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PICROSS e2

Puzzle

03.02.2013

Autor: Bastian Bunzeck

 

Okay, ich geb's zu: Eigentlich bin ich kein Fan von Puzzlespielen. Außer wenn sie gut gemacht sind, was auch auf PICROSS e2 zutrifft. Das letzte Spiel der Reihe, das ich gespielt habe, ist tatsächlich Mario‘s Picross auf dem guten alten Gameboy gewesen. Seitdem hat sich in technischer Hinsicht viel geändert (und verbessert), aber jetzt mal ganz von vorne:

 

Die Picross-Rätsel, auch Nonogramme genannt, wurden 1986 von der japanischen Designerin Non Ishida erfunden. Das Spielprinzip ist so einfach wie genial: das Puzzle liegt verborgen in einem Gitter aus wahlweise 5×5, 10×10 oder auch 15×15 Kästchen. Am Rand werden die jeweils auszufüllenden Kästchen in Zahlen angegeben. Die Zahlenfolge 1 5 4 zeigt beispielsweise an, dass in der Reihe 1 Einzelkästchen, 5 zusammenhängende Kästchen und nochmal 4 zusammenhängende Kästchen ausgefüllt werden müssen. Welche das sind, ergibt sich aus der Kombination der Zahlen aller Spalten und Reihen.Für ein besseres Verständnis empfehle ich einen Blick in die Galerie auf der rechten Seite oder einfach mal ein Probespiel.

 

Wie schon erwähnt, begann die Serie 1995 auf dem Gameboy mit Mario's Picross, später erschien noch ein Japan-exklusiver zweiter Teil. Dann kam lange Zeit nichts, bis sich Nintendo 2007 entschied, die Reihe mit Picross DS auf dem populären Handheld fortzusetzen. Natürlich ging das Lösen von Rätseln nun viel einfacher von der Hand, da sich die Kästchen durch den Touchscreen viel einfacher ausfüllen ließen. 2010 folgte dann noch auf dem alten DS der Sprung in die dritte Dimension, welcher aber im letzten Jahr mit PICROSS e verworfen wurde. Und nun gibt es PICROSS e2!

 

Obwohl sich Nintendo das "2" im Titel wirklich hätte sparen können. PICROSS e2 sieht nämlich genauso aus wie sein Vorgänger. Okay, auch der sah ziemlich gut aus, halt klassische Puzzler-Sterilität. Aber ein wenig mehr Mühe hätte sich Nintendo geben können. Auch die Musik ist so uninteressant, dass der Lautstärkeregler meines 3DS XL meist ganz unten stand. Für die harten Kopfnüsse hätte sich die Jeopardy-Melodie sicherlich mehr angeboten.

 

Wo wir auch schon beim nächsten Problem wären: Wer die Rätsel erstmal beherrscht, wird zumindest auf den Schwierigkeitsstufen "Einfach" und "Normal" keine Probleme haben. Die wirklich schwierigen Rätsel warten erst im "Extra"- und "Frei"-Modus, denn dort gibt es auch keine zusätzlichen Hilfestellungen, außer den beiden wahlweise schon vorher vom Computer ausgefüllten Reihen. Neu ist der sogenannte Micross-Modus. Dort wird erst ein großes, schemenhaftes Bild freigelegt, welches sich wiederum in viele Einzelrätsel aufspaltet. Wenn man aber erstmal erkannt hat, dass sich zum Beispiel die Mona Lisa hinter dem Pixel-Gewirr versteckt, ist auch der Anreiz zum Lösen der restlichen 20 Teilrätsel verflogen.

 

Die Steuerung ist glücklicherweise sehr gut gelungen. Mit dem Stylus werden Felder wahlweise markiert oder auch ge-x-t, also als nicht ausgefüllt markiert. Auf dem großen, unteren Bildschirm des 3DS XL geht das erstaunlich genau von der Hand, auf dem kleineren 3DS ist schon ein sehr ruhiges Händchen zum Ausfüllen ganzer Reihen gefragt. Alternativ können auch Buttons und Steuerkreuz genutzt werden, wobei sich diese Steuerungsart viel komplizierter und ineffektiver gestaltet.

 

Hardwaremäßig wird der 3DS nicht gerade an seine Grenzen gebracht, denn der 3D-Effekt wird nur sehr leicht für gelöste Rätsel genutzt. Die Pixelgrafiken sind zum Teil nur mit sehr viel Phantasie zu erkennen, denn wer könnte schon mit 5×5 Pixeln einen Wasserhahn darstellen?

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.

Fazit

Den Titel „Fortsetzung“ hat PICROSS e2 wahrlich nicht verdient, denn es ist im Endeffekt nur ein Rätsel-Pack im Stil des Vorgängers. Darüber kann auch der neue Micross-Modus nicht hinwegtäuschen, der zwar gut erdacht, aber leidlich langweilig umgesetzt wurde. Man muss aber auch bedenken, dass es letztendlich nur ein 5€-eShop-Spiel ist. Und wer schon immer auf Picross stand, wird auch dieses Spiel mögen. Für alle Puzzlespiel-Fans gibt es deshalb eine klare Kaufempfehlung.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

74%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

24.01.2013

Developer

Jupiter

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

5

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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