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Korg M01D

Musik

02.12.2013

Autor: Bastian Bunzeck

 

Ich mache jetzt Musik. Moment mal, nein, das klingt falsch. Ich werde jetzt Musiker. Denn ich habe das Testmuster zu Korg M10D für den 3DS bekommen. “Der KORG M01D ist eine Musik-Workstation, basierend auf dem KORG M1, dem ersten weltweit bekannten Synthesizer. Der KORG M01D reproduziert die unvergesslichen digitalen Sounds der 80er Jahre des M1, wie zum Beispiel den „Mit 24-Voice-Polyphonie, über 300 Sounds und einem bedienungsfreundlichen Sequenzer hilft der KORG M01D dir, zu spielen und deine Musik an jedem Ort und zu jeder Zeit zu schaffen, und all das in Abmessungen in Handflächengröße!” Okay, ich verstehe zwar nur Bahnhof, aber egal. So kompliziert kann das ja nicht sein.

 

 

Dass zumindest der letzte Satz des obrigen Absatzes so ziemlicher Quatsch ist, wird mir schon nach dem Download und Start der Software bewusst. Nach Antippen des Menüpunktes “Play” und Auswahl des Speicherplatzes, welchen mein musikalisches Meisterwerk nun belegen wird, geht es auch schon direkt auf die “Arbeitsoberfläche”. Und ich bin erstmal überfordert.

 

 

Ein Tipp auf das Feld [Piano|1] bringt mich in ein weiteres Untermenü.

 

 

Meine Überforderung weicht langsam, aber sicher einer Art Verständnis. Gar nicht mal so unintuitiv, diese Benutzeroberfläche. Durch Antippen des Feldes neben einer Klaviertaste wird ein Klang in dessen Tonhöhe erzeugt. Mehrere markierte Felder ergeben mehrere Anschläge, durch Ziehen über mehrere Felder kann auch ein langer Ton erzeugt werden. Und so läuft das nicht nur für das Piano, sondern auch bei allen anderen Instrumenten. Okay, bei den Schlaginstrumenten muss man stattdessen den anzuschlagenden Klangkörper auswählen, von der Hand geht aber auch dies ziemlich flüssig. So weit, so gut. Per Start geht es zurück ins Hauptfenster.

 

Nach Eingabe mehrerer unterschiedlicher Tonfolgen offenbart sich schon die erste Schwäche des Korg M01D. Alle Felder, die mit einer Notenfolge belegt sind, werden automatisch grün gefärbt. ALLE. Das heißt, auch Felder mit unterschiedlichen Tonsequenzen haben die gleiche Farbe. Komfortabel geht anders. Denn schon ich - mit mehr als begrenzten Fähigkeiten - war oft genug verwirrt, welche Melodie sich hinter welchem Kästchen verbarg. Und wie muss das erst bei Leuten aussehen, die ernsthaft “hörenswerte” Musik produzieren wollen? Wobei diese eh spätestens beim Export in ernsthafte Schwierigkeiten kommen könnten. Denn man kann seine Kunstwerke nur online mit der Korg-Community teilen oder als MIDI-Datei auf der SD-Karte speichern. Da stellt sich natürlich die Frage: Warum nicht MP3? Damit wären die eigenen Kreationen viel einfacher mit der Welt teilbar!

 

Per Tipp auf den Namen des Instrumentes geht es in ein Auswahlmenü, in welchem man die Variation des Instrumentes bestimmen darf. Ob E-Gitarre, Akustik-Pendant oder doch eher die ausgefallene Sitar, die Auswahl ist schier unendlich! Leider klingen viele Instrumente ziemlich ähnlich, dies ist aber nur verständlich, da alle Klänge ja nur komplett digital erzeugt werden.

 

 

Abschließend stellt sich natürlich die Frage, auf wen die Entwickler eigentlich abzielen. Auf professionelle Produzenten? Die werden wohl kaum Melodien auf dem 3DS zusammenbasteln. Besonders in Anbetracht der begrenzten Exportoptionen! An den Gelegenheitsspieler auf dem 3DS? Der würde vielleicht bei einem Preis von 2,49€ zuschlagen, nicht aber bei 24,99€!

Fazit

Korg M01D ist ein vollwertiges Programm zur Erstellung elektronischer Musik. Mit einer fast unendlichen Auswahl von Instrumenten und Möglichkeiten ist man als Neuling aber schnell überfordert. Die unübersichtliche Oberfläche, sowie die mauen Exportmöglichkeiten schmälern den Gesamteindruck erheblich. Und da Korg M01D kein Spiel im eigentlichen Sinne ist, möchte ich mich an dieser Stelle einer Prozentwertung enthalten.

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

0%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

07.11.13

Developer

Detune

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Preis

24,99€



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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