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Reviews: 3DS eShop

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Xeodrifter

Action

10.07.2015

Zum Video-Test

 

Autor: Mario Kablau

 

 

Gestrandet im Weltall!

 

Wir wissen alle, dass eine ganze Menge passieren kann, wenn man so ganz alleine mit seinem Raumschiff in den Weiten des Universums unterwegs ist. Blöd, wenn man mal kurz zum Handy greift, um eine interstellare Nachricht zu verschicken und dadurch übersieht, dass der Komet da vorne rechts einem die Vorfahrt nehmen will. Bums, schon ist es passiert: Der Komet knallt voll in die hyperaktiven Turbodüsen und eine Kettenreaktion bringt den Warpkern zum Schmelzen. Ehe man sich versieht, ist man gestrandet und kommt ohne neuen Warpkern nicht mehr so recht vom Fleck.

 

So oder so ähnlich mag sich die Geschichte abgespielt haben, die dazu geführt hat, dass unser namenloser Held in Xeodrifter in einem fremden System strandet. Wie für ein Retrospiel üblich, wird die Geschichte nicht in den Vordergrund gestellt, sondern mit wenigen Bilder und noch weniger Worten erzählt. Fakt ist, dass wir fest sitzen und einen neuen Warpkern brauchen. Zum Glück tun es die Sensoren des Schiffes noch und es konnten auf den vier Planeten in unmittelbarer Umgebung noch mehrere Energiesignaturen erfasst werden, hinter denen sich ein Warpkern verbergen könnte.

 

Also cruisen wir kurzerhand mit Impulsantrieb zum ersten der vier Planeten und beamen uns rüber. So beginnt die Suche nach dem Weg nach Hause!

 

 

Einsam wie Samus!

 

Und plötzlich geht es mir wie Samus Aran. Alleine auf einem fremden Planeten und keine Ahnung, was zu tun ist. Also sehe ich mich in klassischer 2D Sidescrolling-Manier ein wenig um, stelle aber schnell fest, dass es an vielen Stellen nicht weiter geht. Ich kann nicht tauchen, einige Bereiche sind viel zu hoch, um per Sprung erreicht zu werden. Und so wähle ich den einzigen Weg, der mir mit meinen Mitteln offen steht. Dabei treffe ich schon auf den einen oder anderen Gegner, den ich mit meiner Energiepistole ins Jenseits befördere. Aber dabei muss ich aufpassen, denn ich halte selbst nur zwei gegnerische Treffer aus, nach einem dritten finde ich mich kurze Zeit später in meinem Raumschiff wieder. So, als wäre all das nur ein böser Traum gewesen, den ich nun erneut durchleben muss.

 

Aber ich bin vorsichtig und komme nach kurzer Zeit in einen engen Raum. Dort fällt auf einmal ein Monster von der Decke, das gleich auf mich losgeht. Ich weiche aus, so gut es geht, brauche aber nicht wenige Versuche, um zu verstehen, wann das Monster welchen Angriff loslässt. So erwache ich auch hier einige Male wie aus einem bösen Traum, finde mich nun aber auf wurdersame Weise jedes Mal direkt vor dem engen Raum wieder. Gefühlt sterbe ich etwa 50 Mal, bevor ich es schaffe, das Monster ins Jenseits zu befördern. Was für ein Gefühl, es endlich geschafft zu haben, auch wenn das Viech mich selbst schon viel häufiger besiegt hat. Ob es wohl auch kurz danach irgendwo aufwacht und es noch mal versuchen darf?

 

Jedenfalls hinterlässt es mir etwas, allerdings leider keinen Warpkern. Das wäre auch zu einfach gewesen. Nein, ich bekomme ein kleines U-Boot, mit dem ich mich nun auch unter Wasser fortbewegen kann. Aber zuerst eile ich zurück zu meinem Schiff und speichere meinen Fortschritt in diesem Logbuch.

 

Dann sehe ich mich auf dem zweiten Planeten um und nutze meine neuen Möglichkeiten. Im Laufe der Zeit treffe ich immer wieder auf enge Räume mit diesem gruseligen Monster, das jedes Mal neue Tricks auf Lager hat. Doch zum Glück werde auch ich stärker. An gut versteckten Orten finde ich Upgrades, die dafür sorgen, dass ich mehr Treffer aushalten kann. Außerdem finde ich seltsame Teile, die es mir ermöglichen, meine Waffe zu verstärken. Ich kann mich selbst entscheiden, ob ich schneller schießen will, mehr Schaden machen möchte oder meine Schüsse streuen will. Cool, was mein Anzug so alles drauf hat.

 

Diese Belohnungen regen mich dazu an, jede Ecke genau zu untersuchen. Ich weiß schließlich nicht, was mich im nächsten engen Raum erwartet und da ist es besser, gut vorbereitet zu sein. Mit jedem gruseligen Monster, das ich besiege, erhalte ich neue Möglichkeiten. Ich kann mich per Knopfdruck plötzlich auf eine andere Ebene teleportieren oder durch einen anderen Knopfdruck so schnell rennen, dass selbst Lavafelder kein Hindernis mehr sind.

 

Aber wer weiß, ob ich es jemals schaffe, tatsächlich einen neuen Warpkern zu finden und was ich dazu noch alles durchmachen muss...

 

 

Technik und Steuerung!

 

Grafisch ist die Reise, durch die wir den namenlosen Helden begleiten quasi perfekt. Perfekt, was 8bit angeht. Nicht nur der Held selbst, die Umgebungen und die Monster sehen richtig schön retro aus, sondern es passt auch alles zusammen. Gepaart mit dem tollen 3D-Effekt, der Vorder- und Hintergrund sauber trennt, entsteht ein tolles optisches Gesamtpaket. Der 3D-Effekt ist vor allem auch wegen des Wechsels der Ebene so wichtig. An bestimmten Stellen kann man nämlich einfach in den Hintergrund springen und so neue Bereiche erkunden. Das wird durch die Darstellung in 3D perfekt unterstützt. Aber natürlich ist und bleibt der 8bit-Stil Geschmackssache, die nicht wirklich viel vom 3DS abverlangt.

 

Akustisch ist es ebenso gelungen, wenn man auf retro steht. Es ist nicht ganz so mystisch und ruhig wie in Metroid, aber Xeodrifter ist insgesamt auch etwas flotter als die Reihe, die bestimmt als Vorlage gedient hat.

 

Die Steuerung ist genauso wie sie sein soll: knackig und direkt. Man bewegt den Helden in der Ansicht von der Seite entweder per Steuerkreuz oder mit den Schiebepad und setzt Waffen und diverse Extras mit den Tasten ein. Kompliziert wird es hier und da nur, wenn das Spiel viel auf einmal vom Spieler verlangt. Zum Beispiel muss man mal im Vordergrund über ein Lavafeld rennen, dann im Lauf in den Hintergrund wechseln, dabei Gegner besiegen und vor dem Ende des hinteren Lavafeldes wieder nach vorne springen, um dann schnell zu bremsen, damit man nicht in einen gefährlichen Gegner läuft.

 

Gerade in solchen Momenten ist es hilfreich viel Energie zu haben, denn wie oben im Logbuch schon zu lesen ist, kann man nur im Schiff speichern. Stirbt man also nach 20 Minuten harter Arbeit kurz vor dem nächsten Endgegner, dann muss man noch mal da durch. Hab ich schon erzähllt, dass man nur extrem selten überhaupt seine Energie aufladen kann? Neben einer Möglichkeit, direkt vor einem Endgegner gibt es nur sehr wenige, gut versteckte Energiereserven.

 

Zuletzt noch ein paar Worte zum Umfang: Ich habe etwa 5 Stunden gebraucht, um 100% zu erreichen. Das bedeutet, alle Extras zu finden (es gibt 12 Energieupgrades und 12 Waffenupgrades) und das Spiel zu schaffen. Damit bietet es für 8,99 Euro nicht gerade einen üppigen Umfang, aber Qualität geht auf jeden Fall über Masse. Trotz vieler potentieller Frustmomente am Anfang macht es dauerhaft großen Spaß, sich durch die vielseitige Welt zu ballern, Extras zu suchen und die leider sehr ähnlichen Endgegner zu plätten.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Insgesamt kann ich jedem Fan von Metroid und / oder 8bit-Spielen Xeodrifter uneingeschränkt empfehlen. Wenn es schon Nintendo selbst nicht hinkriegt, die Metroid-Reihe gescheit zu versorgen, dann braucht es eben ähnliche Spiele, die ein vergleichbares Spielerlebnis bieten. Probiert es also einfach mal aus, mein Gütesiegel hat es. Wenn ihr euch noch genauer informieren wollt, dann schaut euch am besten auch noch meinen oben verlinkten Video-Test an, da seht ihr noch genauer, ob das Spiel etwas für euch ist.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

81%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

18.06.2015

Developer

Renegade Kid

Publisher

Renegade Kid

Nintendo Points

9

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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