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The Starhip Damrey

Adventure

20.07.2013

Autor: Martin Küpper

 

 

Hilflos im Weltall!

 

Ich erwache aus einem tiefen Schlaf. Wer bin ich? Wo bin ich? Und was mache ich hier? Ich schaue mich um. Scheinbar liege ich in einer kleinen Kammer, einer Kälteschlaf-Kammer. Der Computer sagt mir, dass es völlig normal ist, wenn man nach einem langen Kälteschlaf temporären Gedächtnisschwund hat. Aber das merkwürdige ist, dass auch er keine Ahnung hat wer ich bin. Ich gehöre scheinbar nicht zur Crew dieses Schiffes, dass sich Starship Damrey nennt. Er lässt mich nicht raus. Ich bin gefangen.

 

Ich weiß nicht was ich tun soll. Hier ist sonst niemand. Keiner der mir sagt, was zu tun ist. Ich schaue mich um, untersuche und begutachte alles was ich sehen kann. Schließlich schaffe ich es, über die Datenbank des Computers auf einige Roboter zuzugreifen. Die meisten sind deaktiviert oder defekt aber einer ist einsatzbereit. Vorsichtig erkunde ich mit ihm den Raum. Was ist das? Eine Leiche! Es scheint einer der Besatzungsmitglieder zu sein. Was ist bloß mit ihm passiert? Ich nehme mir seine ID Karte. Er braucht sie ja nicht mehr und mir (oder besser dem Roboter) verschafft sie Zugang zu neuen Bereichen... Das muss der Raum sein, in dem ich liege! Aber ich komme nicht rein, dazu habe ich keine Berechtigung. Also erkunde ich das menschenleere Schiff weiter. Immer wieder stoße ich auf Hindernisse, aber mit ein wenig Überlegung finde ich einen Weg sie zu umgehen.

 

Doch ich finde keine Antworten – nur weitere Fragen. Plötzlich sehe ich eine geisterhafte Erscheinung, ein Mädchen? Wer... oder was ist sie? Hat sie etwas mit dem Tod der Besatzungsmitglieder zu tun? Tausend Fragen schießen mir durch den Kopf. Ich muss diesen Ort weiter untersuchen. Ich muss weiter spielen!

 

 

Y CAN'T METROID CRAWL?

 

Hey, Listen! Es besteht eine 99% Wahrscheinlichkeit, dass du mit einem Schlüssel eine Tür aufschließen kannst. Drücke A zum Springen! Wenn du Hilfe brauchst drücke Minus. Ich sage es dir aber auch so. Willst du den Super-Assistenten verwenden?

 

Geht euch das manchmal auch auf die Nerven? Wollt ihr manchmal auch das Gefühl haben selbst auch die Lösung gekommen zu sein, ohne dass irgendwer so heftig mit dem Zaunpfahl winkt, dass er kurz davor ist mit der aufgewirbelten Luft einen Tornado auszulösen? Wollt ihr auch noch mal ein Spiel spielen, dass euch zutraut selbst was auf die Reihe zu kriegen? Ein Spiel, das euch nach dem dritten Tod nicht fragt, ob ihr den Controller nicht lieber zur Seite legen wollt und das Spiel sich selbst spielen lassen wollt?

 

Ja? Dann könnte Starship Damrey genau euer Ding sein! Denn hier gibt es keine Hilfe. Ihr seid auf euch allein gestellt. Ihr müsst selbst euer Köpfchen anstrengen, um auf die Lösung der Rätsel und Probleme zu kommen, die euch in diesem Spiel erwarten. Und das ist gut so. Die beklemmende Atmosphäre wird so noch verstärkt. Wenn ihr mal nicht weiter kommt, fühlt ihr euch genau so hilflos wie es der Charakter tut. Ich habe manchmal sogar eine Spur von Verzweiflung in mir entdeckt. Angetrieben von der großen Frage, was zur Hölle hier eigentlich los ist, lag ich gefesselt in meinem Bett und habe oft Minuten lang hin und her überlegt ohne weiter zu kommen. Und wenn ich die Lösung dann endlich gefunden hatte, habe ich mich gefühlt wie Sherlock Holmes. Nicht wie ein dummer Junge, der von einem komische, blauen Schwertgeist die Lösung auf dem Präsentierteller bekommen hat.

 

 

Keine Hilfe - ein Alleinstellungsmerkmal?

 

Dieses Spiel ist anders, speziell und in vielerlei Hinsicht altbacken. Es fühlt sich an wie ein Spiel aus den 90ern – und das erklärt wohl auch die eher durchwachsene Kritiken, die dieses Spiel andernorts erhalten hat. Dies ist kein Spiel für Jedermann! Aber ist das ein legitimer Kritikpunkt? Kann ich einem tiefsinnigen und komplexen Werk vorwerfen, dass es nicht die Zugänglichkeit eines Bilderbuchs hat? Nein – das kann ich nicht!

 

Aber... Starship Damrey ist nicht unbedingt das, was man als tiefsinnig und komplex bezeichnen kann. Die Story ist nichts Neues, die Rätsel sind aus dem Adventure Einmaleins zusammen geschustert – es gibt allgemein nicht wirklich etwas, dass dieses Spiel in irgendeiner Form besonders macht.

 

Außer eben, dass es dem Spieler noch zutraut, dass er selbst auf die Lösung kommen kann. Und das ist in der heutigen Zeit wohl leider schon eine Besonderheit. Nein! Moment. In diesem Genre ist das leider überhaupt keine Besonderheit. Heutige Point and Click Adventures bieten dem Spieler zwar durchaus Tipps und manchmal sogar Lösungen an, aber die sind stets optional. Wer wirklich selbst auf die Lösung eines Rätsels kommen möchte, kann das in diesem Genre eigentlich immer tun.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.

Fazit

Halten wir fest, Starship Damrey hat im Grunde nichts, dass es in irgendeiner Art und Weise zu einem besonderen Spiel machen würde. Doch es bleibt ein grundsolides Spiel, das es schafft eine wirklich dichte und packende Atmosphäre zu erzeugen. Und das eben auch dadurch, dass man vom Spiel keine Hilfe erwarten darf. Man fühlt sich hilflos – und genau das ist es auch, was das Spiel vermitteln möchte. Das macht es dann doch wieder so speziell, dass ich das Spiel für eine gewisse Gruppe von Spielern ohne Bedenken empfehlen kann. Wenn euch anspricht, was ihr hier gelesen habt – dann gibt dem Spiel eine Chance. Es könnte euch packen und in seinen Bann ziehen!

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

67%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

16.05.2013

Developer

Level-5

Publisher

Level-5

Nintendo Points

8

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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