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Mighty Switch Force 2

Jump 'n Run

31.07.2013

Autor: Mario Kablau

 

 

Feuer bekämpft man mit Wasser!

 

Ein Jahr nach Mighty Switch Force wird die ehemals kybernetische Friedensoffizierin erneut gebraucht. Dieses Mal jedoch als kybernetische Feuerwehrfrau, denn es geht nicht mehr darum, entflohene Verbrecherinnen wieder einzufangen, sondern die inzwischen bekehrten Hooligan Sisters aus einem Inferno zu befreien. Allerdings ist die Geschichte ziemlich irrelevant, im Spiel selbst wird sie sogar gar nicht beleuchtet, man muss dazu schon die digitale Anleitung aufschlagen, um das zu erfahren.

 

Wichtig ist ja auch eigentlich nur das Gameplay, das sich kaum verändert hat. Man rennt wieder durch die zweidimensionalen Umgebungen und muss die fünf Mädels einsammeln, bevor man mittels seinem coolen Flugroboter das Gelände verlassen und damit den Level abschließen kann. Kernelement ist nach wie vor das Umschalten. Diverse Blöcke lassen sich in den Hintergrund schieben, bzw. in den Vordergrund holen. Man schaltet also ständig hin und her, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen bzw. Wege zu erschaffen.

 

Auch viele der bereits bekannten speziellen Blöcke aus dem Vorgänger sind wieder dabei. So gibt es Blöcke, die man am Umschalten hindern kann, wenn man drauf steht. Das ist die Grundlage des Puzzle-Bestandteils im Spiel, der nun viel mehr in den Vordergrund gerückt ist. Ebenso gibt es eine Art Katapult, mit dem man Patricia in eine vorgegebene Richtung schießen kann, in die sie dann fliegt, bis sie auf ein Hindernis trifft. Auch hier kommt es oft auch geschicktes und gut getimtes Umschalten an, damit alle Hindernisse rechtzeitig aus dem Weg geswitcht sind.

 

Wirklich neu ist nur der Wasserwerfer. Mit dem kann man Brände löschen, feurige Öfen kurzzeitig abkühlen, Gegner besiegen oder löschen und einiges mehr. Man schießt jetzt also keine Strahlen mehr durch die Gegend, sondern nur noch ordinäres Wasser, was aber auch sehr effektiv ist.

 

Und genau deshalb ist der Puzzle-Part auch mehr im Vordergrund als zuvor, es gibt jetzt nämlich Röhren-Blöcke, in die man Wasser spritzen muss, um bestimmte Dinge zu tun. Dabei muss man die verschiedenfarbigen Blöcke immer so umschalten, dass das Wasser so fließt, wie es eben gerade fließen muss, um weiter zu kommen. Das hat mir wirklich großen Spaß gemacht, auch wenn der Wasserwerfer manchmal ein bisschen nervig sein kann, dazu aber später mehr.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Grafisch ist das Spiel mindestens genauso gut wie sein Vorgänger. Der Comic-Look passt perfekt zum Gameplay, alles ist schön gezeichnet und trotz der eher geringen Auflösung des 3DS sehr detailliert. Auch der 3D-Effekt ist sehr gelungen, vor allem weil durch ihn die Blöcke im Vorder- und Hintergrund noch besser zur Geltung kommen. Aber auch sonst bin ich begeistert von der Tiefenwirkung. Es gibt zwar 2D-Spiele, die es schon besser gemacht haben (z.B. erst kürzlich die Traumwelt in Mario & Luigi: Dream Team Bros.), aber Mighty Switch Force 2 spielt hier auf jeden Fall in der 1. Liga mit. Auch an Abwechslung gibt es genug, vor allem ist eines der letzten Levels deutlich anders als der Rest des Spiels, das hat mich echt begeistert. Aber auch sonst sind die Levels ausreichend unterschiedlich, so dass es optisch nicht langweilig wird.

 

Akustisch bin ich dagegen nicht ganz so begeistert. Denn obwohl das Spiel ein wenig ruhiger geworden ist - wie gesagt muss man öfter auch mal nachdenken - ist die Musik eher noch härter geworden. Zwar passen die technischen Klänge grundsätzlich gut zur Welt, aber mir war es teilweise einfach zu hart. Vor allem, wenn man gerade knobelt und dabei dann aber einen schnellen und harten Beat auf die Ohren getrommelt bekommt, passt das nicht wirklich zusammen.

 

Die Steuerung ist dann aber wieder sehr gut gelungen. Patricia steuert sich per Schiebepad vorbildlich und präzise, das switchen per Schultertaste geht mir mittlerweile sehr gut von der Hand und auch meine Kritik im Vorgänger, dass man auch mit einer normalen Taste umschalten kann, hat nicht mehr so viel Gewicht - ich habe mich einfach mittlerweile voll und ganz dran gewöhnt. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass man die Tasten frei belegen kann oder zumindest Optionen angeboten bekommt, damit man so spielen kann, wie es einem am besten liegt.

 

Der Umfang ist ordentlich, vor allem wenn man den Preis von 5 Euro berücksichtigt. Es gibt wieder 16 Levels, die zwar abgesehen von den letzten paar schnell durchgespielt sind, aber darauf liegt der Fokus erneut nicht. Vielmehr ist es das Hauptziel, alle Levels innerhalb der sehr engen Zeitvorgabe zu schaffen - keine leichte Aufgabe, eher das Gegenteil hoch 3. Auch hier war es oft so, dass ich Levels, die man in 2 Minuten schaffen sollte, beim ersten Mal gerade mal ganz knapp in unter 10 Minuten geschafft habe. Wenn man sich aber darauf einlässt und es schaffen will, dann lernt man die Levels nach und nach besser kennen und kommt dem Ziel schnell näher - es zu erreichen erfordert aber fast ausnahmslos Perfektion. Wer eine echte Herausforderung sucht, der findet sie genau hier.

 

Dazu ist jetzt in jedem Level auch noch ein Baby versteckt, dass man aber nicht finden muss, um ans Ziel zu gelangen. Es lohnt sich aber, jedes einzusammeln, aber auch das ist keine leichte Aufgabe: Manche sind leicht zu finden, aber schwer zu erreichen, andere schwer zu finden dafür aber leicht zu erreichen und einige sind sogar schwer zu finden und schwer zu erreichen. Auch das erhöht die Spielzeit weiter - und macht nebenbei auch Spaß, weil die Suche nach den Babys mal etwas Ruhe ins sonst eher hektische Gameplay bringt. Also: Man kann schnell durch sein, aber dennoch viele Stunden Spaß haben!

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.

Fazit

Mighty Switch Force 2 ist, wie schon der Vorgänger, ein Highlight im 3DS eShop. Es macht Spaß, ist relativ günstig, kann lange unterhalten, wenn man sich drauf einlässt und ist technisch sauber. Okay, die Musik hat mich persönlich etwas gestört, aber das ist sicher Geschmackssache. Ob ihr nun aber Teil 1 oder 2 spielt ist relativ egal, beide sind sehr gute Spiele, im Grundsatz gleich und in Feinheiten unterschiedlich. Daher bekommt Teil 2 auch dieselbe Note wie der Vorgänger, auch wenn hier bisher keine 5 Gratis-Level als Ergänzung zum Hauptspiel dabei sind. Aber dafür ist es auch einen Euro günstiger. Wichtig ist eigentlich nur: Sollte man gespielt haben, am besten beide Teile!

Grafik

super

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

89%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

27.06.2013

Developer

WayForward

Publisher

WayForward

Nintendo Points

5

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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