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Urban Trial Freestyle

Rennspiel

24.07.2013

Autor: Bastian Bunzeck

 

Wer eine Xbox 360 sein Eigen nennt, hat höchstwahrscheinlich schon einmal etwas von der "Trials"-Reihe gehört. Schnelle Motorräder, hindernisreiche Strecken und viele vor Wut zerstörte Controller sind nun aber nicht mehr nur Microsoft-Jüngern vorenthalten. Denn mit "Urban Trials Freestyle" erschien nun im eShop des 3DS ein Spiel, das mit dem großen Xbox-Titel nicht nur im Titel erstaunliche Gemeinsamkeiten aufweist.

 

 

Worum geht's?

 

Das Grundprinzip von "Urban Trials Freestyle" ist eigentlich schnell erklärt: auf einer zweidimensionalen, urbanen Rennstrecke muss mit dem Motorrad möglichst schnell das Ziel erreicht werden. Um dies zu erschweren hat Tate Multimedia die verschiedenen Pisten mit Hindernissen wie plötzlich abstürzenden Streckenteilen, umher rollenden Autos und Steinkugeln a la Indiana Jones versehen. Je nach ausgewähltem Spielmodus, Zeitangriff oder Stuntmodus, wird aus benötigter Zeit und Präzision oder aus Anzahl und Ausführung von Stunts eine Sternewertung berechnet. Erst nach Erreichen von mindestens 3/5 Sternen werden neue Strecken freigeschaltet. Die Motorräder fahren sich übrigens nicht sehr realistisch. Entsprechend des allgemein "arcadigen" Spielaufbaus kann es schon mal passieren, dass Wände mit einem Winkel von 80° hochgefahren werden.

 

Neben dem Freischalten von neuen Strecken liegt das sekundäre Spielziel im Erhalten von Geld. Dieses Geld liegt meist zwar frei, aber gut versteckt im Level herum. Von besagtem Geld können dann entweder Klamotten für den Fahrer des Höllengefährts oder neue Teile für das Motorrad gekauft werden. Die Motorradteile verbessern das Fahrzeug dann in den Kategorien Geschwindigkeit, Beschleunigung und Fahrverhalten. Durch gute Zeitwertungen oder besonders gute Stunts lassen sich außerdem bessere Bikes zum Kauf freischalten.

 

Die Menüführung wurde leider sehr schlecht durchdacht, denn jedes Menü besteht aus kreisrunden, unbeschrifteten Symbolen. So führt es besonders am Anfang zu Verwirrungen, wenn man zum Beispiel nicht weiß, was eine Kamera in den Optionen verloren hat. Natürlich lässt sich durch Antippen feststellen, dass man dadurch ein Bild für sein Fahrerprofil aufnehmen kann. (Das Fahrerprofil wird nur für Online-Ranglisten genutzt). Das wird auf Dauer ziemlich nervig, denn nicht alle Piktogramme sind selbsterklärend!

 

 

Technik!

 

Grafisch kann man das Spiel als 2,5D bezeichnen. Das Geschehen wird zwar von der Seite betrachtet und spielt sich nur in 2 Dimensionen ab, die Umgebung und die Spielfigur sind aber komplett aus Polygonen geformt. Wegen dieser Aufteilung kommt der 3D-Effekt des 3DS besonders gut zur Geltung. Die Strecken sind dabei auch sehr detailverliebt gestaltet, nur die Texturen wirken manchmal etwas unscharf und matschig.

 

Musikalisch setzt "Urban Trial Freestyle" keine neuen Maßstäbe. Auf den einzelnen Strecken ertönen eher rockige Klänge, im Menü gibt es auch mal sanftere Beats auf die Ohren. Die Motorräder klingen so, wie Motorräder halt klingen ("Brumm, bruuuuuummm, bruuuum"). Manchmal kracht es auch laut, z.B. wenn ein Auto eine Schräge runterrollt. Wirklich im Kopf bleibt aber leider keine Melodie.

 

 

DIY-Strecken?

 

Als besonderes Alleinstellungsmerkmal bringt UTF einen wirklich umfangreichen Streckeneditor mit. Nach Wahl des Streckenhintergrundes können alle möglichen Elemente frei platziert, gedreht und skaliert werden. Auch Checkpoints lassen sich komplett frei platzieren. So können zu den Originalstrecken ebenbürtige Rennwege komplett eigenständig designt werden. Leider können selbst erstellte Strecken nicht online geteilt werden. Es hätte eine aktive Onlinecommunity entstehen können, leider beschränken sich die Netzwerkfunktionen aber nur auf das Austauschen von Bestzeiten.

 

Auch bei der Steuerung wurde leider viel Potenzial verschenkt. Mit A wird beschleunigt, mit B gebremst, Y legt den Rückwärtsgang ein und X erzwingt einen schnellen Neustart. Über das Schiebepad wird das Bike ausbalanciert. Leider gibt es keinerlei Möglichkeiten zur Individualisierung dieser Steuerung. Man kann weder mit dem Steuerkreuz noch mit L oder R balancieren, obwohl sich diese als alternative Steuerungsmöglichkeiten angeboten hätten.

Fazit

Urban Trials Freestyle ist ein grundsolides Spiel. Einige Aspekte wie Steuerung und Online-Modi sind zwar verbesserungswürdig, trotzdem macht das Spiel Spaß. Verschiedene Modi, eine große Auswahl an Strecken und der eingebaute Editor halten geneigte Gamer auch länger bei der Stange. Natürlich erfordert es einiges an Frustresistenz, wenn man an der gleichen Stelle zum fünften Mal scheitert, auf der anderen Seite sind die Glücksgefühle am Ende gerade deswegen umso größer. Und ganz ehrlich: Motorräder sind einfach cool!

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

gut

70%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

27.06.2013

Developer

Tate Multimedia

Publisher

Tate Multimedia

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Preis

6,99€



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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