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Liberation Maiden

Shoot 'em Up

20.10.2012

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

In Japan in diesem Jahr als Spielesammlung mit dem Namen Guild01 veröffentlicht, erscheinen die drei Titel Liberation Maiden, Aero Porter und Crimson Shroud hierzulande einzeln und zwar als Download im eShop des 3DS. Das ergibt durchaus Sinn, haben die Spiele inhaltlich doch rein gar nichts miteinander zu tun und lassen sich so sicherlich besser vermarkten. Den Anfang machte vor einigen Tagen Liberation Maiden, das wir uns gleich mal gezogen und dann reingezogen haben. Hergestellt wurde es von Grasshopper Manufacture unter der Leitung von Suda 51, also den Machern von No More Heroes oder Lollypop Chainsaw.

 

 

Japan in 100 Jahren

 

Die Welt wird von einer bösen Macht namens Dominion unterdrückt. Japan gehört zu den letzten freien Völkern und organisiert den Widerstand. Extra dafür wurde die Staatsform neu strukturiert, mit einem starken Präsidenten an der Spitze. Als dieser von einem Attentäter erschossen wird, wird kurzerhand seine Tochter, Shoko Ozora, zum Vizepräsidenten ernannt. Gemeinsam mit ihrem Kampfrobotor Kamui geht sie gegen die feindlichen Stellungen vor, als das Dominion das kurze Machtvakuum nutzen will, um Japan zu okkupieren.

 

Erzählt wird die Geschichte mit Hilfe von einer sehr guten englischen Sprachausgabe sowie einigen wenigen, aber dafür tollen Anime-Sequenzen. Diese wurden produziert von dem Studio „bones“, die Fans von Animes durch Serien wie Darker than Black, Fullmetal Alchemist oder RahXephon kennen dürften. Gerade letzterem ist eine Nähe zu Liberation Maiden nicht abzusprechen.

 

 

Ballern mit gewissen Freiheiten

 

Liberation Maiden ist ein Shoot 'em Up, aber eher im Stile der offenen Level in Starfox und weniger im Stile eines Ikaruga. Ihr steuert Shoko in ihrem Kampfrobotor Kamui. Dabei könnt ihr relativ frei ein immer unterschiedlich großes Areal abfliegen. Ein Richtungspfeil führt euch zum nächsten Ziel. Aber oftmals lohnt es sich auch etwas vom direkten Weg abzuweichen, um Untermissionen zu finden und zu absolvieren.

 

Ihr kämpft dabei hauptsächlich gegen Bodenstellungen jeglicher Art wie Panzer, Laserkanonen, U-Boote oder Schiffe. Zwei Waffensysteme stehen euch dabei zur Verfügung: Missiles, mit denen ihr auch mehrere Ziele gleichzeitig anvisieren könnt sowie ein Laser. Je nach Gegnertyp eignet sich mal die eine, mal die andere Bewaffnung besser. Habt ihr genügend Treffer gelandet, dürft ihr eine Spezialwaffe auslösen, quasi eine fette Bombe, die so ziemlich alles in der näheren Umgebung ausradiert. Aber der übertriebene Waffeneinsatz nimmt auch Energie eures Schutzschildes weg, das euch umgibt. Also ist durchaus etwas Taktik gefragt.

 

In jeder Mission gilt es die so genannten "Conduit-Spikes" zu zerstören. Dies sind große Bohrkerne des Dominion, mit denen sie versuchen tief ins Erdinnere vorzudringen. Deren Ziel ist es, die Guardian Spirits, eine Macht, die für die Stärke Japans verantwortlich ist, anzuzapfen und die Energie abzusaugen. Neben kleineren Spikes gilt es am Ende in einer Art Endgegnerkampf, den großen, Hauptbohrkern zu vernichten.

 

Die Steuerung ist übrigens interessant gelöst. Ähnlich wie beispielsweise bei Kid Icarus Uprising zielt ihr auf eure Gegner via Fadenkreuz, das ihr über den Touchscreen bewegt. Dennoch bekommt ihr bei dem Spiel keine Krämpfe in den Händen, da hier nicht mit der L-Taste (dient hier zum seitwärts fliegen) geballert wird. Ihr schießt stattdessen ebenfalls mit dem Touchscreen. Haltet ihr den Touchpen gedrückt und fahrt mit dem Zielkreuz über mehrere Ziele, so werden die alle gleichzeitig ausgewählt. Nun den Stylus anheben und Kamui ballert. Natürlich könnt ihr euch Einzelschüsse abgeben, in dem ihr einfach auf den Bildschirm tippt. Das funktioniert soweit recht ordentlich.

 

 

Spieldauer und Wiederspielwert

 

Wie bei den meisten Shoot 'em Ups seid ihr auch bei Liberation Maiden recht flott durch. Nach etwa 90 Minuten solltet ihr den Abspann sehen. Aber ebenfalls wie die meisten Vertreter des Genres, bietet auch der Titel einen recht hohen Wiederspielwert. Da sind einmal die ganzen Untermissionen, die entdeckt werden wollen. Zudem gibt es drei Schwierigkeitsgrade, die nicht nur die Härte der Herausforderung definieren, sondern auch anscheinend mitbestimmen, welche Dinge ihr für eure Galerie, die zum Beispiel Artworks, Story-Erklärungen, Songs und Videos beinhaltet, freischaltet. Und natürlich könnt ihr auch auf Highscore-Jagd gehen. Um das zu vereinfachen, ist jede Mission nach dem ersten Spielen auch einzeln anwählbar.

 

 

Die audiovisuelle Umsetzung

 

Wie bereits zu Anfang geschrieben bietet das Spiel eine tolle Sprachausgabe. Aber auch der restliche Sound steht dem im Nichts nach. Unter der Leitung von Akira Yamaoka, der bereits Spiele wie Silent Hill vertont hat, entstand eine spannende Soundkulisse, untermalt von fetzigen Pop- und Rocksongs, teilweise mit Gesang. Auch die Grafik kann sich sehen lassen, wenn auch bei weitem nicht auf dem gleichen Niveau wie Sound und Musik. Dennoch läuft das Geschehen stets flüssig über den Bildschirm und alles ist recht detailliert dargestellt. Die Anime-Sequenzen spielen allerdings wieder in der höchsten Liga mit.

Fazit

Liberation Maiden ist ein spaßiges Shoot 'em Up, mit ein paar netten Ideen, ordentlicher technischer Umsetzung, einer tollen Soundkulisse und hochprofessionellen Anime-Sequenzen. Etwas mehr Feinschliff, mehr Abwechslung im Missionsdesign und ein vielleicht etwas geringer Preis und schon wäre das Spiel in ganz hohe Wertungsregionen vorgedrungen. So bleibt es für Fans ein Muss, für alle anderen immer noch einen Blick wert. Gerade wenn ihr auf japanischen Kram steht!

Grafik

ok

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

77%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

05.10.2012

Developer

Grasshopper Manufacture

Publisher

Level-5

Nintendo Points

8

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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