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Hana Samurai - Art of the Sword

Action

23.10.2012

Zu Marios Eindruck zum Spiel auf 10doTV

Autor: Mario Kablau

 

 

Prinzessin weg, Held gesucht!

 

Wie so oft in Videospielen beginnt auch bei Hana Samurai alles mit der Entführung einer Prinzessin. Aber nicht irgendeiner Prinzessin, sondern der, die die Welt frei von Übel hält. Kaum ist sie weg, bricht das Chaos aus. Diebe streifen umher und sämtliche Freude geht verloren. Das ist natürlich die perfekte Zeit für einen Helden, auf den man auch nicht lange warten muss.

 

Wir Spieler schlüpfen in eben diese Rolle und müssen uns durch drei Welten mit insgesamt 27 Levels kämpfen und drei Bosse besiegen. Dabei wird relativ schnell klar, dass es sich hierbei nicht um ein RPG oder ein Adventure handelt, sondern vielmehr um eine Art Geschicklichkeitstest mit Elementen aus den beiden genannten Genres. Betritt man einen Level, dann kann man sich mit dem Schiebepad den dort vorhandenen Gegnern nähern, woraufhin die Bewegungsmöglichkeiten arg eingeschränkt werden, der Held lässt sich nur noch ganz fein bewegen, fast wie ein Boxer, der um seinen Gegner tänzelt.

 

Greift nun ein Gegner an, dann muss man im genau richtigen Moment ausweichen und direkt zum Gegenangriff übergehen. Haut man einfach nur drauf, wird nicht ein Angriff erfolgreich sein und außerdem ist das eigene Schwert dann ziemlich schnell stumpf und damit quasi wirkungslos. Es geht also darum, die Bewegungen der Gegner zu deuten und den richtigen Zeitpunkt zu finden. Trifft man das erste Mal auf einen neuen Typ, dann ist das oft gar nicht so leicht, aber je mehr man spielt, desto klarer wird, was man wann tun muss. Es richtig umzusetzen ist dann aber auch leichter gesagt als getan.

 

Manche Gegner heben einfach das Schwert und greifen eine Sekunde später an, andere stürmen auf den Helden zu, gerne auch mal mit Kunstpause dazwischen, die unerfahrene Spieler sicher schnell verwirrt. Außerdem gibt es Ninjas, die Bomben oder Wurfsternen werfen und Bogenschützen, denen nur schwer mit dem kurzen Schwert beizukommen ist. Weitere Gegentypen und vor allem die drei coolen Bosse sorgen für weitere Abwechslung, obwohl man eigentlich immer dasselbe tut: mit B ausweichen und dann mit A zurückschlagen.

 

Erwähnen sollte ich auch noch, dass man sich bei gedrückter X-Taste wieder frei bewegen kann. Das ist vor allem wichtig, wenn man einem Bogenschützen oder Ninja nachjagen will, bzw. vor einem wilden Boss fliehen muss. Allerdings kommt hier das erste Problem zum tragen: Rennt man zum Beispiel einem Bogenschützen hinterher und greift dann an, kann es passieren, dass das Spiel denkt, man will eigentlich einen anderen Gegner angreifen und der Held dreht sich kurz vor dem Angriff um. Das kann schon mal nerven, Besonders, wenn man es mit vielen Gegnern mit hoher Angriffsreichweite zu tun hat, was aber nur zwei Mal im Spiel der Fall ist – also kein Beinbruch.

 

 

Drei Welten – drei Städte – "massig" Aufgaben!

 

Abseits der Levels gibt es in jeder Welt, die übrigens auf einer gemeinsamen Weltkarte dargestellt werden, auch ein Dorf mit einigen sinnvollen Features. So kann man zum Beispiel im Hotel übernachten, um wieder zu Kräften zu kommen und an eben dieser Stelle auch speichern. Ebenso gibt es dort einen Schmied, der das Schwert auflevelt, das geht pro Welt allerdings nur einmal, danach ist Schluss. Ebenso kann der Schmied das Schwert schärfen, so dass es für eine begrenzte Menge an Angriffen doppelten Schaden anrichtet. Das ist vor allem in den Bosslevels wichtig, aber dazu später mehr.

 

Auch einen Laden gibt es in jedem Dorf noch, hier kann man nicht nur Items kaufen, sondern seinen Highscore verkaufen. Je mehr perfekte Ausweichmanöver man hintereinander schafft, ohne getroffen zu werden, desto höher geht der Zähler, der richtig viel Geld einbringen kann. Bei fünf Punkten bekommt man fünf Goldstücke, bei 20 schon 50 und bei 30 gar 100. Da man sonst nur schwer an so viel Geld kommt, kann man hiermit einiges verdienen, was man für die Schwert-Upgrades und weitere Hilfen gut brauchen kann. Die Items, die man im Laden kaufen kann, schärfen das Schwert, sollte es im Kampf stumpf geworden sein, füllen Energie wieder auf oder verwirren Gegner. Es gibt auch Wurfmesser, mit denen man auch auf größerer Entfernung Schaden anrichten kann.

 

Daneben gibt es in jeder Stadt noch zwei Kerle, die verschiedene Aufgaben stellen, bei denen es auf perfektes Timing ankommt. So muss man zum Beispiel herabfallende Blätter mit dem Schwert entzweien oder Melonen spalten. Dafür kriegt man entweder Geld oder Stempel, je nachdem wofür man sich entscheidet. Die Stempel füllen nach und nach verschiedene Karten, die, wenn sie voll sind, den Spezialangriff stärken. Hat man nämlich im Kampf eine Leiste gefüllt, dann lässt sich per Y eine verheerende Attacke starten, die sich aber anfangs nur gegen einen Gegner richtig. Schafft man es, drei Stempelkarten zu füllen, dann vernichtet der Angriff alle Gegner auf einmal – wieder ein sinnvolles Feature für die Bosslevels.

 

Bevor ich dazu komme, aber noch zwei weitere Punkte. Scheitert man an einer Aufgabe, dann bekommt man danach in einem Level die Chance auf mehr Geld. In diesem dann speziell gekennzeichneten Level hinterlässt jeder Gegner etwa 10 Goldmünzen, sonst kommt nur manchmal eine. Das hilft überwiegend dabei, stärker zu werden, wenn eben eine Aufgabe zu schwer ist. Mit dem Geld kann man sich Items kaufen, das Schwert verstärken etc. Viel wichtiger ist aber, dass man automatisch stärker wird, wenn man Levels schafft. Anfangs hat man drei Herzen, mit jeder zweiten geschafften Aufgabe kommt ein weiteres hinzu, so dass man vor dem letzten Boss 16 Herzen hat.

 

Und die braucht man auch, denn die Bosslevels – und damit komme ich endlich zu diesem Thema – haben es in sich. Während die meisten Levels aus einem Bereich mit drei bis maximal 10 Gegnern bestehen, haben diese Levels viele Bereiche mit vielen Dutzend Gegnern. Und wenn man ganz am Ende beim Boss scheitert, muss man den Level ganz von vorne anfangen.

 

Man sollte sich also vorher gut ausrüsten, das Schwert schärfen, viele Items dabei haben und ausgeruht sein. Hat man sich dann bis zum Bosskampf vorgekämpft, wird es richtig spannend. Da man sonst alle Gegnertypen vorher schon kannte und damit im Bosslevel meist gut durch die Bereiche vor dem Boss kommt, muss man sich am Ende umstellen. Man kennt weder die Angriffe des Bosses noch seine Stärke. Anfangs muss man also insbesondere beobachten und so gut wie möglich ausweichen, bis man seine Strategie durchschaut hat. Ein paar Treffer später ist er dann meist Geschichte, was jedoch selten beim ersten Mal gelingt.

 

Und da ich eben von einem ersten Problem geschrieben habe, muss es wohl leider noch ein zweites geben, das Folgende: Die Bosse sind völlig anders als der Rest des Spiels. Während man nämlich wie gesagt, die meisten Gegnertypen tatsächlich studieren kann, sind die Bosse so schnell und stark, dass man oft keine Chance hat, das zu tun. Außerdem hat jeder eine Superattacke, der man kaum ausweichen kann, weil man eben seine Signale noch nicht deuten kann. Daher ist das Scheitern im ersten Versuch meistens vorprogrammiert. An sich wäre das ja nicht schlimm, aber es nervt dann irgendwann doch, sich wieder und wieder durch die zahlreichen Bereiche vor dem Boss durchkämpfen zu müssen, um es ein weiteres Mal versuchen zu können.

 

 

Technik, Steuerung und weitere Extras!

 

Kommen wir zum nicht ganz unwichtigen Beiwerk, nachdem ich das Gameplay vermutlich viel zu ausführlich umschrieben habe. ;-) Die Grafik von Hana Samurai ist wirklich gut gelungen, vor allem der 3D-Effekt konnte mich überzeugen. Schiebt man den Regler ganz nach oben, dann kommen zum Beispiel die Textboxen soweit nach oben, dass man meint, den Finger drunter legen zu können, was aber natürlich leider nicht klappt. Aber das ist nur eins von vielen Beispielen.

 

Dazu ist die Welt wunderbar designt, vom Gesamtwerk erinnert es mich fast ein bisschen an LostWinds. Alles passt perfekt zusammen, die Hintergründe sind toll, die Figuren schön animiert und relativ abwechslungsreich und die drei Welten thematisch sehr unterschiedlich. Etwas schade finde ich nur, dass manche Levels auf dieselbe Umgebung setzen, einiges wurde also mehrfach verwendet. Wirklich tragisch ist das aber nicht.

 

Ähnlich positiv finde ich die Musik. Sie ist schön japanisch angehaucht und untermalt das Spielgeschehen sehr gut. Damit ist es eines der wenigen Download-Spiele, die ich auch unterwegs mit Musik spiele. Meistens ist es mir die Mühe nicht wert, dafür extra Kopfhörer mitzunehmen und mich auf das Kabelgewirr einzulassen. Hier ist das anders, wirklich toll!

 

Die Steuerung verrichtet ihren Dienst sehr gut, mal abgesehen davon, dass eben manchmal der falsche Gegner anvisiert wird. Da das aber im Spiel nur selten wirklich zum Tragen kommt, sehe ich darüber hinweg. Ich hätte mir allerdings noch gewünscht, dass man zum freien Bewegen nicht die ganze Zeit X gedrückt halten muss, dass macht Angriffe dann nämlich zusätzlich schwer. Außerdem ist das Drehen der Kamera mit den Schultertasten etwas zu träge.

 

Und zum Abschluss noch ein paar Worte zu den Extras. Neben dem Hauptspiel gibt es auch noch weitere Aufgaben im Hauptmenü. So kann man durch gegangene Schritte Bäume zum Blühen bringen, was dem Schrittzähler des 3DS erstmals eine weitere Funktion spendiert, die wirklich dazu anregt, den Handheld auch mal mehr als 1.000 Schritte am Tag bei sich zu haben. Außerdem gibt es noch drei Aufgaben, bei denen es darum geht, eine bestimmte Anzahl an Gegnern in möglichst kurzer Zeit zu besiegen. Sofern man es überhaupt schafft, alle zu bezwingen, bevor die nur drei Herzen des Helden leer sind.


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Fazit

Hana Samurai ist ein wirklich gelungenes Download-Spiel, was mich vor allem durch die realtiv lange Spielzeit überrascht hat. Da man viel Geld braucht, um besser zu werden, hat man einen Anreiz viele Nebenaufgaben zu machen, Stempel zu sammeln und seinen Highscore zu verbessern. Obwohl man die 27 Levels theoretisch in unter einer Stunde durchspielen kann, habe ich mehr als fünf Stunden mit dem Spiel verbracht, bevor ich es geschafft habe. Dazu macht fast jede Minute großen Spaß, außer den nervigen Wiederholungen bei gescheiterten Bosskämpfen eben. Aber das ist nur ein kleiner Minuspunkt. Insgesamt kann ich den Download mehr als empfehlen, wenn euch diese Art von Spiel gefällt, ausführlich genug beschrieben habe ich es ja im Text. ;-)

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

81%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

11.10.2012

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

7

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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