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Reviews: 3DS eShop

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Super Mario Bros. 2: Lost Levels

Jump 'n Run

20.01.2013

Autor: Bastian Bunzeck

 

 

Zum Anfang ein kleiner Exkurs in die Geschichte der Videospiele: Ende 1983 ging es der Videospiel-Industrie schlecht. Sogar so schlecht, dass diese Zeit auch als der „Video Game Crash“ bezeichnet wird. Beendet werden konnte die Absatzkrise erst mit dem Erscheinen des NES und dem zugehörigen Super Mario Bros. Es revolutionierte das Jump‘n‘Run-Genre mit für uns selbstverständlichen Neuerungen wie flüssigem Scrolling, vielfältigen Power-Ups und einer schieren Fülle an Leveln. Da sich schnell ein wirtschaftlicher Erfolg abzeichnete, wurde von Nintendo ein Nachfolger für die Disketten-Erweiterung des NES in Auftrag gegeben. Und weil die beim Vorgänger involvierten Entwickler zum Großteil in andere Projekte involviert waren, wurde kein komplett neues Spiel programmiert, sondern auf Basis des Erstlings ein „quasi-Levelpack“ unter dem Namen Super Mario Bros. 2 in Japan veröffentlicht. Leider befanden die Verantwortlichen bei Nintendo of America das Spiel für zu schwierig, weshalb in westlichen Gefilden ein leicht modifiziertes „Doki Doki Panic“ mit Mario-Figuren als Super Mario Bros. 2 veröffentlicht wurde. Das Original kam erst im Zuge der Super Mario Allstars-Collection für das SNES mit aufgebohrter Grafik zu uns. Und nun gibt es das Spiel auch mit 8bit-Grafik im eShop des 3DS.

 

Alles wie immer?

 

Das Gameplay bedarf eigentlich keiner weiteren Erläuterung, da eigentlich jeder Gamer mindestens schon einmal ein Mario-Spiel im Modulschacht hatte. Um‘s trotzdem nochmal kurz zu umreißen: Man startet wahlweise als Mario oder Luigi, die sich geringfügig in ihrem Sprungverhalten unterscheiden, um die von Riesenschildkröte Bowser entführte Prinzessin zu retten. Dabei springt man sich durch bis zu 13 Welten (1-8 regulär, 9 und A-D optional) vorbei an Goombas, Koopas und Piranha-Pflanzen. Und das ist nicht leicht, sondern sogar ziemlich schwierig. Wer dachte, dass das originale Super Mario Bros. oder SMB 3 schwer sind, wird sich am zweiten Teil die Zähne ausbeißen. Denn Nintendo hat sich einige (unfaire) Neuerungen ausgedacht.

 

Da ist ja was neu!

 

Trotzdem haben sich die Entwickler nicht lumpen lassen und einige Neuerungen eingebaut. Die erste Auffälligkeit ist rein optischer Natur, denn nun haben alle Wolken, Büsche und weitere Umgebungselemente sowie Power-Ups Gesichter oder zumindest ein Paar Augen verpasst bekommen. Apropos Power-Ups: da Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von Mario und Luigi sind soweit gleich geblieben. Pilz, Feuerblume und Stern verleihen den Klempnern ihre besonderen Fähigkeiten. Neu hingegen ist der Giftpilz, der die Mario-Evolution quasi umkehrt und den kleinen Mario sogar töten kann. Außerdem sind Piranha-Pflanzen nun auch in kopfüber hängenden Röhren zu finden. Marios und Luigis Spielphysik unterscheidet sich nun leicht, denn Mario kann nun schneller als Luigi rennen, im Gegenzug kann dieser aber höher und weiter springen. Und wo wir grad bei Sprüngen sind, sollten die neuen „Windströme“ nicht vergessen werden. Die setzen in späteren Levels unkontrolliert ein und behindern konsequent kontrollierte Sprungmanöver.

 

Boah, ist das schwer!

 

Neben den Windströmen gibt es noch einige andere recht unfaire Neuerungen. Am gravierendsten ist eindeutig der Giftpilz. Denn aufgrund der relativ begrenzten technischen Möglichkeiten ist dieser nicht wie in Super Mario 3D Land leicht vom normalen Superpilz zu unterscheiden, sondern muss schon genau betrachtet werden, um sich durch leichte Farbunterschiede abzuheben. Neu ist auch, dass Warp-Röhren nun nicht mehr nur in höhere Welten führen, sondern an einigen Stellen auch eine demonstrative 1 über der Röhre schwebt. Manch einer möchte spätestens bei solchen Passagen in den 3DS beißen, aber auch an anderer Stelle fühlen sich weniger Frustresistente benachteiligt. Denn in zum Teil ausweglos wirkenden Sackgassen hilft nur noch wildes Rumgehüpfe, um (sinnlos) verteilte unsichtbare Blöcke zu finden, die doch noch einen Ausweg ermöglichen. Die manchmal leicht schwammige Steuerung trägt ihr Übriges zum Schwierigkeitsgrad bei.


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Fazit

Super Mario Bros.: The Lost Levels macht wirklich Spaß, wenn man auf Herausforderungen steht. Die Levels sind zum Teil extrem fordernd, zum Teil aber auch außergewöhnlich unfair. Zum Glück kommt Nintendo geneigten Gamern mit der Schnellspeichern-Funktion der 3DS-Virtual Console entgegen und ermöglicht so auch ein schnelles Spiel zwischendurch. Natürlich dürfen keine großen Neuerungen erwartet werden, denn im Endeffekt ist es doch nur ein Level Pack für das Ur-Super Mario Bros. Wer sich trotz aller Kritik nicht vom Kauf abschrecken lässt, darf sich nach dem Durchspielen auch ruhig den „SMB-Experten-Orden“ anstecken.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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