Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: 3DS eShop

< zurück

Crazy Construction

Puzzle

03.01.2015

Autor: Mario Kablau

 

Häuser bauen mal anders!

 

Wenn man ein Haus bauen will, dann setzt man üblicherweise Stein auf Stein oder man gießt Mauern, sofern man nicht mit Holz oder anderen Baustoffen arbeitet. Bei Crazy Construction läuft es aber völlig anders ab. Es fallen verschiedene Dinge vom Himmel, die man geschickt stapeln muss, bis man die vorgegebene Höhe erreicht hat. Alle Baustoffe, mit dabei sind Autos, Schreibtische, Pylonen, Hanteln, Stühle, Kisten und mehr. Diese bewegt man mit dem Steuerkreuz oder Schiebepad nach links oder rechts und dreht sie mit den Tasten A und B, während sie langsam zum Boden gleiten. Von dort aus muss man dann möglichst geschickt stapel, damit der Turm hält, bis man das Ziel erreicht hat.

 

Es geht also nicht nur darum, alles irgendwie zu stapeln, sondern dabei auf die Schwerkraft zu achten. Außerdem muss man Baupunkte sammeln, ein Level kann immer erst dann erfolgreich beendet werden, wenn man auch hier die Mindestzahl erreicht hat. Einfach nur ein paar Kisten übereinander stapeln geht also nicht. Und runterfallen sollte möglichst auch nichts, denn dafür bekommt man Baupunkte abgezogen und gleichzeitig Strafpunkte gut geschrieben. Wenn die Strafleiste voll ist, ist man gescheitert.

 

Im Laufe der Zeit kommen in der Geschichte, die aus 10 Kapiteln mit verschiedenen Herausforderungen besteht, weitere Schwierigkeiten hinzu. Zum Beispiel Gewitterwolken, die die Baustoffe nicht berühren dürfen, sonst stürzen sie unkontrolliert ab. Oder Windböen, die die Baustoffe durch die Gegend pusten. Oder Wurmlöcher, die die Baustoffe einsaugen und dafür etwas anderes wieder ausspucken. Außerdem ist der Boden nicht immer eben. Abhängig vom Erfolg im vorherigen Level, ist der Boden einfach, normal oder schwer. Er ist dann entweder ganz eben, hat Löcher oder sogar steile Stellen, die man berücksichtigen muss.

 

Zum Abschluss jedes Kapitels wartet noch eine Art Bosskampf. Hier baut man gegen einen Feind der Haruno Construction Company, für die man arbeitet. Der Boss wirbelt dann hin und wieder das Geschehen durcheinander, indem die Steine schneller fallen, sich auf einmal andersrum drehen oder sogar überhaupt nicht mehr drehen lassen.

 

Man braucht also Geschicklichkeit, Bautalent und Geduld, um das Spiel zu schaffen. Unterm Strich ist es trotz der Geschichte, die sehr abstrus erzählt wird, ein mehr oder weniger normales Puzzlespiel, das aber an manchen Stellen wirklich frustrierend sein kann. Da man innerhalb eines Kapitels nicht speichern kann, muss man die vier oder mehr Aufgaben immer am Stück spielen – keine gute Idee für ein Handheld-Spiel. Außerdem ist es seltsam, dass Unglück oder Unvermögen bei einer Aufgabe dafür sorgen, dass die nachfolgende deutlich schwerer wird. Wer kein Naturtalent ist, der wird die Aufgaben wieder und wieder spielen müssen, denn bei den Bossen in jedem Kapitel muss man nicht nur Können beweisen, sondern auch noch Glück bei den zufällig erscheinenden Baustoffen haben, um es schaffen zu können. Ein Beispiel: Wenn der Boden drei große Lücken aufweißt, man aber die ganze Zeit nur Baustoffe kriegt, die zu klein sind, um die Lücken zu schließen, dann ist es fast unmöglich, die Aufgabe fehlerfrei zu meistern.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Grafisch gewinnt Crazy Construction keinen Blumentopf. Die Hintergründe sind sehr detailarm und wiederholen sich oft. Die Baustoffe sehen in jedem Level gleich aus und auch die Hindernisse sind nicht besonders überzeugend. Und wenn dann noch ein 3DS-Spiel ohne 3D daher kommt, fragt man sich schon, was das soll. Vor allem, weil es hier aufgrund der Weitsicht in luftigen Höhen sogar nicht sinnvoll gewesen wäre. Musikalisch ist es ähnlich mau, es gibt in den Aufgaben genau ein Musikstück, das schon nach wenigen Minuten nervt, da es kaum eine Minute lang ist und in Endlosschliefe gespielt wird. Die Soundeffekte sind ebenso öde, insgesamt ist die Technik also echt schwach.

 

Die Steuerung ist in Ordnung. Mit dem Steuerkreuz jedoch etwas zu indirekt – da die Bewegung erst nach und nach schneller wird – und mit dem Schiebepad etwas zu direkt, da die Bewegung nicht fein kontrolliert werden kann. Gut finde ich, dass man nicht nur mit A und B die Baustoffe drehen kann, sondern auch mit den beiden Schultertasten. Dass der Touchscreen absolut nicht unterstützt wird, ist zwar nachvollziehbar, aber auch irgendwie komisch. Vor allem im Menü konnte ich mich daran nicht gewöhnen.


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Unterm Strich ist Crazy Construction also ein höchstens durchschnittliches Puzzlespiel, das zwar aufgrund der Story einen interessanten Ansatz bietet, aber viel zu viel Frustpotential hat. Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, warum das Spiel schwerer wird, wenn man selbst schlecht spielt oder Pech hat. Die Technik ist dazu wirklich schwach, vor allem die Musik nervt einfach nur. Dass man ein paar Stunden damit verbringen kann – bzw. muss, weil man alles so oft spielen „darf“ – ist kein wirkliches Trostpflaster. So ist Crazy Construction wirklich nur für absolute Puzzlespiel-Junkies zu empfehlen, alle anderen machen einen weiten Bogen um den 20 Euro teuren Download.

Grafik

schwach

Sound

sch...

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

50%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

23.10.2014

Developer

G-Style

Publisher

Joindots

Nintendo Points

20

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


Aktuell auf 10doTV

10do Show

März-Ausgabe: Switch - Erste Eindrücke

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes