch etwas zu modifizieren. So kann man mit mehr Sprit starten, den Schwierigkeitsgrad wählen, die Steuerung anpassen und sogar dem Spiel eine Art Rahmen geben, der den Bildschirm der Arcade-Maschine mimt. Nett.

Damit dennoch nach dem einen oder anderen Tod kein Frust aufkommt, steht es dem Spieler frei zu wählen, mit welchem der sechs Level er beginnen möchte. Dies führt zwar zu einer merkwürdigen Schwierigkeitskurve, allerdings muss man so nicht immer am selben Punkt anfangen.

 

Ein wenig schade ist allerdings, dass es, abgesehen vom Spiel selbst, wenig Motivation gibt, besser zu werden. Dass es kein Online Scoreboard gibt, möchte ich dem Port eines alten Arcade-Titels nicht ankreiden. Allerdings hätte man die mitgelieferte Bestenliste etwas besser setzen können. Die Rekorde, die dort nämlich zu Beginn bereits drin stehen, sind schon nach dem ersten Versuch und einem Scheitern in Level 1 gebrochen. Schade, eine knackige Top-Liste würde manche Spieler bestimmt zu Bestleistungen antreiben.

 

 

Grafik

 

Kommen wir aber zum wahren Pluspunkt dieses alten Schmuckstücks: Die Grafik.

Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr ein Spiel nach all den Jahren beeindrucken kann. 3D Galaxy Force II beweist, dass selbst Spiele, die nur aus 2D Sprites bestehen, einen phänomenalen 3D-Effekt erzeugen können. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass die Tiefe, die trotz platter Gegner und eingeschränkter Weitsicht entsteht, wohl die natürlichste Umgebung auf dem 3DS erzeugt. Dies liegt aber auch an der astreinen Framerate von konstanten 60 FPS. Es ist wirklich eines er schönsten 3DS-Spiele bisher. Und als solches führt es einen durch den schnöden Weltraum, Vulkane, Gartenwelten, Wüsten, die Wolken oder skurrile Farbtunnel, die in technischen Anlagen münden.

Ja, die Inspiration von zeitgenössischen SciFi-Filmen, die sich stilistisch alle auf Star Wars zurück führen lassen, kann nicht geleugnet werden. Dennoch ist 3D Galaxy Force II nur eines: Schön.

Fazit

3D Galaxy Force II ist der beste Port eines alten Arcade Shooters auf den 3DS, und damit für Fans der guten alten Tage - als man zum Zocken noch vor die eigene Haustür gehen musste - ein Muss. Und auch jüngere Spieler werden vom schnellen Gameplay und vor allem der großartigen Grafik in den Bann gezogen. Auch wenn sie dafür den Schwierigkeitsgrad herunterstellen müssen...

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Developer

SEGA

Publisher

SEGA

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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