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Mighty Switch Force

Jump 'n Run

12.06.2012

Autor: Mario Kablau

 

 

Eliteeinheit jagt Schwerverbrecher!

 

Wie bei fast allen Download-Spielen ist auch bei diesem Action Jump ‘n Run die Geschichte sehr schnell erzählt: Die Hooligan Sisters, eine Horde weiblicher Schwerverbrecher, entkommen der Justiz und es obliegt der kybernetischen Friedensoffizierin Patrica Wagon, sie wieder einzufangen. Wie man sich schon denken kann, schlüpft der Spiele in eben diese Rolle.

 

Wir begleiten sie durch insgesamt 16 (+5, dazu später mehr) Levels mit 2,5 Dimensionen und müssen dort jeweils die fünf Mitglieder der Hooligan Sisters einfangen, die sich verstecken und Chaos anrichten. Dazu hat Patricia einige Hilfsmittel zur Verfügung: Zum einen den Pellet Shooter, ihre Standardwaffe, mit der sie die meisten Gegner einfach so aus dem Weg räumen kann. Zum anderen der Siren Helmet, das wichtigste Instrument im Kampf gegen ihre Gegner. Warum? Eins nach dem anderen.

 

Man bewegt Patricia mit dem Steuerkreuz oder dem Schiebepad und springt mit dem B-Knopf. Gefeuert wird mit der Taste Y. Hält man X gedrückt, kann man sich in der Umgebung umsehen. Dabei unterstützt auch der Hooligan Tracker, ein Radar auf dem unteren Bildschirm, das anzeigt, wo sich ungefähr die nächste Hooligan Sister befindet. Je näher man am Ziel dran ist, desto genauer wird die Anzeige. Man läuft und springt also durch die zweidimensionale Welt und muss die bösen Weiber einfach nur berühren, um sie wieder einzusperren. Hat man alle eines Levels gefunden, erscheint Corporal Gendarmor und bringt die Heldin zurück zur Basis.

 

Der Kniff ist jedoch, dass man die Ziele nicht einfach so erreichen kann, sondern dazu die Kraft des Helmes braucht. Durch einen Druck auf A, L oder R „switcht“ man die Welt und bisher im Hintergrund liegende Blöcke springen nach vorne, während die bisher vorne liegenden im Hintergrund verschwinden. Natürlich gilt das nicht für die gesamte Welt, sondern nur für bestimmte Blöcke. So arbeitet man sich nach und nach weiter durch die ersten Levels vor.

 

Es kommen jedoch auch relativ schnell weitere Features hinzu. Zunächst wären da lila Boxen, die wie eine Waschmaschine aussehen. Wenn sie sich im Hintergrund befinden und man dann switcht während Patricia genau davor ist, dann wird sie in die angezeigte Richtung geschossen, bis sie auf ein Hindernis trifft. Bestimmte kann (und muss) man natürlich auch rechtzeitig in den Hintergrund schieben, damit sie vorbei kommt. Aber Vorsicht: Holt man etwas in den Vordergrund, während sie genau davor ist, wird sie zerquetscht und man muss am letzten Checkpoint weitermachen.

 

Später gibt es noch Wechselblöcke in zwei Farben, die man auch einloggen kann. Wenn man nämlich switcht, während man auf z.B. einem roten Block steht, dann kommen zwar alle blauen raus, die roten verschwinden aber nicht. So kommt auch eine taktische Komponente hinzu, denn oft muss man die Farben erst richtig einstellen, bevor man das nächste Ziel überhaupt erreichen kann.

 

 

Zeit ist alles!

 

Während man anfangs noch relativ schnell ein Level schaffen kann, dauert es später auch mal gut und gerne fünf oder mehr Minuten. Wohlgemerkt in dem Durchgang, in dem man den Level dann letzten Endes schafft, was so gut wie nie der erste Versuch sein dürfte.

 

Patricia hat nämlich nur drei Herzen, sind die verbraucht, dann helfen alle Checkpoints nichts und man muss ganz von vorne anfangen. Herzen kostet es zum Beispiel, von einem Gegner berührt zu werden, in eine Tretmine zu laufen oder sich von einer Plattform selbst zu zerquetschen. Unterwegs findet man zum Glück jedoch hin und wieder so genannte Heart Drives, die ein Herz zurück bringen.

 

Nur, wenn man also wirklich vorsichtig ist, schafft man einen Level auch bis zum Ziel. Doch man muss auch schnell sein, denn es gibt eine Zeitvorgabe, die man aber zum Glück nicht einhalten muss. Wirklich geschafft hat man das Spiel aber erst, wenn man alle 16 Levels innerhalb der vorgegebenen Zeit schafft. Und das ist alles andere als einfach, ich habe zum Beispiel für einen Level mal über 5 Minuten gebraucht, die Zielvorgabe war 1:35. Knapp daneben, würde ich sagen.

 

Doch alles ist machbar. Man muss die Levels nur einfach immer und immer wieder spielen und den optimalen Weg finden und ihn sich einprägen. Dann kann man die Zeiten schlagen, teilweise sogar recht locker. Aber versteht mich nicht falsch, das ist alles andere als leicht. Es erfordert Geschicklichkeit, Geduld und Nerven wie Drahtseile. Aber es macht durchaus Spaß und so bietet das Spiel trotz nur 16 Levels eine ganze Menge Spielspaß. Ganz zu schweigen davon, dass es schon nicht einfach ist, die letzte 2-3 Levels überhaupt zu schaffen.

 

Traumhaft ist, dass Way Forward etwa ein halbes Jahr nach dem Release fünf neue Levels kostenfrei dazu gepackt hat. Jeder Besitzer der Software kann sich im eShop das Update herunterladen, das auch noch eine weitere, sinnvlle Funktion ergänzt: Den Button "Wiederholen" im Pausenmenü, so dass man nicht immer zurück ins Hauptmenü muss, wenn man einen Level neu starten will. Da die fünf Levels es auch wirklich in sich haben und mal eben dem Umfang um fast 1/3 erhöhen, wird das natürlich in der Bewertung deutlich berücksichtigt. Und wer weiß, vielleicht kommen ja bald noch mehr dazu.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Grafisch ist Mighty Switch Force erste Sahne. Die verschiedenen Darstellungsebenen sehen ausnahmslos top aus und auch die Animationen und Effekte können sich sehen lassen. Es stimmt einfach alles, vom Hintergrund bis in den aus der Konsole herausragenden Vordergrund. Okay, den gibt’s natürlich mit nur mit nach oben geschobenem 3D-Regler, was ich aber sehr empfehlen kann. Gerade die Wechsel der Blöcke von vorne nach hinten und umgekehrt kommen so viel besser zur Geltung, aber auch alles andere wirkt viel plastische und lebhafter.

 

Der Sound ist ebenso positiv, die Musik ist schnell, passend und bleibt im Kopf. Auch die Geräusche sind ganz cool, wobei der Wechselsound des Helmes doch irgendwann leicht zu nerven beginnt. Aber gut, den hört man auch so an die 28 Trillionen Mal während des Spiels.

 

An der Steuerung habe ich nichts zu bemängeln, auch wenn ich die Tastenbelegung nicht ganz intuitiv finde. Gerade am Anfang ist es mir oft passiert, dass ich mit A schießen wollte und mich stattdessen selbst zerquetscht habe. Ändern kann man die Belegung leider nicht, daher muss man sich dran gewöhnen. Vielleicht liegt es aber auch einfach nur an mir. Und nach einer Weile passierte es mir dann auch kaum noch, es lässt sich also in den Griff kriegen. Davon unabhängig ist die Steuerung wie gesagt gut.

Fazit

Neben der tollen Technik bietet Mighty Switch Force fesselndes Gameplay und einen für 6 Euro ordentlichen Umfang, vor allem da Way Forward Anfang Juni bereits fünf Bonuslevel kostenfrei dazu gepackt hat. Wirklich zu bemängeln habe ich nur, dass man die Levels oft von vorne beginnen muss. Gerade wegen der Zielzeit macht das vor allem spätere Levels einfach nur schwer, ohne jedoch wirklich Sinn zu machen. Wenn man einmal stirbt, kann man die Zielzeit eh nicht mehr erreichen, wieso also die Lebenszahl auf drei Herzen reduzieren? Anyway, das Spiel macht Spaß, fordert ordentlich und sieht gut aus. Viel mehr kann man sich nicht wünschen. Daher empfehle ich: Unbedingt herunterladen!

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

89%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

22.12.2011

Developer

Way Forward

Publisher

Way Forward

Nintendo Points

6

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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