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AiRace Speed

Rennspiel

30.09.2013

Autor: Bastian Bunzeck

 

 

Speed ist eine Droge!

 

Man mag es kaum glauben, aber AiRace Speed ist schon der dritte Teil der AiRace-Reihe. Die beiden etwas unbekannteren Vorgänger erschienen als DSiWare exklusiv für den DSi und nun steht der dritte Teil der Space-Racer-Serie im eShop des 3DS zum Kauf bereit. Ganz in altbekannter F-Zero- oder WipeOut-Manier werden in AiRace Speed waghalsige Geschwindigkeiten mit kniffligen Renn-/Flugstrecken kombiniert. Und das diese Kombination nicht gerade anspruchslose Herausforderungen hervorbringt, sollte jedem Spieler klar sein!

 

Eigentlich dreht sich AiRace Speed nur um die Jagd nach der nächsten Bestzeit. Denn alles andere wurde ersatzlos gestrichen. Gegner? Gibt es nicht. Ausschweifende Streckendetails? Gibt es nicht. Zu jeder Zeit wird komplett alleine durch die - anfangs röhrenartigen, später auch mehreckigen und teilweise sogar etwas offenen - Parcours gedüst. Das soll aber nicht heißen, dass die Strecken einfallslos oder gar langweilig wären! Im Laufe des Spiels stößt man nämlich auf die verschiedensten Hindernisse, die sich in Form und Bewegungsmustern unterscheiden. "Stößt" ist hierbei wortwörtlich zu nehmen, denn besonders beim Erstflug auf einer neuen Strecke endet die Reise oft vorschnell. Neben den Hindernissen wurden sogar ab und zu Gabelungen und Abkürzungen eingebaut, welche die scheinbar unerreichbaren Bestzeiten erst ermöglichen!

 

Insgesamt gibt es 18 Strecken, 16 davon endlich und 2 komplett zufallsgeneriert und unendlich. Während auf den Normalen ein bloßes Erreichen der Bestzeit - unterteilt in Bronze, Silber und Gold - genügt, um weitere freizuschalten, gilt es auf den Unendlichen, soweit wie möglich ohne Crash zu fliegen. Apropos Crash - für jeden tödlichen Zusammenstoß mit einem Hindernis gibt es Strafsekunden. Auch die verstreuten Checkpoints bringen dabei nichts, denn auch bei ihnen addieren sich die Strafsekunden. Somit bleibt nach dem vorzeitigen Ende des Flugs nur ein kompletter Neustart, um womöglich doch noch eine Bestzeit zu erreichen. Und es bleibt so gut wie nie bei nur einem Neustart. Wer keine hohe Frustresistenz aufweist, braucht also nicht mal im Entferntesten an einen Kauf zu denken.

 

Mit dem Erhalt neuer Rennbahnen gehen auch neue, jedoch immer streckengebundene Flieger einher. Während das erste Raumschiff fast noch gemächlich vor sich hin tuckert, legt schon auf dem vierten Rund der zweite Flieger noch gehörig eins drauf und zieht beschleunigungs- sowie geschwindigkeitstechnisch ziemlich stark an. In Kombination mit den immer vertrackteren Strecken zieht so auch der Schwierigkeitsgrad rasant an.

 

Abseits von immer schwereren Pisten und schnelleren Rennmaschinen gibt es noch eine ganze Menge Achievements zum Freischalten. Diese fallen in die unterschiedlichsten Kategorien, von "Beende eine Strecke ohne Crash" bis hin zu "Fliege insgesamt 10 Stunden" ist alles dabei. Einen wirklichen Zweck erfüllen diese Ziele zwar nicht, als nette Dreingabe sind sie aber schon lobenswert zu erwähnen.

 

Vor allem mit der Steuerung haben sich die polnischen Entwickler von Qubic Games viel Mühe gegeben. So kann der Flieger wahlweise mit Schiebepad, Steuerkreuz oder sogar per Stylus auf dem Touchscreen gelenkt werden. Der Steuerungsmodus muss dazu nur in den Optionen angepasst werden. Leider versprach die Stylus-Methode aber bei meinen kläglichen Rennkünsten wenig Erfolg. Abgesehen davon wird mit A beschleunigt, mit B gebremst und L sowie R lösen eine Neigung im oder entgegen des Uhrzeigersinns aus. Wenn man sich das Steuerungsschema erstmal eingeprägt hat (es ist übrigens auch auf jedem Ladebildschirm kurz zu sehen), geht das Fliegen erstaunlich gut und präzise von der Hand.

 

Auch grafisch ist AiRace Speed äußerst gelungen. Während die ersten Strecken noch leicht monoton wirken, gibt es später auch manchmal weitläufiger gestaltete Streckenabschnitte. Die Texturen sind zwar nicht sehr detailverliebt gestaltet, aber im Geschwindigkeitsrausch achtet man eigentlich eh nicht wirklich auf irgendwas abseits der "wichtigen" Dinge wie dem Streckenverlauf oder den Hindernissen.

Extrem gut zur Geltung kommt der 3D-Effekt. Man wird durch die tunnelartigen Strecken förmlich in das Spiel hineingesogen! Meiner Meinung nach eine der effektivsten Ausnutzungen des 3DS-Alleinstellungsmerkmales!

 

Musikalisch reißt sich das Spiel kein Bein aus. Die futuristischen Elektroklänge untermalen das Gameplay zwar passend, wirklich länger im Kopf blieb mir aber keine Melodie

 

 

Vielen Dank an QubicGames für das Testmuster.

Fazit


AiRace Speed ist schwer. Jeder potenzielle Käufer sollte sich deshalb überlegen, ob er die nötige Frustresistenz und Durchhaltevermögen aufweist. Wer sich dann für AiRace Speed entscheidet, wird mit dem Spiel eine Menge Spaß haben. Denn nach dem erfolgreichen Beenden einer Strecke mit Bestzeit schießt der Glückshormon-Pegel in ungeahnte Höhen. Überhaupt sind Rennspiele auf dem 3DS ja nicht gerade überrepräsentiert. Und Raumschiffe sind einfach mal verdammt cool, oder?

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

super

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

19.09.2013

Developer

QubicGames

Publisher

Qubic Games

Nintendo Points

5

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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