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Reviews: 3DS eShop

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Mario vs. Donkey Kong: Tipping Stars

Puzzle

30.03.2015

Zum Video-Test

Autor: Mario Kablau

 

 

Mario gegen Donkey Kong die 1.263.

 

Wie allgemein bekannt sein dürfte, hat der Charakter Super Mario seinen Ursprung bei Donkey Kong gehabt. Damals noch als Jumpman, musste er eine holde Maid aus den Fängen des Affen retten. Dieses Konzept hat Nintendo vor ein paar Jahren wieder ausgegraben und ausgeschlachtet. Auf quasi allen Systemen kamen zuletzt Spiele der Mario vs. DK-Reihe heraus und sie waren alle mehr oder weniger gleich. DK entführt Pauline, Mario schickt seine Minis los, um sie zu befreien. Anfangs war ich begeistert vom Konzept, irgendwann war ich ermüdet und dann hart Nintendo etwas ganz Neues probiert. Das war aber leider so weit weg vom Original, dass es mir auch nicht gepasst hat. Nun ist ein neues Spiel im eShop für Wii U und Nintendo 3DS erschienen, das zurück zu den 2D-Wurzeln geht.

 

Fast ganz ohne Geschichte – mehr als ein kurzes Entführungs-Bild ist zum Einstieg nicht drin – gehen die Minis wieder auf Jagd nach DK. Wobei die Jagd eher sprichwörtlich gemeint ist, denn ihre Aufgabe ist es, in jedem Level das Ziel zu erreichen. Insgesamt gibt es im Hauptspiel 48 Levels in sechs Welten und dazu noch 16 Extralevels und 24 Bonusaufgaben. Das Spielprinzip ist in fast allen Aufgaben exakt gleich. Man hat einen oder mehrere Minis auf dem Bildschirm und die laufen los, sobald man sie mit dem Touchpen einmal angetippt hat. Dann geht es darum, sie zum Ziel zu lotsen.

 

Hierfür hat man verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, die man ebenfalls mit dem Touchpen setzen kann. So zum Beispiel rote Trägerplattformen, die man an vorgegebenen Stellen einzeichnen kann, damit die Minis einen anderen als den normalen Weg gehen. Daneben kann man auch Warp-Röhren an verschiedenen Stellen platzieren, Laufbänder oder Treppen malen und vieles mehr. Diese Hilfsmittel muss man so einsetzen, dass alle Minis kurz nacheinander ins Ziel kommen. Sobald der erste nämlich dort ist, schließt sich die Tür irgendwann. Wenn bis dahin nicht alle durch sind, ist man gescheitert. Ebenso hat man versagt, wenn einer der Minis durch einen Gegner oder ein Hinweis kaputt gemacht wird.

 

Ein bisschen Abwechslung abseits der Vielseitigkeit der Levels und Umgebungen gibt es auch noch. Manchmal hat man in einem Level nicht nur eine Tür, sondern für bestimmte Minis, also Mario, Peach, Toad usw. jeweils eine eigene Tür, so dass man jeden zu seinem eigenen Ziel führen muss. Außeredm gibt es Levels, in denen die Tür verschlossen ist und nur ein Mini hat den Schlüssel. Der muss dann logischerweise zuerst das Ziel erreichen, um aufzuschließen. In den anderen Levels ist die Reihenfolge dagegen egal. Zuletzt gibt es noch Levels, wo ein Mini von einem Feind besessen ist. Den muss man dann erst platt machen und kann das ins Ziel.

 

Doch man muss nicht nur einfach ins Ziel kommen, es gibt in jedem Level noch verschiedene Münzen zum Einsammeln. Nur wenn man alle einsammelt und das Ziel möglichst schnell erreicht, gibt es am Ende einen Goldpokal. Mit diesen schaltet man die Bonusaufgaben frei, das letzte Level bekommt man erst zu sehen, wenn man wirklich alle anderen mit Goldpokal abgeschlossen das. Die Extralevels schaltet man nach dem Hauptspiel automatisch frei, kann aber immer nur eins nach dem anderen spielen, also auch innerhalb einer Welt nicht springen.

 

 

Der Baukasten!

 

Schon bei früheren Spielen dabei, dieses Mal aber noch besser umgesetzt ist der Baukasten. In dem kann man eigene Levels ganz einfach bauen und diese mit der Welt teilen. Das ist an sich keine große Sache, macht aber riesigen Spaß, da man nicht nur selbst kreativ sein kann, sondern von anderen Leuten neue Levels bekommt.

 

Das Bauen geht ganz leicht von der Hand. Man wählt einfach das entsprechende Bauteil aus und platziert es per Touchpen auf dem Bildschirm. Dabei ist jedoch die Auswahl der Teile am Anfang sehr begrenzt und man braucht Sterne, um weitere Teile zu kaufen. Zum einen bekommt man Sterne im Hauptspiel: Für einen Bronzepokal gibt es einen, für einen Silberpokal zwei und für einen Goldpokal drei. Auf diesem Wege sind also maximal 264 Sterne möglich, um alles freizuschalten braucht man aber wesentlich mehr. Das teuerste Einzelteil im Shop kostet etwa 5.000 Sterne.

 

Deshalb kann man weitere Sterne von anderen Spielern erhalten, das funktioniert nach dem altbekannten und beliebten Schneeball-Prinzip. Man spendet Sterne und erhält dafür selber welche. Durch die Spenden werden auch Stempel für Miiverse-Beiträge freigeschaltet. Ebenso kann man Sterne erhalten, in dem man User-Level in der Community spielt. Die Wege sind also zahlreich und fördern die Motivation. Wenn man selbst mit den ganz coolen Teilen etwas bauen will, dann muss man dafür erst mal selbst fleißig sein und zeigen, dass man es drauf hat.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Die Technik ist gewohnt gut. Dadurch, dass man das Spiel quasi nur auf dem GamePad spielt und den Fernseher eigentlich gar nicht braucht, profitiert das Auge kaum von der schicken, hochaufgelösten Grafik. Das ist aber kein Problem. Gut ist, dass die sechs plus zwei plus drei Welten thematisch sehr verschieden sind und es somit genug Abwechslung gibt. Wenn man dann doch den Fernseher anmacht, dann sieht man dort den ganzen Level im Überblick, während größere Umgebungen auf dem GamePad nur im Auszug angezeigt wird und man sich mit dem Steuerkreuz oder den Analogsticks umsehen muss. Die Akustik ist auch gelungen, aber in meinen Ohren nicht mehr ganz so toll wie früher. Einige der älteren Melodien liegen mir noch immer in den Ohren, das gelingt Tipping Stars nicht.

 

Die Spielzeit ist ganz in Ordnung, ich habe etwa vier Stunden für die 48 Levels gebraucht. Die 40 danach sind etwas aufwändiger, da die in der Regel nicht so schnell gelöst werden können. Der Hauptfokus liegt aber sowieso klar aus den Levels der Community und hier ist die Spielzeit quasi unendlich also gibt es keinen Grund zur Klage. Wer sich auf die vielen und teilweise extrem guten Levels einlassen will, der hat mit Mario vs. Donkey Kong auf der Wii U / auf dem Nintendo 3DS eine ganze Menge Spielspaß zu erwarten.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Mario vs. Donkey Kong Tipping Stars ist ein gutes Spiel, das an die Klasse der älteren Titel der Reihe auf jeden Fall ran kommt. Die Kritik bleibt aber dieselbe: Es ist zu wenig Neues in den Spielen, vielmehr bietet jeder neue Teil einfach nur mehr Levels nach Schema F. Da der Fokus dieses Mal jedoch sehr deutlich auf den Community-Möglichkeiten liegt, ist das in Ordnung. Fans der Reihe können also bedenkenlos zugreifen, egal ob auf der Wii U oder dem Nintendo 3DS.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

20.03.2015

Developer

NST

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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