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Reviews: 3DS eShop

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Gunman Clive 2

Action

03.03.2015

Autor: Christian Kohls

 

Das kommt mir so bekannt vor

 

Wer Gunman Clive gespielt hat, wird sich beim zweiten Teil sofort zurecht finden, aber auch neue Spieler haben sich schnell mit dem Spiel vertraut gemacht. Im Prinzip habt ihr nur das Schiebepad, um die Spielfigur zu bewegen und einen Sprung- und Angriffsknopf.

 

Zu Beginn habt ihr die Auswahl zwischen drei spielbaren Charakteren: den namensgebenden Clive, der typische Westernheld mit einer Pistole, die Dame der Runde, Ms. Johnson, die in der Luft wie Peach in Super Mario Bros. 2 ein wenig schweben kann, oder Chieftain Bob, den Indianer, der keinen Revolver sondern einen Speer als Waffe besitzt und somit in den Nahkampf gehen muss. Die Charaktere spielen sich so unterschiedlich, dass man durchaus mehrere Durchläufe des Spieles angehen kann. Clive ist der Ausgewogene, MS. Johnson hat es dank ihrer Schwebetechnik etwas leichter und Chieftain Bob sollte erst nach einmaliger Beendigung des Spiels angegangen werden.

 

Hat man sich für einen Charakter entschieden, so wird man direkt in das Spiel geworfen. Eine Miniszene zu Beginn des Spiels zeigt, wie ein riesiger Panzer den Saloon zerstört und flüchtet. Euer Held macht sich nun auf dem Weg, den Panzer zu zerstören. Mehr Story gibt es nicht und ist auch nicht nötig für ein Jump and Run.

 

Die Reise erstreckt sich über insgesamt fünf Welten, mit jeweils vier Leveln und einen Endkampf. Insgesamt erwarten einen also 25 Herausforderungen. In den Leveln gibt es klassische Jump and Run Kost, die aber gut umgesetzt ist. Neben normalen Fallgruben und verschiedenen Gegnern erwarten euch auch schon mal Plattformen mit verschiedenen Gravitationen, Dinosaurier, der Ritt auf Pandabären oder Minendrasinen. Wie auch im Vorgänger bietet das Spiel eine ganze Menge Abwechslung und man bekommt das Gefühl, ständig mit neuen Herausforderungen konfrontiert zu werden. Manchmal hinterlassen Gegner Upgrades für eure Waffen, mit denen ihr entweder Dreierschüsse abfeuert oder besonders starke Kugeln verschießt. Besonders bei den teils echt gut designten Endgegnern sind diese eine große Hilfe.

 

Neben den klassichen Leveln gibt es nun auch einige Passagen, in denen man auf einem Flugobjekt fliegt oder auf einem Pony reitet. In diesen geht es in Starfox-Manier darum, das Ende des Abschnittes zu erreichen. Man kann dabei die herankommenden Gegner auch unter Beschuss nehmen. Leider kann man außer steuern und schießen nichts anderes machen, wodurch diese Passagen leider etwas Potenzial liegen lassen. Warum kann ich keine Barrelroll machen, um Projektilen auszuweichen?

 

Auch wenn das Spiel für seinen Preis sehr abwechslungsreich ist, so hat es doch eine entscheidene Schwäche: die Spielzeit. Mit Clive, mit dem ich das Spiel begonnen habe, war ich auch dem mittleren Schwierigkeitsgrad nach ca. einer Stunde durch. Man sollte sich also bewusst sein, dass die eine Stunde Spaß macht, aber das Spiel sonst nur durch die anderen Charaktere an Wiederspielwert gewinnt, es gibt keine sammelbaren Items oder Ähnliches.

 

 

Präsentation

 

Gunman Clive 2 präsentiert sich in einem Stil, der an Skizzenzeichnungen erinnert. Die vorherrschenden Farben sind dadurch auch Brauntöne. Den 3D-Effekt des Spiels muss man doch eher als schlecht bezeichnen. Die Welt wirkt wenig plastisch, was eventuell daran liegt, dass es neben dem Hintergrund immer nur eine Ebene gibt auf der man sich bewegt.

 

Musikalisch versucht sich das Spiel dem Westernklischees anzupassen. Je nach Umgebung werden aber auch Einflüsse der jeweiligen Welt eingebaut. So gibt es eine japanisch angehauchte Welt, in der dann der Flair durch die Musik mitgetragen wird.


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Fazit

Gunman Clive 2 ist in vielen Belangen wie sein Vorgänger. Es bietet für einen sehr geringen Preis ein solides Jump and Run mit viel Abwechslung, aber wenig Inhalt. Auch die verschiedenen Charaktere können nicht über die geringe Spielzeit von gerade einmal einer Stunde hinweg täuschen. Was man innerhalb dieser Stunde erlebt, ist aber wirklich toll, besonders die Endgegner konnten mich überzeugen. Wenn man also ein kleines Spiel für Zwischendurch zu einem niedrigen Preis sucht, kann man mit der Gunman Clive-Reihe und insbesondere dem zweiten Teil wenig falsch machen.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

gut

73%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

29.01.2015

Developer

Hörberg Productions

Publisher

Hörberg Productions

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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