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Reviews: 3DS eShop

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Steel Empire

Shoot 'em Up

07.01.2016

Autor: Mario Kablau

 

 

David gegen Goliath!

 

Die Silberkopf-Republik ist eine von vielen Feinden des Motorhead Imperiums. Dieses hat nämlich Krieg mit allen benachbarten Staaten angefangen, mit dem Ziel der totalen Herrschaft. Nur die tapferen Soldaten und emsigen Forscher der Republik sind in der Lage, das zu verhindern. Das Schlachtschiff Imamio Sturm ist die große Hoffnung der Welt, denn diese ultimative Waffe der Republik könnte in der Lage sein, es mit den Truppen des Imperiums aufzunehmen.

 

Während sind das große Schiff ums Grobe kümmert, schlüpft der Spieler in die Haut eines einzelnen Soldaten und kämpf in einem klassischen Shoot ‘em Up entweder im Zeppelin Zappellon oder in der Propellermaschine Etopirica gegen die Feinde. Die beiden Schiffe unterscheiden sich dabei natürlich leicht. Während das Flugzeug etwas wendiger ist und bei Angriffen auch Bomben in Richtung Boden wirft, konzentriert der Zeppelin sein Feuer auf Luft-Ziele und kann mehr aushalten.

 

Das Spiel findet dann in einer Seitenansicht statt, man kontrolliert sein Fluggerät durch das Steuerkreuz oder das Schiebepad und feuert mit Y und A. Während A Schüsse nach rechts, also in Blickrichtung, abfeuert, sorgt Y für Schüsse nach hinten. Mit B lassen sich die sehr stark begrenzten, aber sehr mächtigen Bomben einsetzen, die alle Feinde auf dem Bildschirm sowie alle Hindernisse mit einem Schlag zerstören. Hiervon ausgenommen sind natürlich die zahlreichen Endgegner.

 

In insgesamt sieben Missionen muss man als Silberkopf-Soldat gegen das Imperium antreten und dafür sorgen, dass die Menschheit nicht unterjocht wird. Kein leichter Auftrag, zumindest in den höheren Schwierigkeitsgraden. Während es in „einfach“ wirklich noch sehr einfach ist, wird es in „normal“ schon etwas schwerer, bleibt aber auch für Genre-Anfänger wie mich machbar. Ab „schwer“ muss ich dann passen. In der höchsten Stufe „hart“ bin ich dann maßlos überfordert.

 

Es stürmen Gegner-Massen aus allen Richtungen auf das Schiff zu und müssen zerstört werden. Eine Mission ist geschafft, sobald der Endgegner besiegt ist. Diese sind für mich das Highlight des Spiels, denn anders als das andere Kanonenfutter braucht man hier wirklich eine gute Taktik und den perfekten Mix zwischen angreifen und ausweichen. Dabei muss man immer den unteren Bildschirm im Auge behalten. Dort sieht man, wie viel Energie das Schiff noch hat. Diese kann man aber zum Glück durch spezielle Items aufladen. Ebenso lassen sich weitere Bomben und Geld einsammeln, das am Ende zu Punkten für den Highscore umgewandelt wird. Toll finde ich, dass man die Schiffe auch upgraden kann. Findet man drei spezielle Items, dann steigt das Fluggerät einen Level auf und wird stärker. Sowohl Abwehr als auch Angriff werden bei jedem Sprung leicht verbessert. Außerdem gibt es noch ein „Unterstützer“-Item. Dann wird das Schiff von zwei Drohnen begleitet, die zusätzliche Feuerkraft hinzufügen.

 

Es ist also kein stupides Geballer, sondern wirklich durchdacht und bietet viele Dinge, die das Gameplay auflockern. Im Herzen ist es aber ein ganz klassisches Shoot ‘em Up mit allen Vorzügen und Nachteilen des Genre. Letzteres ist vor allem der Umfang, aber dazu später mehr.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Die Grafik ist in die Jahre gekommen, das merkt man. Es handelt sich bei der 3DS-Umsetzung des ursprünglichen Mega Drive-Titels aus dem Jahre 1992 zwar nicht um einen einfachen Port – den gab es auf dem GBA vor 10 Jahren auch schon, sondern um ein echtes Remake. Die Grafik wurde leicht aufpoliert und es wurde ein sehr guter 3D-Effekt hinzugefügt. Das unterstützt den Steampunk-Stil mit vielen Ebenen im Vorder- und Hintergrund sehr gut.

 

Akustisch ist mir das Spiel etwas zu einfach. Die zwar eingänglichen Melodien sind leider viel zu kurz und irgendwie auch sehr stereotypisch. Es klingt genau wie ich die Musik für ein solches Spiel machen würde. Da ich aber weder Ahnung noch Talent für so etwas habe, ist das an dieser Stelle mal kein Lob. ;-)

 

Die Steuerung funktioniert super, gibt ja auch nicht viel zu tun. Die Schüsse stehen auf Dauerfeuer, man kann Y oder A also einfach gedrückt halten und dabei „gemütlich“ den gegnerischen Angriffen ausweichen. Lediglich, dass die Bomben auf B liegen, stört mich etwas. Ich hätte hierfür lieber eine Schultertaste gehabt, da man im Eifer des Gefechts schnell mal beim Wechsel von A nach Y oder umgekehrt auch B treffen kann, was dann eine der sehr seltenen Bomben zum Einsatz bringt.

 

Der Umfang ist wie schon erwähnt, eine der typischen Schwächen des Genres. Das Spiel ist darauf ausgelegt, in kurzer Zeit durchgespielt zu werden, damit man es dann nochmal machen kann, um seinen Highscore zu verbessern. Ein Durchgang benötigt ungefähr eine Stunde, nach drei Durchgängen und einem gescheiterten Versuch auf der höchsten Stufe war ich aber durch. Ich hatte das Gefühl, alles gesehen zu haben und war auch auf der Highscore-Liste schon ganz oben angekommen. Es gab für mich keinen Anreiz mehr. Hier hätten sich die Entwickler mehr einfallen lassen müssen, Online-Leaderboards zum Beispiel.

 

Eine gute Idee hingegen finde ich die „Errungenschaften“. Dabei handelt es sich um ein schickes 3D-Bild, das aus 20 Puzzleteilen besteht. Jedes Teil wird sichtbar, wenn man die dahinterliegende Aufgabe erfüllt, also zum Beispiel einen Level abschließen, das Spiel auf einem bestimmten Schwierigkeitsgrad schaffen oder einen hohen Punktestand zu erreichen. Da es aber drei Herausforderungen gibt, die ich nie werde erfüllen können (zum Beispiel auf der höchsten Stufe durchspielen, ohne aufzuleveln, Bomben zu benutzen und abgeschossen zu werden), reichen mir die 16 freigelegten Teile, denn so toll ist das Bild dann auch nicht. ;-)

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Steel Empire ist ein gelungenes Shoot ‘em Up, dem man die fast 25 Jahre nicht wirklich anmerkt, da es schon damals viele heute immer noch moderne Features zu bieten hat. Der schicke 3D-Effekt ist außerdem eine gelungene Ergänzung. Insgesamt bietet es aber von allem zu wenig: Abwechslung, spannende Geschichte, Umfang, einzigartige Features. Deshalb ist es unterm Strich „nur“ ein durchschnittliches Spiel, auf dem 3DS aber auf jeden Fall spielenswert, wenn man das Genre in 2D mag und Titan Attacks schon kennt.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

70%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

17.12.2015

Developer

Teyon

Publisher

Teyon

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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