Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: 3DS eShop

< zurück

escapeVektor

Action Adventure

07.02.2013

Autor: Lukas Strübig

 

 

Zu Vektoren bin ich sehr positiv eingestellt. War ich nämlich ein ziemlich schlechter Mathematik-Schüler in der Oberstufe, war es neben dem sehr positiven Lehrerwechsel genau dieses Thema, das mir erlaubte zu glänzen und daher verdanke ich es Vektoren, dass ich gerade in Mathe meine einzige 1 in der ganzen Oberstufe geschrieben habe.

 

Aber genug von mir, escapeVektor ist ein Spiel und kein Unterricht und genau dies ist kurioserweise die große Schwäche dieses eShop Titels.

 

 

Von Vektoren und Flucht

 

Wer nicht weiß was Vektoren sind: Im Prinzip sind es einfach nur Pfeile mit einer bestimmten Richtung und Länge, die die Berechnung geometrischer Figuren vereinfachen. Weil es so einfach ist, mit Vektoren zu rechnen sind sie es auch, die zur Berechnung von 3D-Modellen eingesetzt werden. Ja genau, jedes drei dimensionale Spiel besteht im Grunde nur aus Vektoren, weshalb es eigentlich eine naheliegende Idee ist, ein Spiel um Vektoren handeln zu lassen.

 

In escapeVektor findet man sich im Inneren einer bösartigen CPU wieder, die Menschen gefangen hält. Einem von ihnen muss man bei der Flucht helfen, indem man ihn an den Sicherheitsanlagen der CPU vorbei schleust und einen Ausgang findet. Das Spielprinzip besteht also daraus, ein einfaches Gitternetz entlang zu fahren. Hat man jede Strecke vollendet, öffnet sich ein Ausgang und man kommt ins nächste Level.

 

Da dies allein natürlich total langweilig ist, gibt es bestimmte Sicherheitsanlagen zu umgehen: So gibt es Balken, die eine vorgegebene Linie abfahren, Pfeile, die sobald sie den Spieler entdecken ihn so lange verfolgen bis sie irgendwie zerstört werden und Laserschranken, die sich nur nach Passieren eines Schalters kurzzeitig öffnen. Dies alles vor dem Hintergrund, dass die CPU eine gewisse Zeit braucht um den Spieler innerhalb eines Levels ausfindig zu machen, ist diese Zeit abgelaufen sind alle Gegner alarmiert und jagen dem Spieler noch schneller hinterher. Ein Treffer bedeutet den Tod, weshalb man sehr dankbar für Hilfsmittel wie Bomben ist, die einem kurzzeitig Gegner vom Hals halten und einem Boost, den man vor allem braucht, um die Laserschranken schnell genug zu passieren.

 

escapeVektor ist ein Oldschool Trial and Error Spiel, man stirbt schnell, steigt schnell wieder ein und schafft ein Level selten beim ersten Mal. Das Problem dabei ist, dass dem Spiel zu Beginn Geschwindigkeit fehlt, unglaublich langsam schleicht man die Vektoren entlang, boostet sich teilweise durch ein ganzes Level und wird daher weniger durch geschicktes Leveldesign, als mehr durch Langeweile oder Ungeduld zu Fehlern verleitet. Hält man dies durch, steigt die Geschiwindigkeit zum Glück in späteren Leveln, doch von Anfang an schafft es escapeVektor nicht, den Spieler in seinen Bann zu ziehen.

 

Das Ganze wäre noch zu verkraften, wenn nicht über allem die Steuerung der Nummer 1 Grund für das Scheitern des Spielers wäre. Die Eingabe ist sehr strikt und es passiert zu oft, dass man den richigen Zeitpunkt für die Eingabe des Abbiegens verpasst, die lässt sich damit umgehen, dass man schon vor dem Abbiegen in die Richtung drückt in die man steuern will, in hecktischen Situationen hilft einem dies aber kaum. Auch sind andere Entscheidungen sehr fragwürdig, warum kann ich nicht anhalten? Und warum zu Teufel muss ich die R-Taste ständig gedrückt halten um die Kamera in die einzige Position zu rücken, in der sie Sinn macht?

 

Solche relativ kleinen Makel können groß werden, wenn das Spielprinzip an sich nicht besonders vielseitig oder komplex ist. In ihrer Einfachheit haben Spiele wie escapeVektor eigentlich nur das Argument der guten Spielbarkeit, und die ist hier leider nicht gegeben.

 

 

Grafik und Sound

 

Auch technisch ist das Spiel sehr einfach gehalten, was aber bei der Grundidee nicht besonders überraschend sein dürfte. Die Levels bestehen aus Vektoren vor einem farbigen Hintergrund, die Hauptufgur ist ein einfacher Pfeil, die Gegner selbst Striche oder Pfeile. Abwechslung gibt es optisch daher nur in Form verschiedener Farben und komischerweise geht dieses Konzept auf. Eigentlich ist es recht einfach, denn wenn man die letzten zehn Minuten nur Blau gesehen hat, ist man ganz froh dass jetzt auf einmal alles Grün ist oder Rot. Es mag nicht besonders aufwändig oder beeindruckend sein, aber zumindest ist es optisch erfreulich.

 

Ähnlich sieht es da auch bei der Musik aus. Der Sound ist elektronisch und futuristisch, man fühlt sich wirklich wie in einer technischen Welt, gefangen in einer CPU. Der Twist ist, dass sich die Musik je nach Lage ändert: Im Normalfall ist sie ruhig und entstpannend, werden Gegner auf den Spieler aufmerksam, kommen leises Rauschen und Roboterstimmen aus dem Hintergrund hinzu, ist die Zeit abgelaufen, ertönen Signalgeräusche und der Takt wird schneller.


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

escapeVektor ist um ein einfaches Prinzip gebaut, und leider ist es schon zu einfach, zu basisch. Dies könnte durch schnelles Gameplay und eine gute Steuerung ausgeglichen werden, wird es aber nicht. Es ist schade sowas über ein so offensichtlich ambitioniertes Projekt zu sagen, doch mir fiele tatsächlich niemand ein der escapeVektor irgendeinem anderen Spiel vorziehen würde, dafür ist es am Ende des Tages leider doch zu langweilig.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

schwach

Spielspaß

schwach

45%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

20.12.2012

Developer

Nnooo

Publisher

Nnooo

Nintendo Points

8

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


Aktuell auf 10doTV

10do Show

März-Ausgabe: Switch - Erste Eindrücke

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes