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Reviews: 3DS eShop

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Phoenix Wright: Ace Attorney Trilogy

Adventure

29.12.2014

Autor: Julian Richter

 

Erheben Sie sich!:

 

Viele Spieler hat Ace Attorney über die Jahre überzeugt, doch leider kam es in Deutschland nie richtig zur Geltung. Dies dürfte allen vor auch daran liegen, dass die Teile so verdammt schwer zu bekommen sind und dazu noch ziemlich teuer verkauft werden. Mit der „Ace Attorney Trilogy“ ist es den Fans der Serie und denen die es noch werden wollen nun möglich, alle drei Spiele für einen erschwinglichen Preis im eShop herunterzuladen. Die Spiele sind allesamt vollständig in englischer und japanischer Sprache spielbar – für Deutsch hat offenbar die Zeit oder Lust gefehlt, zumal die Tonspuren und Übersetzungen ja eigentlich vorhanden gewesen wären – aber wer der englischen Sprache mächtig ist, dem sollte in dieser Sammlung nichts fehlen (außer vielleicht Apollo Justice).

 

Vom ersten Teil ist die adaptierte DS-Version enthalten, in welcher ein zusätzlicher fünfter Fall eingefügt wurde. Dieser hat mich persönlich allerdings immer sehr genervt, da er gefühlt genauso lang ist, wie alle vier vorherigen Fälle zusammen und dazu noch mit vielen Features vollgepackt wurde, die auch wirklich nur in diesem Fall auftauchen und in keinem anderen der Trilogie wieder.

 

Im Startmenü kann man zu Beginn auswählen, welchen Teil der Reihe man gern spielen möchte. Danach kann man entscheiden, ob man ein neues Spiel starten, oder ein bereits bestehendes fortsetzen möchte. Ein nettes Feature ist ebenfalls das Speichern innerhalb der Gesichtsverhandlungen, sodass man vorm Ausführen einer Handlung schnell sichern kann, um bei einem Fehlschlag zu der Stelle zurückzukehren. Somit wird einem eine Menge Frustration erspart und das Spiel zieht sich nicht so endlos hin. Generell ist die Spielzeit für ein Spiel sehr lang, wenn man sich wirklich alle Dialoge anhört und die Gerichtsakte studieren muss, um Hinweise über mögliche Widersprüche zu finden. Die Sammlung verspricht daher eine unwahrscheinlich lange Spielzeit.

 

 

Das Böse ist immer und überall:

 

Ace Attorney erzählt die Geschichte eines jungen Anwalts namens Phoenix Wright, welcher sich eine glänzende Anwaltskarriere aufbaut, indem er äußerst raffiniert um die Ecke denkt und somit schier hoffnungslosen Situationen entkommt und die verstricktesten Fälle aufklärt. Seine Hauptaufgabe bestünde eigentlich nur darin, seine Mandanten zu verteidigen und einen Freispruch für diese zu erwirken, doch schafft er es auch gleichzeitig immer, während seiner Ermittlungen, die wahren Täter zu entlarven.

 

Zum Erwirken eines Freispruchs stehen ihm pro Fall drei Tage zur Verfügung, die sich in Gerichts- und Ermittlungstage aufteilen. Der Beginn eines Tages wird mit der Suche nach Hinweisen und Konversationen mit diversen Zeugen, Angehörigen und Verdächtigen eingeleitet und endet mit der Verhandlung vor Gericht. Vor Gericht kommen nun die Hinweise und Gegenstände zum Einsatz, die während der Ermittlungen gefunden wurden sowie die Zeugen, mit welchen man zuvor gesprochen hat. Jene Zeugen werden vom leitenden Staatsanwalt zur Aussage gebeten und anschließend von Phoenix Wright ins Kreuzverhör genommen, denn unglücklicherweise haben Zeugen die Angewohnheit, nicht gänzlich die Wahrheit zu sagen und sich oftmals in Widersprüche zu verwickeln. Diese Widersprüche gilt es zu seinem Vorteil zu nutzen und dem Fall eine Wendung zu geben.

 

Manchmal genügt es bereits, die Zeugen in einzelnen Aussagen anzugreifen, um sie zu einer Korrektur zu bringen, doch meistens benötigt es Beweise, um ihnen ihre Fehler aufzuzeigen. Doch Vorsicht! Stimmt der Richter nicht mit eurem Einspruch überein, wird er euch bestrafen. Phoenix kann sich bloß eine bestimmte Menge an Fehltritten erlauben, bis er nicht mehr angehört wird und der Fall zugunsten der Staatsanwaltschaft gegessen ist. Von daher ist es von essentieller Wichtigkeit, wirklich genau zu überlegen, ob es Sinn macht, eine bestimmte Aussage zu beanstanden.

 

 

Steuerung:

 

Gesteuert wird hauptsächlich mit dem Stylus. Während den Ermittlungen hat man vier verschiede Aktionsmöglichkeiten. „Sprechen“, insofern eine Person vor einem steht, „Präsentieren“, wenn man einer Person etwas zeigen oder einen Gegenstand benutzen möchte, „Bewegen“, um die Ortschaft zu wechseln und „Untersuchen“, um die momentane Szene nach Hinweisen abzusuchen. Diese Interaktionen erlauben es, während den Ermittlungen voranzuschreiten. Selbst, wenn diese Steuerung anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, kommt man schnell damit klar.

 

Im zweiten und dritten Teil kommt ein neues Feature dazu, dass sich „Psychische Blockade“ nennt. Personen verschließen gewisse Informationen damit vor Phoenix, symbolisiert durch Ketten und rote Schlösser. Je mehr Schlösser auftauchen, desto stärker die Blockade. Sobald man in Besitz des so genannten Magatama-Steins ist, kann man die psychischen Blockaden lösen, wenn man die Betroffenen mit korrekten Beweisen konfrontieren kann. Ähnlich wie im Gericht, wird man auch in solchen Situationen beim Vorzeigen eines falschen Beweises bestraft, was bei zu häufigem Vorkommen zum Spielende führt.

 

Vor Gericht sieht es fast genauso aus. Allerdings kommt man hier entweder nur in den Kreuzverhören zu Wort, oder wenn der Richter einen etwas fragt. Während eines Kreuzverhörs hat man die Möglichkeit, durch alle getroffenen Aussagen durchzublättern und zu überlegen, inwiefern sie widersprüchlich sein könnten. Mächte man nähere Informationen zu einer bestimmten Aussage, so kann man diese entweder durch Antippen von „Press“ oder der linken Schultertaste angreifen. Alternativ kann man auch „Y“ gedrückt halten und „Hold it!“ ins Mikrofon brüllen.

 

Ist man sich absolut sicher, eine Aussage anhand eines Beweises zu beanstanden, so wählt man in der Gerichtsakte gewünschten Beweis aus und drückt „Present“ oder die rechte Schultertaste. Hier bietet sich alternativ wieder an, „Y“ zu drücken und „Objection!“ ins Mikrofon zu brüllen. (Hinweis: Wird man nach Beweisen gefragt, brüllt man statt „Objection!“ „Take that!“)

 

 

Grafik und Musik:

 

Gegenüber der ursprünglichen Grafik, ist die 3DS-Grafik der Spiele wesentlich schärfer und ansehnlicher. Der zusätzliche 3D-Effekt ist zwar ganz nett, aber nicht unbedingt das größte Gut der Sammlung. Große optische Unterschiede sind im Kern nicht vorhanden, die alten Grafiken sind lediglich schärfer gezeichnet. An Musik und Stimmen wurde nichts geändert. Die Hintergrundmusik untermalt die Stimmung noch immer recht gut und schafft es Spannung aufzubauen und zu halten. Jedoch werden oftmals die gleichen Soundeffekte oder Musikstücke für verschiedene Situationen verwendet, das ist zwar schade, aber nicht störend.

 

 

Vielen Dank an Capcom für das Testmuster.


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Fazit

Die „Phoenix Wright: Ace Attorney Troligy“ ist ihr Geld auf jeden Fall wert. Ihr bekommt hier für wenig Geld eine grafisch verbesserte Version aller drei Phoenix-Wright-Klassiker, die inhaltlich nicht bemängelt werden können. Ein netter 3D-Effekt entzückt das Auge zusätzlich. Das Gameplay, die Stories, die Musik und die Stimmen sind vollständig enthalten und unverändert. Was man lediglich bemängeln könnte, wäre das Fehlen der deutschen Synchronspur und Bildschirmtexte, die ja eigentlich vorhanden sind und nur hätten eingesetzt werden müssen. Zur Perfektion reicht es nicht ganz, da der vierte Teil der Serie: „Apollo Justice: Ace Attorney“ nicht enthalten ist. Hätte dieser noch seinen Platz in dieser Sammlung gefunden, wäre es ein monumentales Stück Videospielgeschichte gewesen, so ist es aber immerhin eine Empfehlung für Fans und die, die es noch werden wollen!

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

super

80%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

11.12.2014

Developer

Capcom

Publisher

Capcom

Nintendo Points

30

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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