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Reviews: 3DS eShop

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Spielend Englisch lernen

Sonstiges

03.10.2014

Autor: Julian Richter

 

Do you speak English?

 

„Spielend Englisch lernen“ ermöglicht es dem Spieler durch interaktive Möglichkeiten den Einstieg in die englische Sprache zu erleichtern. Man wählt hierzu aus mehreren Übungen die gewünschte aus und bearbeitet sie. Die Übungen sind in einzelne Schwierigkeitsgerade unterteilt, die von eins bis sechs reichen und jeweils umfangreichere Aufgaben enthalten. Hat man sich für eine Schwierigkeitsstufe entschieden, so bekommt man zwei bis drei Themen mit jeweils sechs verschiedenen Aufgaben präsentiert, die es abzuarbeiten gilt. Diese Aufgaben haben wiederum eine bestimmte Anzahl an Schritten, die einzeln abgeschlossen und belohnt werden.

 

Das Belohnungssystem beläuft sich auf Sterne, Stempel und Abzeichen. Sterne erhält man nach Absolvierung eines jeden Schrittes innerhalb der Aufgaben. Jeder Stern setzt auch gleichzeitig ein Puzzleteil frei, welche bei Komplettierung einer Aufgabe ein Bild entstehen lassen. Stempel erhält man ebenfalls bei der Vervollständigung einer kompletten Aufgabe. Allerdings bekommt man Stempel auch für einen Levelabschluss, regelmäßiges Spielen und sogar seinen Geburtstag. Für die Abzeichen muss man am meisten schuften, denn diese erhält man nur, wenn man Aufgaben wiederholt und wiederholt. Denn mit jeder Wiederholung erhält man neue Vokabeln und Regeln in Form von Spielkarten. Hat man genügend Karten gesammelt, erhält man ein Abzeichen, welches sich bei Sammeln weiterer Karten stets vergrößert. Anfangs ist es klein und blau und schlussendlich nach viel Fleiß und Arbeit groß und golden. Gesteuert wird ausschließlich mit dem Touchpad, da bloß Dinge auf dem Bildschirm angetippt werden müssen, um vorwärts zu kommen.

 

 

Zwischen Kindergarten und Oberstufe

 

Nachdem man es durch den, zugegebenermaßen etwas unübersichtlichen Wald an Möglichkeiten geschafft hat, um eine Aufgabe zu beginnen, stößt man bereits auf erste Verwunderung. So bestehen die ersten Aufgaben schlicht und ergreifend darin sich Laute anzuhören – das war's. Man tippt lediglich Bilder an und hört sich (nicht an wie das auf dem Bild zu sehende auf Englisch heißt) sondern, welche Geräusche es macht. Anschließend soll man auf einem Bild gehörte Geräusche zuordnen und schlussendlich noch selbst nachmachen. Bei einem Löwen oder einem Hund schön und gut, aber versucht mal ein schnurloses Telefon, eine Waschmaschine oder das Ausgießen von Wasser stimmlich nachzuahmen. Da kam ich mir doch schon leicht veralbert vor.

 

Was mir im Nachhinein allerdings auffiel, waren die einleitenden Sätze zu jeder Aufgabe, die ohne Untertitel und ohne Übersetzung in professionellstem Englisch heruntererzählt wurden. Da frag ich mich doch, welches Kind das verstehen soll? Zumal der Schwierigkeitsgrad der geschilderten Aufgaben wohl deutlich eingrenzt, welches Publikum damit erreicht werden soll. Zwar werden die Sätze sehr langsam und deutlich gesprochen, aber ich meine, wenn ich noch nie ein Wort russisch verstanden habe, nutzt es mir auch nichts, die Sätze langsam und deutlich gesprochen zu hören.

 

Diese Diskrepanz wird auch im nächsten Level weitergeführt. Man bekommt zunächst Buchstaben vorgelesen, muss diese danach selbst aussprechen und dann Worte mit diesen Buchstaben in einem Bild finden und zuordnen. Wieder alles auf Englisch erklärt. Danach allerdings erhält man als Aufgabe sich Geschichten anzuhören, sie nachzusprechen, Worte daraus zu schreiben und dann noch Fragen dazu zu beantworten. Diese Geschichten haben zwar Untertitel, aber man kann doch einem Kind von vier bis sechs Jahren keine ellenlange Geschichte vorlesen, schon gar nicht auf Englisch, und dann erwarten, dass es noch Fragen dazu beantworten kann. Zumal die Antworten teilweise so ellenlang sind, dass man selbst als Erwachsener, bzw. Englischsprachiger erst mal schauen muss, was nun tatsächlich zutrifft. Ich gehe davon aus, dass dieses Spiel zusammen mit einem Erwachsenen gespielt werden soll, da man nach den Sprachübungen eine Box gezeigt bekommen, in der man bestätigen muss, ob ein Wort oder Satz richtig ausgesprochen wurde. Möchte man keine Fragen beantworten bietet einem das Spiel ebenfalls reale Magazine auf Englisch an, welche nicht ausgedachte Geschichten und reale Bilder enthält. Liest man natürlich als Kind sehr gern, solche Illustrierten, vor allem fremdsprachige.

 

Als letzte Option werden einem ebenfalls Lieder angeboten. Zu diesen kann man sich ebenfalls den Text anschauen, wenn man denn weiß, wo der Sänger gerade ist. Wo ich auch wieder eine Schwierigkeit sehe, denn woher soll ein kleines Kind wissen, was der Sänger gerade singt und wo das nun steht. Natürlich sind Lieder eine hervorragende Art um eine Sprache und vor allem einen Akzent oder Dialekt beizubringen, aber auch dafür setze ich ein gewisses Sprachverständnis voraus.

 

 

Volume 1 bis 3

 

Tatsächlich kommt dieses Spiel nicht als großes Ganzes, sondern wird geteilt in drei Parts, die allesamt die gleichen Übungen beinhalten, diese nur umfangreicher gestaltet sind. Jeder Version liegt die Möglichkeit bei, Streetpass zu verwenden und dadurch Briefe zu erhalten. Bis auf die Tatsache, dass man in diesen Briefen Tipps und Tricks fürs bessere Englischlernen erhält habe ich keinen Sinn darin gefunden Streetpass während des Spielens zu aktivieren, zumal es schwierig sein dürfte, an jemandem vorbeizulaufen der dieses Spiel gerade im Standby-Modus hat. Einmal habe ich es wohl geschafft, da ich zwei Briefe erhalten habe, die nicht vom Spiel selbst beabsichtigt waren. Es muss wohl auch eine Möglichkeit geben, alle drei Versionen zu verknüpfen, denn das Stempelbuch, welches in der ersten Version voll ist, ist in der zweiten plötzlich wieder leer, obwohl es dieselben Einträge hat.

 

Während Volume 1 zu Anfang eine ziemlich verwirrende aber dennoch vorhandene Aufgabe bereithält, wiederholen Volume 2 und 3 lediglich das, was bereits im zweiten Level von Volume 1 behandelt wurde. Es kommt nichts Neues mehr hinzu, es wird einfach nur noch wiederholt, was so gesehen doch etwas unverschämt ist, denn man lernt dadurch die Aussprache einiger Vokabeln, aber Sätze bilden kann man am Ende (wenn man soweit kommt) dann trotzdem nicht.

 

 

Grafik und Musik:

 

Die Illustrierungen in diesem Spiel sind einfach und kindgerecht gehalten. Sie erinnern ein bisschen an die Zeichnungen im Englischbuch der ersten Klasse, die wir alle wahrscheinlich noch kennen. Auch die musikalische Untermalung ist sehr fröhlich, motivierend und kinderfreundlich. Man merkt ganz deutlich, für welche Zielgruppe dieses Spiel konzipiert wurde, da es einem sowohl optisch, als auch musikalisch unterstrichen wird.


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Fazit

„Spielend Englisch lernen“ ist ein Spiel, das deutlich hervorhebt, welche Zielgruppe damit erreicht werden soll. Dies wird sowohl optisch, musikalisch als auch teilweise inhaltlich dargestellt. Was die Aufgabenbewältigung angeht, kann ich nur sagen: Für die Zielgruppe Kindergarten bis Grundschule nicht geeignet. Für Teenager oder Erwachsene zur Weiterbildung? Nicht geeignet. Zwar wird hier versucht einen mehr als nur geringen Einstieg in die englische Sprache zu bieten, allerdings sind die Aufgaben für ein Kind, ohne jemanden der der englischen Sprache mächtig ist nebendran, nicht zu bewältigen. Und mehr als die Aussprache einiger, meine Meinung nach auch viel zu schwerer, Vokabeln lernt man in dieser Spielreihe nichts. Wer reinschnuppern möchte, der kauft sich nur Volume 1, denn dies beinhaltet alles, was Volume 2 und 3 noch einmal separat zur Wiederholung anbieten.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

super

Spielspaß

sch...

39%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

12. September 2014

Developer

IE Institute

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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