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Spieleliste: 3DS Virtual Console

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The Legend of Zelda: Link's Awakening DX

Action Adventure

04.07.2011

Autor: Mario Kablau

 

 

System: Gameboy Color

Erschienen: 1999

Preis im 3DS eShop: 6 Euro

 

 

Das beste Gameboy-Spiel!

 

Die Zelda-Reihe ist ohne Zweifel eine der besten Serien, die die Videospielwelt zu bieten hat. Es gibt aber einige Titel, die besonders aus der Masse herausstechen, Ocarina of Time zum Beispiel oder A Link to the Past. Aber auch das erste Handheld-Zelda ist ein solches Spiel, nicht umsonst ist es das erste der Reihe, zu dem Martin eine „Spiel mal wieder“ Episode gemacht hat. Da die farbige DX-Version nun von jedem 3DS-Besitzer schnell und einfach per Virtual Console für 6 Euro herunter geladen werden kann, bietet sich ein Retro-Test natürlich an.

 

Das Spiel ist ursprünglich 1993 für den Gameboy erschienen und war damit der vierte Titel der Serie. Gerade zwei Jahre zuvor hatte Nintendo mit A Link to the Past die Messlatte sehr hoch gelegt, weswegen viele skeptisch waren, ob ein so großes Spiel auf dem schon etwas in die Jahre gekommenen Gameboy überhaupt funktionieren könne. Nintendo bewies eindrucksvoll das es ging, vergleicht man es vom Spielumfang, der Grafik und dem Sound beispielsweise mit Super Mario Land, dann ist letzteres technisch ein echter Witz. Einige Jahre später wurde das Spiel dann noch etwas aufgebohrt und als DX-Version für den Gameboy Color auf den Markt geworfen. Diese Version ist nun auch für die 3DS Virtual Console herunterladbar, ein Muss für jeden Gamer! Warum?

 

 

Groß, episch, Zelda!

 

Das Spiel hebt sich vor allem durch seine Geschichte von den vorher (und auch nachher) erschienenen Titeln der Reihe ab. Zum einen spielt Prinzessin Zelda nicht mit und zum anderen hat das Spiel auch eine philosophische Komponente. Am Anfang wacht Link am Strand einer Insel auf. Er stellt schnell fest, dass es keinen direkten Weg von der Insel herunter gibt, nur der Windfisch wird ihm helfen können. Der schläft jedoch und um ihn zu wecken braucht Link acht Instrumente, die in ebenso vielen Tempeln versteckt sind. Im Laufe der Zeit deutet sich aber an, dass die Insel gar nicht wirklich existiert, sondern ein Traum des Windfisches sein könnte. Wenn er ihn also weckt, würde alles aufhören zu existieren. Aber da es nur einen Weg gibt, die Wahrheit herauszufinden und hoffentlich zurück nach Hause zu kommen, stellt sich der Held natürlich seiner Aufgabe.

 

Link’s Awakening ist logischerweise ein reines 2D-Spiel, das sehr ähnlich wie der direkte Vorgänger A Link to the Past funktioniert. Man bewegt sich per Steuerkreuz durch die Oberwelt, kämpft mit dem Schwert gegen zahl- und abwechslungsreiche Gegner und setzt diverse Items ein. So findet Link im Laufe des Abenteuers zum Beispiel eine Schaufel, mit der er den Boden umgraben kann, einen Schild zur Abwehr von Attacken und sogar einen Bumerang, um weiter entfernte Ziele zu treffen. Die Vielfalt bei den Items ist wirklich unglaublich, insgesamt lassen sich über zehn Stück finden und frei auf die Tasten A und B legen.

 

Die Tempel im Spiel sind in der Reihefolge klar gegliedert und werden mit Level 1 bis Level 8 bezeichnet. Hier muss man wie schon immer neben kleinen Schlüsseln die Karte, den Kompass und den Master-Schlüssel finden, um sich am Ende gegen einen besonders starken Gegner zu behaupten. Aber auch außerhalb dieser Tempel gibt es eine Menge zu tun. Auf der mit 256 Bildschirmen großen Oberwelt warten viele Charaktere, Geheimnisse, Herzteile und versteckte Aufgaben. Langweilig wird es jedenfalls nie, aber man merkt dem Spiel an der Stelle schon sein Alter an, denn man wird oft ziemlich alleine gelassen. Nachdem man eine Aufgabe gelöst hat, bekommt man zwar oft einen Tipp, was als nächstes zu tun ist, aufgrund der schieren Größe kann die Suche danach aber oft lästig werden. Noch schlimmer ist das manchmal innerhalb der Tempel, die sind zwar nicht unbedingt schwerer als heute, aber für mich irgendwie unübersichtlicher und weniger logisch aufgebaut.

 

Dennoch sorgt das Spiel nicht nur durch seine Größe sondern auch durch die Geschichte und die große Abwechslung für langen Spielspaß. Es gibt massig zu entdecken, die Tempel fordern einiges an Arbeit und auch mit Sidequests spart der Titel nicht. Es ist einfach ein Spiel, das jeder Zelda-Fan gespielt haben muss, denn es gehört auch heute noch zu den besten der Reihe. Finde ich zumindest.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Da es sich bei der für Virtual Console veröffentlichten Fassung um die DX-Version handelt, ist die Grafik natürlich besser als beim Original und vor allem in Farbe dargestellt. Dadurch ist die Welt sehr lebhaft und sieht auf dem kleinen Bildschirm fast so gut aus wie die aus A Link to the Past. Jedenfalls kann man das Spiel selbst heute für die Grafik kaum kritisieren, es sieht für ein so altes 2D-Spiel gut aus, ganz im Gegensatz zu vielen anderen, die nur noch zum Wegsehen anregen. Vor allem die Vielfalt ist wirklich toll, es gibt neben grünen Wiesen, sonnigen Stränden und schattigen Wäldern auch ein steiles Gebirge, einen großen Fluss, einen gruseligen Friedhof, ein gewaltiges Schloss und vieles mehr. Echt unglaublich, was der Gameboy schon damals leisten konnte.

 

Ähnlich positiv ist die Musik. Verglichen mit früheren Spielen auf dem Handheld gibt es bei Links Abenteuer geradezu unendlich viele Stücke. So hat die Oberwelt je nach Gebiet verschiedene musikalische Untermalungen zu bieten und auch Höhlen und Tempel werden thematisch passend begleitet. Natürlich ist auch die bekannte Zelda-Melodie dabei, es gibt sogar mehrere Lieder, in die sie mit eingeflossen ist. Und nicht wenige Stücke haben echtes Ohrwurm-Potential.

 

Zuletzt noch ein paar Worte zur Steuerung: Link lässt sich auf dem 3DS sowohl mit dem Schiebepad als auch mit dem Steuerkreuz zielsicher bewegen. Da er auch diagonal gehen kann, hat es mir mit dem Schiebepad jedoch besser gefallen. Außerdem liegt das Steuerkreuz für meine Hände zu weit unten auf der Konsole. Wie auch immer, Grund zur Klage gibt es auch hier nicht, alles funktioniert wunderbar. Einziger Kritikpunkt ist, dass man nur zwei Knöpfe mit Items belegen kann, klar der Gameboy hatte ja auch nur A und B. So muss man ziemlich häufig ins Auswahlmenü und die Tasten neu belegen. Hätte man hier alle vier Tasten des 3DS nutzen können, wäre das ein echter Traum gewesen. Aber auch ein vermutlich großer Programmieraufwand, also kann ich das verschmerzen. Man gewöhnt sich zumindest daran...

 

 

Meckerecke

 

Auch wenn das Spiel sich auf einem wirklich hohen Niveau bewegt, gibt es natürlich Kritikpunkte. Einige davon habe ich ja schon kurz angerissen, möchte sie aber noch mal ganz klar herausstellen. So ist es aus heutiger Sicht manchmal echt schwer zu verstehen, was man als nächstes machen muss. Ich habe das Spiel zum letzten Mal gespielt, als es auf dem Gameboy Color herauskam, was ja nun auch schon mehr als zehn Jahre her ist. Von daher habe ich mich an fast nichts mehr erinnern können, was mich teilweise vor arge Probleme gestellt hat. Das Spiel lässt einem zwar große Freiheiten, jedoch folgt daraus logischerweise, dass man oft nicht so genau weiß, was als nächstes ansteht. Ähnliches gilt in den Tempeln, die sind sehr wenig linear, so dass man oft lange herumlaufen muss, bevor man das findet, was man braucht. Erschwerend kommt hinzu, dass auf der Karte im Menü Räume, die man schon betreten hat, nicht automatisch eingezeichnet werden. So lange man also die Karte des Tempels nicht gefunden ist, hat man keine Übersicht über die Räume.

 

Dazu ist der Schwierigkeitsgrad für meine Begriffe nicht gut ausbalanciert. Zwar fordert das Spiel, vor allem bei den Endgegnerkämpfen, jedoch ist es gerade auf der Oberwelt für meine Begriffe manchmal zu viel des Guten. Es gibt Stellen, durch die man oft durch muss, an denen man auf viele oder fiese Gegner trifft, so dass es irgendwann einfach nur noch nervt. Und da man schnell ein paar Herzen verlieren kann, wenn man hektisch wird, kann einen das schnell teuer zu stehen kommen. Vor allem enge Stellen sind manchmal ohne den Bumerang wirklich ätzend.

Fazit

Auch wenn ich den Test mit dem Wort „ätzend“ beendet habe, ist Link’s Awakening natürlich kein schlechtes Spiel. Es ist sogar ein sehr gutes, in meinen Augen das beste auf dem Gameboy und auch auf dem Gameboy Color ganz vorne mit dabei. Dank dem Re-Release auf der Virtual Console des 3DS kann es nun jeder jüngere Zelda Fan (oder Gunnar) endlich nachholen. Und das kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, das Spiel ist auch heute noch klasse, macht Spaß und fesselt. Für 6 Euro kann man echt nicht meckern. Danke, Nintendo!

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

93%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

08.06.2011

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

6

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Konsolen

GBA

Gameboy Advance

GBC

Gameboy Color

GB

Gameboy

NES

Nintendo Entertainment System

SGG

Sega Game Gear


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