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Dillon’s Rolling Western

Sonstiges

18.03.2012

Autor: Arne Schreiber

 

 

Keep rollin‘ rollin‘!

 

Mit Dillon‘s Rolling Western steht im eshop des Nintendo 3DS ein herausfordernder Titel zum Download bereit. Es handelt sich dabei um ein Tower Defense-Spiel. In diesem Genre geht es darum, dass man seine Basis, Schloss, Turm, oder Stadt vor dem Angriff feindlicher Truppen beschützt. Auch hier ist es die oberste Prämisse. Unser Held, das Gürteltier Dillon muss mit Hilfe seiner Rollattacke und seinen Klauen den gefährlichen Steinwesen, die Grocks, den Garaus machen. Diese Wesen haben es nämlich auf das Vieh der Siedlungen abgesehen und wenn alle Tiere verspeist sind, heißt es Game Over.

 

 

3 Tage Zeit

 

Das Spiel unterliegt einem 3 Tage-Rhythmus. Jeder der 10 Level ist auf diese Art und Weise aufgebaut. Der Beginn kann recht holprig sein, da es nicht wirklich ein Tutorial gibt, dass einem jeden kleinsten Schritt erklärt. Selbst ist der Spieler. Ihr steuert, oder besser rollt, Dillon per Schiebepad und mit dem Stylus holt ihr Schwung. Eure Aufgabe tagsüber ist es zunächst, euch auf den kommenden Ansturm der Grocks bestmöglich vorzubereiten. Das beinhaltet, dass ihr Gras fürs Vieh erntet, in Ruinen versteckte Gegenstände erhascht und in Minen verschiedene Mineralien sammelt. Diese lassen sich verkaufen, oder in den Bau eines Schutztores investieren, das gegnerische Attacken abwehren kann. Mit dem Geld lassen sich aber auch Gegenstände wie einen Heiltrank kaufen und das wichtigste ist sicherlich, die Moneten in die Abwehrtürme zu investieren. Da ist guter Rat teuer, denn wenn ihr ein Level zum ersten Mal spielt, hat man nicht selten gerade einmal dafür Geld, an einem Tag zwei Türme aufzurüsten.

 

Auch muss man sich entscheiden, welche Art Bewaffnung der Turm erhalten soll. Mit der Shotgun lassen sich Gegner effektiv aus nächster Nähe aufs Korn nehmen, der Nachteil ist jedoch der geringe Radius. Die Gatling Gun feuert aus allen Rohren und deckt dabei ein weites Feld ab, ist aber im Vergleich deutlich schwächer. Die dritte im Bunde ist die Kanone, die weit entfernte Ziele effektiv aufs Korn nimmt. Nachteil hier sind die hohen Anschaffungskosten. Man hat also die Qual der Wahl und das macht den Reiz der Angelegenheit aus. Von daher muss der Spieler sich darauf einlassen, Rückschläge einzustecken, sodass ein Level eventuell von vorne begonnen werden muss. Aber das zeigt im Grunde nur, dass die falsche Taktik ausgewählt wurde.

 

Zurück zum Spielablauf. Ist ein Tag vorbei (die Länge eines Tages variiert, abnehmend ab dem zweiten Tag), startet der Angriff der Grocks. Nun ist von Nöten den Touchscreen im Auge zu behalten, denn hier ist eine Übersichtskarte abgebildet und so habt ihr das Geschehen im Blick und könnt so am besten auf das reagieren, was auf euch zukommt. Ohne zu viel verraten, kommt es vor allem auf folgende Frage an: Schaffen es die Türme der einen Front die Gegner auszuschalten, sodass ich mich auf der anderen Seite des Gebietes aufhalten kann, um andere Gegner abzufangen?

 

Trefft ihr auf einen Gegner, gelangt Dillon in den Kampfbildschirm. In diesem Areal gilt es dann in der Regel mehrere Grocks auszuschalten. Dabei stehen euch eure Klauen und eure Rollattacke zur Verfügung. Die Klauen setzt ihr ein, indem der Touchscreen berührt wird, wenn Dillon gerade den Gegner nach einer Rollattacke erwischt hat. Mit der Zeit wird eure Ausrüstung immer besser, was wiederum den Nachteil mit sich bringt, dass sie zu Bruch geht und immer wieder neu eingekauft werden muss. Bessere Ausrüstung ist aber jedoch in den späteren Level unverzichtbar. Habt ihr die gegnerischen Horden abgewehrt, ist der Tag vorbei und ihr ruht euch im Saloon des Dorfes aus.

 

Hier könnt ihr Aufträge annehmen, die Geld einbringen, wenn diese erfolgreich abgeschlossen werden, oder kauft neue Ausrüstung an. Geht ihr zu Bett, startet der nächste Tag und die Prozedur startet wieder von Neuen. Ihr repariert beschädigte Türme, sammelt Gras und Mineralien ein. Die Minenstandorte und die des Grases unterscheiden sich von Tag zu Tag, so ist es also nicht möglich, immer die gleiche Route zu nehmen. Schließt ihr den dritten Tag erfolgreich ab, ist das Dorf gerettet und ihr zieht zum nächsten weiter. Insgesamt 5 Sterne lassen sich per Level verdienen, beim ersten Mal ist es nie möglich, alle 5 auf einmal zu holen. Somit liegt die Spielzeit bei 20 Stunden und mehr, was für den Preis von 10 Euro sehr ordentlich ist. Spielt man einen Level erneut, dann ist es möglich, Geld von seinem Konto einzusetzen. Mit mehr Geld in der Tasche lassen sich schon zu Beginn mehr Türme errichten, was wiederum die Kampfphase deutlich verkürzt und das führt wiederum zu einer besseren Bewertung.

 

 

Mit zunehmender Dauer wachsen die Ansprüche

 

Der Schwierigkeitsgrad zieht von Level zu Level stetig an. Das Terrain wird anspruchsvoller (größer, mehrere Wege zu euer Siedlung, Schlamm etc.) und vor allem die Gegner werden gemeiner und widerstandsfähiger. Da wären zum Beispiel die Grocks, die auf steinernen Motorrädern fahren und dementsprechend schnell unterwegs sind. Sie lassen sich kaum durch den Beschuss von Türmen aufhalten, sodass Dillon den Job übernehmen muss. Was aber tun, wenn gleich mehrere der Höllenbiester auf eurer Dorf zu brettern? Auch gemein sind die Felsenwesen mit Springfunktion. Wie eine Sprungfeder hüpfen sie herum und können sogar Höhenunterschiede wettmachen, sodass sie auf einmal vor euren Toren stehen und diese auch mühelos überwinden können. Die Kämpfe werden ebenfalls anspruchsvoller, fast jeder Gegner bedarf einer bestimmten Taktik, vielen muss zunächst ausgewichen werden, bevor man sie kontern kann.

 

 

Technisch sehens- und hörenswert

 

Die Grafik hat seinen Charme, der 3D Effekt ist gelungen und vermittelt ein gutes Gefühl von räumlicher Tiefe. Die Musik untermalt das Geschehen gekonnt und lässt Western Feeling aufkommen. Ein paar mehr Songs hätten aber schon gut getan.

Fazit

Dillon’s Rolling Western ist ein kurzweiliges und anspruchsvolles Erlebnis. Es dauert zwar etwas bis ihr die Steuerung verinnerlicht habt und auch das Spielprinzip wiederholt sich, dennoch macht das Spiel die gesamte Zeit über Spaß und darauf kommt es letzten Endes an. Das liegt vor allem an dem befriedigenden Gefühl, wenn eine Taktik aufgeht und eine Herausforderung gemeistert ist. Wer Freude an dieser Art von Spielen empfindet, kann bedenkenlos zu Dillons rollendem Abenteuer zugreifen. Für einen zweiten Teil wäre ein Koopmodus eine tolle Erweiterung, aber auch bereits jetzt ist das Abenteuer eine runde Sache.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

super

80%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

22.02.2012

Developer

Vanpool

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

10

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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